Verkehrsentwicklung

Auto - Bus - Rad - Fuss

2018: Startschuss für Maßnahmenpaket II - Diskussion mit Bürgern über die Förderung des Radverkehrs auf der Straße

Bis Ende des Jahres will die Stadt einen Strauß an Maßnahmen umsetzen, die zwischen der Wersebrücke an der Weststraße und dem Gebrüder-Kerkmann-Platz die Leichtigkeit des Verkehrs sicherstellen und Fahrradfahrer im Verkehrsraum sichtbar machen sollen. Die Weststraße soll eine städtebauliche Aufenthaltsqualität für alle Verkehrsteilnehmer erhalten. Die Stadt diskutierte hierzu mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, wie neue Wege in die Innenstadt führen und stellte das Konzept für eine fahrradfreundliche City vor.

  • Entschleunigung: Tempo 30 auf der Südspange des Innenstadtrings
  • Verstetigung: Ampeln werden in den Standby-Modus gesetzt
  • Förderung der Wahlfreiheit für das Radfahren auf der Straße und konsequente Führung an Knotenpunkten
  • Umgestaltung der Weststraße in Anknüpfung an die Fußgängerzone zur befahrbaren Begegnungszone mit Tempo 20

Hier finden Sie die umfassende Präsentation, an der neben den Fachstellen der Verwaltung auch externe Ingenieurbüros mitgewirkt haben.

 

2017: Maßnahmenbündel I zur Förderung des Radverkehrs in der City wird umgesetzt

Im ersten Schritt sollen mit finanzieller Unterstützung des Bundes Einbahnstraßen des Innenstadtverkehrsrings geöffnet, die Fußgängerzone für den Radfahrer besser erreichbar und neue sichere Radabstellanlagen in der Innenstadt aufgestellt werden. Zudem werden voraussichtlich im November 2017 die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Gebrüder-Kerkmann-Platzes beginnen.

In einer Informationsveranstaltung wurden interessierte BürgerInnen am Dienstag, den 12. September umfangreich über die geplanten Baumaßnahmen informiert und über die Hintergründe aufgeklärt.

Die Vorträge der beteiligten Fachbereiche im Rathaus stehen als Gesamtpräsentation hier für Sie bereit.

Präsentation RADVERKEHR Baumaßnahmen 2017

 

2016: Teilnahme am Bundeswettbewerb "Klimaschutz im Radverkehr"

 

Erstmals hatte das Bundesumweltministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative im April 2016 den Wettbewerb "Klimaschutz im Radverkehr" ausgelobt. Der bundesweiten Konkurrenz um ein innovativen Ansatz zur Förderung des Radverkehrs konnte Ahlen stolz begegnen: Mit Datum vom 7.12.2016 wurde der städtische Förderantrag zur Umsetzung des Radverkehrskonzepts für die Innenstadt bewilligt. Das Plankonzept sticht hervor durch einen flächenhaften Ansatz von Maßnahmen auf dem kompletten Innenstadtverkehrsring sowie eine Verzahnung der Maßnahmenumsetzung mit einer umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Dabei geht es sowohl um Akzeptanz als auch um Aufklärung aller Verkehrsteilnehmer.

Eine Übersicht der bislang bundesweit geförderten Projekte aus diesem Programm finden Sie hier.

 

2016: Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans für die Innenstadt

Die Innenstadt unterliegt einem ständigen Wandel. Aktuelle Entwicklungen wie das HBB-Zentrum in der Fußgängerzone oder der Zuwachs von E-Bikes als Alternative zum Auto stellen die Erreichbarkeit der Innenstadt vor neue Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund erarbeitet die Stadt Ahlen eine Fortschreibung der Konzeptideen aus dem Jahr 2008 für die Innenstadt. Es fanden bereits umfangreiche Neuerhebungen statt, unter anderem eine Parkraumerhebung und Auslastungszählung sowie die Analyse der Situation von Radfahrern und Fußgängern. Außerdem wurde das Verkehrsmodell zur Abbildung der Straßenverkehrsbelastung in der Innenstadt aktualisiert. 

Die zahlreichen Maßnahmenansätze zum Radverkehr wurden im Juni 2016 in einer Bürgerinformationsveranstaltung im Detail beleuchtet. Eine interessierte Zuhörerschaft von ca. 50 Bürgerinnen und Bürgern diskutierte im Anschluss vielschichtig und kontrovers die Konzeptideen. Herr Dr. Berger bedankte sich ausdrücklich für das Engagement und hat weitere Schritte zur Einbindung der Öffentlichkeit angekündigt.

Die Bausteine der Veranstaltung finden Sie hier:

1. Radwegekonzept (Vortrag von Herrn Volpert, Geschäftsführer des Büro Lk Argus Kassel)

2. Ablauf und Kurzeinführung zur Mitgliedschaft der Stadt Ahlen im Arbeitskreis fahrradfreundliche Städte (AGFS)

3. Imagefilm "AGFS - Wir bewegen NRW"

Die Maßnahmenvorschläge für den Radverkehr wurden im Juli 2016 bereits mit der Politik erörtert und auf Grundlage eines Ratsbeschlusses eine Förderung für die Umsetzung beantragt.

 

Voraussichtlich im Jahr 2018 werden weitere Maßnahmenvorschläge (z.B. Parkraum) entwickelt sein und vorgestellt werden.

 

 

2015: Mitgliedschaft im Netzwerk fahrradfreundlicher Städte besiegelt

Der Rat der Stadt Ahlen hatte 2011 beschlossen, sich für einen Beitritt in die „Arbeitsgemeinschaft der fahrrad- und fußgängerfreundlichen Städte in Nordrhein Westfalen“, kurz AGFS, zu bewerben und gemeinsam mit Radfahrern den Anforderungen zu entsprechen. Am 17.08.2015 ist die Stadt Ahlen feierlich in den Kreis der fahrradfreundlichen Städte aufgenommen worden. Die Urkunde der Bewertungskommisssion aus fachkundigen Vertretern des Landes NRW wurde auf Bewährung für fünf Jahe ausgestellt. Die Aufnahme sei als Startschuss zu verstehen: „Es ist noch eine Menge Luft nach oben, wir müssen noch fahrradfreundlicher werden“, rief der Bürgermeister Politik, Verwaltung und Bürgerschaft auf, mehr aufs Rad zu setzen.

In einem illustren Kreis von 72 Städten und Gemeinden, die sich in NRW ganz besonders um gute Bedingungen für den nicht motorisierten Verkehr bemühen, ist der Erfahrungsaustausch untereinander und der kurze Draht zu Experten im Verkehrsministerium besonders wichtig. Christine Fuchs, Vorsitzende der AGFS, erklärte: "Fahrrad fahren ist „in“ und immer mehr Menschen steigen um aufs Rad. Das Fahrrad steht für Umwelt- und Klimaschutz und für eine gesunde Mobilität."

 

 

Verkehrsentwicklungsplan -

Integriertes Gesamtkonzept für alle Verkehrsarten aus dem Jahr 2008

Das Rahmenkonzept " Verkehrsentwicklungs- und Lärmminderungsplanung" ist vom Rat der Stadt Ahlen am 30.10.2008 als Leitlinie für zukünftiges politisches Handeln beschlossen worden. Als Nachfolgekonzept der Generalverkehrsplanung beschäftigt sich der Verkehrsentwicklungsplan erstmals nicht nur mit dem motorisierten Kraftfahrzeugverkehr, sondern zudem mit den Umweltfolgen des Straßenverkehrs und alternativen Verkehrsarten wie ÖPNV, Radverkehr und Fußverkehr.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben in den Bürgerversammlungen 2006 und 2008 sowie in weiteren Veranstaltungen zum Gelingen der Planung beigetragen. Der integrierte Verkehrsentwicklungs- und Lärmminderungsplan enthält zahlreiche Karten und Pläne. Er erläutert die vorgeschlagenen Maßnahmen und zeigt Möglichkeiten zur Umsetzung auf. 

Kfz-Verkehr:
-    möglicher Ausbau des Straßennetzes (z.B. Osttangente und Ortsumgehungen)
-    Rückbau und Umgestaltung von Straßenräumen für mehr Verkehrssicherheit und Stadtverträglichkeit
-    Bauliche und Ordnungsrechtliche Maßnahmen zur Reduktion der Lärmbelastung
-    Neue Verkehrsführungen, um eine höhere Gestaltungsqualität zu erreichen und mehr Raum für Fuß- und Radverkehr zu schaffen

Fuß- und Radverkehr:
-    Ausbau des Wegenetzes
-    Nachbesserung des Wegenetzes durch Belagsgestaltung, veränderte Verkehrsführung und größere Wegebreiten
-    Ausbautechnische Hinweise zur baulichen Gestaltung und Markierung von Fuß- und Radwegen
-    Empfehlung von Fahrradabstellanlagen
-    Empfehlung zur Wegeausschilderung

ÖPNV:
-    Strategische Ansätze zur Entwicklung des Stadtbusliniennetzes
Parken:
-    Konzept zur Neuordnung der bewirtschafteten Parkplätze als Grundlage für ein Parkleitsystem
-    Hinweise zu einem Parkleitsystem

Das Rahmenkonzept zur integrierten Verkehrsentwicklungs- und Lärmminderungsplanung ist als gebundenes Exemplar im Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen erhältlich.

Zum Download stehen folgende Teile zur Verfügung:

1. Analysebericht Verkehr und Lärm

2. Abbildungen und Karten Analyse Verkehr und Analyse Lärm

3. Gesamtkonzept Erläuterung

4. Abbildungen und Karten Gesamtkonzept

Ansprechpartnerin im Baudezernat, Südstraße 41 ist Angelika Schöning.