Tag es offenen Denkmals 2017

Motto: "Macht und Pracht"

Samstag, 9. September 2017

Infostand des Vereins „StadtbildMacher e.V.“ auf dem Marienplatz
mit großer Luftballonaktion zum Tag des offenen Denkmals

von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Sonntag , 10. September 2017

Westfriedhof, Schlütingstraße:
1. Führung
14:00 Uhr  Start am historischen Haupteingang Schlütingstraße
 Dauer ca. 1 1/2 Stunden
 mit Herrn Bernd Schulze-Beerhorst – ehrenamtlich Beauftragter für Denkmalpflege

2. Führung
17:00 Uhr Start am historischen Haupteingang Schlütingstraße
 Dauer ca. 1 1/2 Stunden
 mit Herrn Bernd Schulze-Beerhorst – ehrenamtlich Beauftragter für Denkmalpflege

14:00 Uhr bis 17:00 Uhr Infostand des Vereins Ahlener StadtbildMacher e.V. vor dem Haupteingang Schlütingstraße

 

Grubenwehrmuseum, Zeche Westfalen 1
Öffnungszeiten von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Start– und Zielort für die Führungen ist das Grubenwehrmuseum
Angebote:Kaffee, Kuchen, kalte Getränke, Grillwurst
Ansprechpartner:  Theo Janssen, Tel.: 02382/ 65019, theo-janssen@gmx.net

Förderverein Fördertürme
1. Führung 
14:00 Uhr Start am Grubenwehrmuseum 
 Dauer ca.1 ½ Stunden
 mit Herrn Werner Danzer vom Förderverein Fördertürme

2. Führung
16:00 Uhr Start am Grubenwehrmuseum 
 Dauer ca.1 ½ Stunden
 mit Herrn Werner Danzer vom Förderverein Fördertürme

Maschinenzentrale
Öffnungszeiten von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Fotoausstellung "Urbane Fotografie" der Fotogruppe "Kontrast"

Der Tag ist so angelegt, dass die Besucher ihr Programm selbstständig gestalten können.

Westfriedhof

Der Westfriedhof an der Schlütingstraße/ Parkstraße wurde als städtischer Friedhof am 01.05.1885 feierlich eingesegnet als Ersatz für den Friedhof an der Beckumer Straße.
Der Ahlener Westfriedhof ist als Zeugnis des Trauerns und Bestattens bedeutend für die Stadt Ahlen. Die Gesamtanlage, d. h. der erste Abschnitt wie auch die älteren Erweiterun-gen, spiegelt hier in relativ guter Erhaltung konservative zeittypische Vorstellungen, wie sie ursprünglich das Gesicht vieler Friedhofsanlagen im landstädtischen Bereich im Münsterland geprägt haben.

Bemerkenswert ist die vergleichsweise gute Überlieferung zahlreicher historischer Grab-steine, von denen hier eine Auswahl besonders alter, repräsentativer Stücke und beispiel-hafter Typen mit als Bestandteil des Baudenkmals "Westfriedhof" aufgeführt sind. Sie entsprechen zwar nicht einem vollständigen Querschnitt der Bestattungszeichen der Bevölkerung vor dem ersten Weltkrieg, doch gewähren sie in ihrer Gesamtheit als Teil des Baudenkmals "Westfriedhof" Einblicke in die Bestattungs- und Trauerkultur jener Zeit und dokumentieren Tendenzen der ortstypischen Selbstdarstellung im Dienste des Gedenkens an verstorbene Familienmitglieder.

Als Ahlener Besonderheit darf die zum Teil ungewöhnliche Höhenentwicklung der historischen Grabstelen gelten, mit der offenbar, besonders entlang der Hauptwege, die vermögende Bevölkerungsschicht untereinander in Wettbewerb trat. Für die Erhaltung und Nutzung des Baudenkmals "Westfriedhof" sprechen daher wissenschaftliche Gründe, hier insbesondere Argumente der Geschichte der Sepulkralkultur, sowie künstlerische und volkskundliche Gründe.

1. Bauphase (ab 1885)
Es findet sich in der ersten und zweiten Bauphase ein hierarchisches Beisetzungsprinzip, das durch das kreuzförmig angelegte Wegesystem (wassergebundene Decke) bestimmt ist.

Die bereits angedachte Kreuzform des Wegenetzes wurde bis zum Rondell realisiert.
Die Hauptachse verläuft von Süden nach Norden. Der südlich gelegene Haupteingang ist durch ein großes schmiedeeisernes Tor (heute feuerverzinkt) gekennzeichnet. Der hierzu kreuzförmig in westöstlicher Richtung verlaufende Weg in Höhe des Rondells hat an seinem westlichen Ende ebenfalls ein verziertes schmiedeeisernes Tor.
Die erste und zweite Bauphase sind geprägt durch einen alten Baumbestand, der vorwie-gend alleeartig bzw. als begrenzende Linie im Westen gepflanzt wurde.

2. Bauphase (vor 1897, siehe Stadtplan von 1897)
Die 2. Bauphase schließt sich nördlich etwas abgeknickt dem Flurstück entsprechend an das erste Grundstück an und ergänzt mit seinem von Süden nach Norden verlaufenden Hauptweg das Kreuz.

Auffallend ist hier die andere Art der Belegung. Während im südlichen Bereich des Rondells die Grabfelder mit ihrer Schauseite vorwiegend nach Süden ausgerichtet sind, sind die Schauseiten der nördlich gelegenen Gräber, die direkt an der Hauptachse liegen zum Weg ausgerichtet. Hier scheinen sich auch die wertvolleren Grabstele  zu befinden. Diese Allee wurde im Volksmund auch "Wohlstandsallee" genannt.

3. Bauphase (1920er Jahre)
In den 1920er Jahren wurde der Friedhof unter Stadtbaumeister Kierey in mehreren Bau-phasen nach Osten erweitert. Man wählte eine platzsparende Bepflanzung (Buchenhecken) und brachte sehr viele Gräber unter. Heute sind die meisten Felder überbeerdigt (aus den 1950er bis 1980er Jahren).

Insgesamt handelt es sich auch hier um ein nordsüdlich verlaufendes, leicht versetztes, achsiales Wegesystem.

Der Ehrenfriedhof für die Grubenunglücke wurde zum 16.11.1920 für die 14 Toten angelegt. Am 09.06.1928, am 31.05.1929, am 05.07.1929 sowie am 04.03.1941 ereigneten sich weitere Grubenunglücke; ursprünglich befand sich hier ein weißer Kiesweg.

Die Strukturen, wie Buchenhecken, Lindenallee, Eichenhain und achsensymmetrisch ange-ordneter Laubengang sind im Bereich der dritten Bauphase noch erhalten.
Alle Wege sind auch hier mit einer wassergebundenen Decke versehen.

4. Bauphase (25.03.1938)
Jüdischer Friedhof
Der älteste Grabstein stammt augenscheinlich von 1843. Auf dem westlichen Feld wurden ca. 55 Personen, auf dem östlichen Feld ca. 45 Personen bestattet. Vorgänger dieses Friedhofes war der alte jüdische Friedhof an der Ostenpromenade, heute Ostwall.

Grubenwehrmuseum

In Trägerschaft des Bergbautraditionvereins e.V. bewahrt das Museum die Erinnerung an die Arbeit vor Ort und die damit verbundenen Risiken auf der Zeche Westfalen im Ge-dächtnis. Es bietet im ehemaligen Übungshaus Raum für Simulationsübungen und erstreckt sich im Startergebäude über drei Stockwerke. Das Museum führt in eine Welt des Bergbaus, die in Ahlen Teil der Geschichte ist, aber nicht vergessen werden soll.

Es werden zwei große Führungen angeboten. Ausgangspunkt ist das Museum des Berg-bau-Tradition-Vereins zu den Fördermaschinen und in die Maschinenzentrale, anschließend nach oben auf das Fördergerüst Westfalen Schacht 1.

Fördertürme

Die Fördertürme Schacht I und II auf der ehemaligen Zeche Westfalen sind die Wahrzei-chen des Bergbaus in Ahlen und der gesamten Region. Neben dem blauen Wasserturm bilden sie die Leuchttürme der Technik – und Industriekultur und sind Markenzeichen des neuen Gewerbegebietes "Zeche Westfalen".
Das Projekt "Förderverein Fördertürme" wird vom Verein Initiativkreis für Denkmalpflege, Stadterhaltung und Stadtbildpflege in Ahlen e.V. getragen. Der Verein setzt sich für den bedingungslosen Erhalt der Fördertürme und des Wasserturms ein, die sich im Eigentum der Stadt Ahlen befinden.

Maschinenzentrale

Fotoausstellung „Urbane Fotografie“ der „Fotogruppe Kontrast“
Unter dem Namen "Fotogruppe Kontrast" zeigen fünf Fotobegeisterte (Willi Bäumer, Karlheinz Böhm, Gabriele Dürhammer, Werner Krokor, Rainer Moor) aus Ahlen und Um-gebung, Fotos von alten und vergangenen Industrieorten, wobei das Hauptaugenmerk bei dieser Ausstellung auf Fotos von alten Zechenanlagen, Bergwerke und deren Produk-tionsstätten liegt.

Bei Facebook zu erreichen unter der Seite "FotogruppeKontrast"
Ansprechpartner: Werner Krokor, Tel. 02525 / 1787, Mail: wkrokor@krokor.de