Ein Zechenmodell für den Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz? Stadt sammelt Bürgerideen für den „Kirmesplatz“

Sehr deutlich wurde eine der großen Schwächen des Dr.-Paul-Rosenbaum-Platzes gleich zu Beginn der Bürgerbeteiligung über seine künftige Neugestaltung. Bei über 30 Grad im Schatten trieb es am Infostand den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Stadtplanung und Stadtteilbüro gehörig den Schweiß auf die Stirn.

„Der viele Asphalt erzeugt hier im Hochsommer eine richtige Hitzeinsel“, sagt Fachbereichsleiter Markus Gantefort. Diese reflektiere nicht nur am Tag die Sonne, sondern gebe gespeicherte Wärme auch nachts an die Umgebung ab. „Mit einer sinnvollen Begrünung kann man das eindämmen“, ergänzt Gantefort und kommt damit auf erste Ergebnisse der Bürgerumfrage zu sprechen.

Schon seit Samstag läuft sie im Internet, am Dienstag konnten am Rande des Koloniemarktes Bürgerinnen und Bürger mit den Planern auch direkt ins Gespräch kommen. Und davon machten sie Gebrauch. Allenthalben zu hören und auf an Pinnwänden befestigten Kärtchen zu lesen war der Wunsch, die Freifläche zwar zu erhalten, sie aber mit mehr Aufenthaltsqualität zu versehen. Dabei gehe es nicht nur um den Platz, auch sein Umfeld werde in den Blick genommen, wie Stadtplaner Dennis Thiele sagt: „Vor allem das Thema Sicherheit kommt immer wieder zur Sprache.“ Die vier Seiten des Platzes sollten vernünftig mit seinen Randbereichen verknüpft werden, wünschen sich Teilnehmende der Befragung. Unter die hat sich auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger gemischt. Sein Vorschlag: Eine Bronzeskulptur, die das frühere Zechengelände maßstabsgetreu abbildet, könnte das südliche Platzende aufwerten. „Das hat auch auf dem Marktplatz mit dem Stadtpanorama wunderbar geklappt“, glaubt Berger an seine Idee zu einem neuen Treffpunkt im Ahlener Südosten.

Auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger setzt auch der Leiter des Stadtteilbüros, Hermann Huerkamp. Immer wieder bekämen er und seine Kolleginnen und Kollegen Hinweise darauf, was man im Quartier verbessern könne. „Von daher ist es gut, sich im Vorfeld des Wettbewerbs gezielt umzuhören, welche Wünsche und Ideen im Raum stehen.“ Nächste Gelegenheit dazu besteht auf dem Koloniemarkt am 14. August, wenn die Planer zwischen 10:00 und 13:00 Uhr ihren Infostand ein zweites Mal auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz aufschlagen.

Digitale Beteiligung bis 29. August

Die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger gehen ein in einen Wettbewerb für professionelle Freiraumplaner, den die Stadt im Herbst ausschreiben wird. Bürgerversammlungen und Workshops lassen sich zurzeit nicht sinnvoll durchführen, so dass das digitale Format eine praktikable und niederschwellige Alternative ist. Die Online-Plattform ist drei Wochen lang zugänglich und noch bis zum Samstag, 29. August, geöffnet.

Die Plattform ist sowohl über die städtische Homepage als auch über die Ahlen-App zu erreichen. Was erwartet dort die interessierten Bürgerinnen und Bürger? „Neben Informationen zum Wettbewerbsverfahren wird es zentral um eine interaktive Ideenkarte gehen, auf der Wünsche und Anregungen eingetragen, verortet und erläutert werden können“, erklärt Thiele. Für alle Unentschlossenen bestehe die Möglichkeit, sich über ein Ideen-Barometer, die aktuell besonders positiv oder negativ bewerteten Vorschläge anzeigen zu lassen, um der Diskussion besser folgen und daran teilnehmen zu können. Zudem könne sich jeder über ein sogenanntes Ideen-Roulette mit zufällig aufgerufenen Themen und Diskussionspunkten beschäftigen. 

Foto: Angeregte Gespräche am Infostand.

Angeregte Gespräche am Infostand.


Foto: Über Ideen für den Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz sprachen mit Marktbesuchenden (v.l.) Hermann Huerkamp, Fatma Bozdogan (Stadtteilbüro), Karina Krzewina (Stadtteilbüro), Dr. Alexander Berger, Jörg Hakenesch (WFG), Markus Gantefort, Dennis Thiele und Ellen Wiewelhove (Planungsbüro Post, Welters + Partner).

Über Ideen für den Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz sprachen mit Marktbesuchenden (v.l.) Hermann Huerkamp, Fatma Bozdogan (Stadtteilbüro), Karina Krzewina (Stadtteilbüro), Dr. Alexander Berger, Jörg Hakenesch (WFG), Markus Gantefort, Dennis Thiele und Ellen Wiewelhove (Planungsbüro Post, Welters + Partner).


Foto: Zur Zukunft des Platzes gehört auf jeden Fall der Koloniemarkt am Dienstag und Freitag.

Zur Zukunft des Platzes gehört auf jeden Fall der Koloniemarkt am Dienstag und Freitag.


Foto: Vorschlag notiert: Eine Bronzeskulptur der früheren Zeche Westfalen kann sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger vorstellen …

Vorschlag notiert: Eine Bronzeskulptur der früheren Zeche Westfalen kann sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger vorstellen …


Foto: … für das südliche Platzende.

… für das südliche Platzende.