Objekte und Aktionen in Ahlen:


Wohnhaus, Auf dem Westkamp 14

Führungen: 12:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr


Trafostation, Im Pattenmeicheln (am Kreisel)

12:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet
Führungen: durch den Verein Ahlener StadtbildMacher e.V. und die Stadt Ahlen
Angebote: Kaffee und Kuchen
 

Grubenwehr Museum, Zeche Westfalen 1

14:00Uhr bis 18:00 Uhr  geöffnet
Führungen: im Museum bei Bedarf
Anbgebote: Kaffee, Kuchen, kalte Getränke, Grillwurst


Fördertürme, Zeche Westfalen

Führungen über das Zechengelände mit der Möglichkeit zur Förderturm-Besteigung.
Führungen: 14:00 Uhr und 16:00 Uhr Start am Grubenwehrmuseum, Dauer ca.1 ½ Stunden

 

Maschinenzentrale, Zeche Westfalen

12:00 Uhr bis 18:00 Uhr  geöffnet
Fotoausstellung „Industriekultur“ der Fotogruppe „Kontrast“


Der Tag ist so angelegt, dass die Besucher ihr Programm selbstständig gestalten können.


Besonderer Tipp: Geführte Radtour

Der ADFC bietet eine geführte Radtour zu den Veranstaltungsorten am "Tag des offenen Denkmals" an.
Die Tour ist ab dem Grubenwehrmuseum/Fördertürme/ Maschinenzentrale zum Blauen Wasserturm rund um die Halde und über die alte Zechenbahntrasse Richtung Langst geplant, so dass um 14:00 Uhr die Führung am Wohnhaus Auf dem Westkamp 14 besucht werden kann.
Danach führt die Route nördlich von Ahlen über die typisch münsterländischen Pättkes bis zur Werse und zum Berliner Park mit Trafohäuschen.
Start:   12:00 Uhr, Parkplatz am Grubenwehrmuseum, Dauer ca. 3 Stunden

 

 

Nähere Beschreibung der Objekte und Aktionen

Wohnhaus Auf dem Westkamp 14
Über viele Jahre hinweg wird von den Eigentümern in liebevoller Arbeit und mit dem Blick für die historisch wertvollen Details das großelterliche Wohnhaus saniert und restauriert.

Baugeschichte:
1925 wurde der Wohnsitz mit einem herrschaftlichen Haus inmitten eines großzügigen Gartengeländes (ehemals für zwei Bauplätze ausgewiesen) für den Betriebsleiter Johannes Tovar (Emaillewerk Rollmann & Tovar an der Ostbredenstraße 1) nach Plänen des Ahlener Architekten H. Schröder errichtet. Das Wohnhaus wurde als zweigeschossiger und freistehender Backsteinbau mit vorstehendem Fugenputz über einem hohem Kellersockel und steilem, schiefergedecktem Vollwalmdach errichtet. Das Grundstück wurde zur Straße durch einen Eisenzaun zwischen Backsteinpfeilern eingefasst. Zugleich mit dem Haus entstand in der gleichen Gestaltung süd-westlich vom Hauptgebäude ein eingeschossiges Nebengebäude in Backstein mit Drempel unter dem Vollwalmdach. Hier wurde eine Garage und daneben ein Stall mit Futterküche untergebracht.
Das Haus folgt in der äußeren Gestaltung den architektonischen Vorstellungen, wie sie vom Bürgertum vertreten wurden und heute vor allem unter dem Begriff einer heimatgebundenen Baupflege beschrieben werden. Hierbei versuchte man sich an architektonischen Vorbildern des Bürgertums in vorindustrieller Zeit zu orientieren, wobei insbesondere die Zeit der Aufklärung um 1800 prägend war: in Westfalen galten als zentrale Elemente der Backsteinbau mit symmetrischem Aufbau des Gebäudes und achsialer Gliederung der Fassaden, Sprossenteilung der Fenster und ein steiles Vollwalmdach.
Das Innere des Hauses folgt ebenfalls bürgerlichen Vorstellungen des Wohnens, nur wählte man hier sowohl in Grundriss wie Gestaltung modernere Formen.
Um 1960 erhielt das Haus an der süd-östlichen Gebäudeecke einen eingeschossigen Wintergartenanbau, wobei auch ein Fenster in der linken Seitenfront verändert wurde.
Zudem ist das Haus zu nicht näher bekannter Zeit zu einem Etagenwohnhaus umgestaltet worden, wobei man hinter der Etagentreppe eine verglaste Etagenzugangstür einstellte und den vorderen Windfang abbaute (er ist aber erhalten).

Das Anwesen, bestehend aus dem Wohnhaus (ohne den Wintergartenanbau), dem Nebengebäude und der Grundstückseinfassung ist ein anschauliches und exemplarisches Beispiel der bürgerlichen Lebensverhältnisse der gesellschaftlichen Oberschicht von Ahlen nach dem ersten Weltkrieg.


„Trafohäuschen“
Transformatorenstation Im Pattenmeicheln am Kreisel:

Die Vereinigten Elekritzitätswerke Westfalen/Betriebsdirektion Münster stellten mit Bauplänen vom 21.09.1926 einen Bauantrag zur Errichtung einer Transformatorenstation.
Der Gebrauchsabnahmeschein ist auf den 10.05.1927 datiert.
Das rein funktionale Gebäude wurde als Klinkerbau auf fast quadratischem Grundriss ( 5,42m x 5,52m), in den der Turm als kleineres Quadrat (2,88m x2,88m) eingeschoben ist, qualitätvoll durchgestaltet mit aufgesetzten, geschnittenen Fugen mit einem dunkelbraunen, hartgebrannten Klinker.
Im Sinne des expressionisitsichen Stils dieser Zeitepoche wurden klare einfache, schmückende Elemente wie Gesimsbänder, Traufgesimse, Ortgänge sowie Tür- und Fensterrahmungen gestaltet. Die ebenfalls kassetiert gestalteten Metalltüren und auch die Fenster (z.T. in Dreiecksform) sind im Original erhalten.
Zur Straße Im Pattenmeicheln erhielt das Gebäude einen optischen Haupteingang, der durch eine Klinker-Musterung im Giebeldreieck betont ist.
Das Bauwerk ist in Besitz der Stadt Ahlen und wurde im Juli 1993 in die Denkmalliste der Stadt Ahlen eingetragen.


Grubenwehr Museum  - Zeche Westfalen 1
In Trägerschaft des Bergbautraditionvereins e.V. bewahrt das Museum die Erinnerung an die Arbeit vor Ort und die damit verbundenen Risiken auf der Zeche Westfalen im Gedächtnis. Es bietet im ehemaligen Übungshaus Raum für Simulationsübungen und erstreckt sich im Startergebäude über drei Stockwerke. Das Museum führt in eine Welt des Bergbaus, die in Ahlen Teil der Geschichte ist, aber nicht vergessen werden soll.

Es werden zwei große Führungen angeboten. Ausgangspunkt ist das Museum des Bergbau-Tradition-Vereins zu den Fördermaschinen und in die Maschinenzentrale, anschließend nach oben auf das Fördergerüst Westfalen Schacht 1.

 

Fördertürme
Die Fördertürme Schacht I und II auf der ehemaligen Zeche Westfalen sind die Wahrzeichen des Bergbaus in Ahlen und der gesamten Region. Neben dem blauen Wasserturm bilden sie die Leuchttürme der Technik – und Industriekultur und sind Markenzeichen des neuen Gewerbegebietes "Zeche Westfalen".
Das Projekt "Förderverein Fördertürme" wird vom Verein Initiativkreis für Denkmalpflege, Stadterhaltung und Stadtbildpflege in Ahlen e.V. getragen. Der Verein setzt sich für den bedingungslosen Erhalt der Fördertürme und des Wasserturms ein, die sich im Eigentum der Stadt Ahlen. befinden.


Maschinenzentrale
Fotoausstellung der Fotogruppe „Kontrast“
Unter dem Stichwort "Industriekultur" stellt die "Fotogruppe Kontrast" dieses Jahr hochwertige Fotos von alten Industrieanlagen rund um den Bergbau aus. Weitere Fotos von sogenannten "Lost Place´s" geben der Ausstellung einen besonderen Reiz.
 
Die Ausstellung findet in der ehemaligen Maschinenhalle der Zeche Westfalen in Ahlen statt, die mit ihrem funktionellen Charme die ehemalige Industriekultur unterstreicht.
 
Zusätzlich wird die "Fotogruppe Kontrast", welche sich aus 5 fotobegeisterten Amateuren (Willi Bäumer, Karlheinz Böhm, Gabriele Dürhammer, Rainer Moor, Werner Krokor) aus Ahlen und Umgebung zusammensetzt, sich in einigen Fotos als Gruppe vorstellen und wird während der Ausstellungszeit für Gespräche und Fragen zur Verfügung stehen.
 
Bei Facebook zu erreichen unter           https://www.facebook.com/Fotogruppekontrast
 

Blauer Waserturm
Der 1915 bis 1917 erbaute Wasserbehälter, der letzte erhaltene seiner Bauart für die öf-fentliche Wasserversorgung in Westfalen, steht seit 1993 unter Denkmalschutz.
Für die Erhaltung des technik-geschichtlich interessanten Bauwerkes liegt zweifellos ein öffentliches Interesse vor, da es von herausragender, dokumentarischer Bedeutung ist.

Aus dem – Anfang des Jahrhunderts entwickelten – Barkhausenbehälter wurde von der Stahlbaufirma August Klönne ein Kugelbehälter für Behältergrößen unter 1000m³ Inhalt konstruiert, um größere Druckschwankungen zu vermeiden. Bedeutendster Vorteil des Behälters in dieser Form und Größe lag in der Materialersparnis von bis zu 25 %.
Durch die doppelt gekrümmten Bleche des Behälters war dieser ohne weitere Aussteifung absolut stabil. Mit seiner kugelförmigen Ausbildung war es gelungen die vorteilhaften Eigenschaften der Intze-Bauart mit denen der Barkhausen-Bauart in Einklang zu bringen.

Während man von der Intze-Bauart die Auflagerung des Behälters in einem möglichst geringen Durchmesser übernahm, was eine bedeutende Materialersparnis für die Unterbauten zur Folge hatte, nutzte man vom Barkhausen-Typ die halbkugelförmige Ausbildung des Behälterbodens. Auf ein simples Stahlfachwerkgerüst aufgesetzt, ist die Kugel eigentlich ein reiner Industriehochbehälter, der als spezifischer Eisenbahnbehälter für städtische Versorgungszwecke selten zum Einsatz kam. Der Wasserturm ist insofern auch gestalterisch untypisch für den Siedlungswasserbau, als dass er jegliche dekorative Ausformung ver-missen lässt. Dies ist nicht zuletzt auf seine Entstehungszeit im 1. Weltkrieg zurückzuführen und die damit verbundenen, notwendigen Kosteneinsparungen.
Der Wasserturm wurde im Übrigen bis zu seiner Stilllegung 1985 mit Wasser des Haarstranges gespeist und diente der Versorgung der Zechensiedlung.

In den Jahren 1995 bis 1996 wurde der Wasserturm mit finanziellen Mitteln der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und des Landes NRW grundsätzlich saniert.

Technische Daten     
Baujahr:   1915-1917
Nutzinhalt:   1000m³
Behälterdurchmesser: 13m
Stahlfachwerfgerüsthöhe: 28m
Gesamthöhe:   44m
Außerbetriebssetzung: 1985


Nur von aussen zu besichtigen!

 

Koordination des Tags des offenen Denkmals:
Stadt Ahlen
Untere Denkmalbehörde
Nicole Wittkemper-Peilert
Tel.: 02382 / 59 286
E-Mail: wittkempern@stadt.ahlen.de