Informationen zu den Objekten

Wohnhaus - Vorhelmer Weg 32-34

Das Anwesen Vorhelmer Weg 32 - bestehend aus Wohnhaus, Garage, Gartengestaltung mit Eingangstörchen sowie Teich wurde 2010 in die Denkmalliste der Stadt Ahlen eingetragen.
Zunächst entstand 1946 ein hölzernes Notwohnhaus über massiven Kellersockel im rück-wärtigen Bereich des mittleren Grundstücks, welches aber 1957 abbrannte. Es wurde durch ein großformatiges zweiflügeliges Wohnhaus ersetzt, das auf Wunsch des Bauher-ren seine besondere Gestaltung durch ein Strohdach erhielt. In den Jahren um 1950 entstanden entsprechende freistehende Wohnhäuser mit Strohdach in manchen westfälischen Orten, da sie offensichtlich für bürgerliche Schichten den Typ eines Landhauses mit unge-zwungener Atmosphäre verkörperten. Dieses „Landhaus“ umgab man mit einem weitläufigen Garten, der in charakteristischer Weise der Zeit nach Plänen eines Gartenarchitekten aus Beckum mit malerischen Baumgruppen, geschützten Ruheplätzen, einem Teich mit Springbrunnen und verschlungenen, mit Bruchsteinplatten belegten Wegen detailliert gestaltet wurde.
Das Einfamilienwohnhaus wurde 1958 mit 13 Räumen für den Fabrikanten Hermann Schwarte, Inhaber des Radiatorenwerkes „Vulkan“ auf dem Kellersockel des zuvor abgebrannten alten Hauses nach Plänen des Architekten Rudolf Hunecke / Lengerich errichtet. Nach Tradition der Familie soll der Bauherr diesen fern von Ahlen lebenden Architekt gewählt haben, da man von ihm Häuser mit Strohdach kennen gelernt hatte und ein solches ausdrücklich als Erinnerung an die Lüneburger Heide gewünscht wurde. Nachdem festgestellt wurde, dass wegen der Lage des Hauses auf dem rückwärtigen Grundstück ein größerer Abstand zu den Nachbargebäuden bestand, stimmte die Feuerwehr der Eindeckung mit Ried zu. Da in Erinnerung an den Brand des Altbaus auch der Bauherr einen neuen Brandschaden fürchtete, entstand unter dem Strohdach ein Betondach als Brandschutz.
Das Haus ist eingeschossig mit ausgebautem Vollwalmdach ausgeführt. Zur Belichtung der Räume im Dachgeschoss gibt es lange Schleppgauben. Die Wände sind mit Backsteinen verkleidet. Das Gebäude gliedert sich in einen unterkellerten Hauptteil und einen davon schräg nach vorn zur Straße hin ausgreifenden, der im Erdgeschoß einen großen Wohnraum sowie Freisitze nach Nordosten und Südosten unter dem Dach aufnimmt.

Das Haus erhielt eine anspruchsvolle und bis in die Details durchgeplante Ausstattung, wobei neben den großformatigen Fenstern und den profilierten Blättern der Innentüren ins-besondere auf die zahlreichen Einbauschränke aus hellem Eichenholz hinzuweisen ist. Die Etagentreppe wurde mit einem vom Kunstschmied angefertigtem Geländer versehen.

Die Garage mit Geräteschuppen wurde 1955 nach Plänen des Architekten Heinrich Schoppenhorst aus Ladbergen an der östlichen Grundstücksgrenze als eingeschossiger Massivbau mit steilem, pfannengedeckten Vollwalmdach errichtet.
Ebenso wie der Innenausstattung des Hauses wurde auch den Details der Gartengestaltung besondere Aufmerksamkeit zugewandt: hier ist neben der Gruppierung der differenzierten Pflanzung von Bäumen und Sträuchern auf die Plattierung der Wege und Freiplätze insbe-sondere auf den kleinen Teich mit der Bronzefigur zweier Kinder auf die Vorgartentür hinzuweisen.

Für die Erhaltung und Nutzung des Wohnhauses mit Garagengebäude und Gartengelände mit Törchen und Teich) liegen wissenschaftliche und künstlerische Gründe vor.
Wissenschaftliche Gründe liegen vor, weil die in ihren wesentlichen Strukturen und Details erhaltene Anlage als ein exemplarisches Zeugnis für die Vielfalt der architektonischen Strömungen im Villenbau nach 1945 gelten muss. Neben Neubauten, die sich am internationalen Stil orientierten und Bauten, die sich an traditionellen Formen orientieren, standen hier als vereinzelte Bauten auch andere Lösungen, wie dieses Landhaus mit Strohdach.
Künstlerische Gründe liegen vor, da die mit großem Anspruch vom Gebäude bis zum Garten durchgestaltete Gesamtanlage in ihren wesentlichen Details überliefert ist und heute als exemplarisches Beispiel für die zurückhaltende Haltung aus der Tradition kunsthandwerklicher Arbeiten gelten muss.

Das Anwesen wurde nach einer umfangreichen und sorgfältigen Sanierung in denkmalpflegerischem Sinne durch die neuen Eigentümer - Familie West bezogen.

"Trafohäuschen" - Im Pattenmeicheln am Kreisel

Die Vereinigten Elekritzitätswerke Westfalen stellten/Betriebsdirektion Münster mit Bauplä-nen vom 21.09.1926 einen Bauantrag zur Errichtung einer Transformatorenstation.
Der Gebrauchsabnahmeschein datiert auf 10.05.1927.
Das rein funktionale Gebäude wurde als Klinkerbau auf fast quadratischem Grundriss ( 5,42m x 5,52m), in den der Turm als kleineres Quadrat (2,88m x2,88m) eingeschoben ist, qualitätvoll durchgestaltet mit aufgesetzten, geschnittenen Fugen mit einem dunkelbrau-nen, hartgebrannten Klinker.
Im Sinne des expressionisitsichen Stils dieser Zeitepoche wurden klare einfache, schmü-ckende Elemente wie Gesimsbänder, Traufgesimse, Ortgänge sowie Tür- und Fensterrah-mungen gestaltet. Die ebenfalls kassetiert gestalteten Meatlltüren und auch die Fenster (z.T in Dreiecksform) sind im Original erhalten.
Zur Straße Im Pattenmeicheln erhielt das Gebäude einen optischen Haupteingang, der durch eine Klinker-Musterung im Giebeldreieck betont ist.
Das Bauwerk ist in Besitz der Stadt Ahlen und wurde im Juli 1993 in die Denkmalliste der Stadt Ahlen eingetragen.
 

Grubenwehr Museum - Zeche Westfalen 1

In Trägerschaft des Bergbautraditionvereins e.V. bewahrt das Museum die Erinnerung an die Arbeit vor Ort und die damit verbundenen Risiken auf der Zeche Westfalen im Gedächtnis. Es bietet im ehemaligen Übungshaus Raum für Simulationsübungen und erstreckt sich im Startergebäude über drei Stockwerke. Das Museum führt in eine Welt des Bergbaus, die in Ahlen Teil der Geschichte ist, aber nicht vergessen werden soll.

Es werden zwei große Führungen angeboten. Ausgangspunkt ist das Museum des Bergbau-Tradition-Vereins zu den Fördermaschinen und in die Maschinenzentrale, anschließend nach oben auf das Fördergerüst Westfalen Schacht 1.

Fördertürme - Zeche Westfalen

Die Fördertürme Schacht I und II auf der ehemaligen Zeche Westfalen sind die Wahrzeichen des Bergbaus in Ahlen und der gesamten Region. Neben dem blauen Wasserturm bilden sie die Leuchttürme der Technik – und Industriekultur und sind Markenzeichen des neuen Gewerbegebietes "Zeche Westfalen".

Das Projekt "Förderverein Fördertürme" wird vom Verein Initiativkreis für Denkmalpflege, Stadterhaltung und Stadtbildpflege in Ahlen e.V. getragen. Der Verein setzt sich für den bedingungslosen Erhalt der Fördertürme und des Wasserturms ein, die sich im Eigentum der Stadt Ahlen befinden.

Maschinenzentrale - Zeche Westfalen

Fotoausstellung der Fotogruppe „Kontrast“

Unter dem Stichwort "Zeitzeugen vs. Vergängliches" stellt die "Fotogruppe Kontrast" dieses Jahr hochwertige Fotos von alten Industrieanlagen und sogenannten "Lost Places" aus. Erleben Sie die Faszination von alten und auch verlassenen Industrien und Orten und sehen Sie die Versuche, den Glanz vergangener Zeiten einzufangen.

Die Ausstellung findet in der ehemaligen Maschinenhalle der Zeche Westfalen in Ahlen statt, die mit ihrem funktionellen Charme die ehemalige Industriekultur unterstreicht.

Die "Fotogruppe Kontrast", welche sich aus  5 fotobegeisterten Amateuren (Willi Bäumer, Karlheinz Böhm, Gabriele Dürhammer, Rainer Moor, Werner Krokor) aus Ahlen und Umgebung zusammensetzt, wird während der Ausstellungszeit für Gespräche und Fragen zur Verfügung stehen.

Bei Facebook zu erreichen unter           https://www.facebook.com/Fotogruppekontrast