Das Ahlener Mammut kehrt zurück

Sonderausstellung vom 13.5. – 22.7.2018: „Unser Mammut kehrt zurück“… für eine kurze Stippvisite ins Heimatmuseum

 

Wie sehr die Menschen in Ahlen „ihr“ Mammut vermisst haben müssen, zeigt der sehr gute Besuch der Sonderausstellung, die das zusammengesetzte fast dreieinhalb Meter große Skelett eines vor 108 Jahren in Ahlen gefundenen Wollhaarmammuts präsentiert.

Ergänzt wird die Präsentation des Skeletts durch eine umfangreiche Dokumentation, die die Geschichte des Mammuts seit seinem Fund im Jahre 1910 beleuchtet. Stadtchronist Jürgen Rheker trug zahlreiche zeitgenössische Zeitungsartikel und Veröffentlichungen zusammen, die zeigen, wie wechselvoll über mehr als ein Jahrhundert der Umgang mit den Knochenresten war.

Zu sehen sind Mammut und Begleitausstellung bis zum 22. Juli im Heimatmuseum der Stadt Ahlen, Wilhelmstraße 12. Öffnungszeiten: mittwochs und samstags 15.00 bis 18.00 Uhr, sonn- und feiertags 11.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Gruppenanmeldungen nimmt Gabriele Moser-Olthoff vom Kulturamt unter Tel. 02382 59290 (moser-olthoffg@stadt.ahlen.de) entgegen.

Sonderausstellung vom 13. Mai bis 22. Juli:

• Präsentation der originalen Mammutknochen: durch Absperrbänder (Metallständer, armdicke Kordeln) geschützt, auf einem eisernen Gestell einige Zentimeter erhöht, blickt der Eiszeitriese den Besucher direkt an. Allein durch die Größe (Höhe: ca. 3,28 m, Länge: 5,50 m) wird ein Großteil des mittleren Hauptraumes von den Mammutknochen eingenommen. Das Mammut reicht fast bis an die Decke des ohnehin schon sehr hohen Deelenraumes. Der Eiszeitriese kann in dieser Räumlichkeit voll zur Geltung kommen.
• In den beiden seitlichen Gefachen wird die Fund- und Rezeptionsgeschichte des Ahlener Mammuts seit 1910 präsentiert. Einen Teil der sehr spannenden und anschaulichen Aufarbeitung wird durch alte und neue Zeitungsartikel zum Ahlener Mammut präsentiert, die der ehrenamtlich tätige Ahlener Stadtchronist Jürgen Rheker recherchiert und zur Verfügung gestellt hat.
• Auch die spezielle Ahlener Mammutadaption soll dargestellt werden. So gibt es in Ahlen eine mannigfaltige Identifikation mit dem Mammut. Als Beispiel hierfür sind die bunt gestalteten großen und kleinen Mammutplastiken zu nennen, die seit 2013 im Stadtbild zu sehen sind, oder die seit dem Jahr 1988 stattfindenden Mammutspiele in den Sommerferien oder auch der seit dem Jahr 2006 vergebene Ahlener Wirtschaftspreis, der durch die Bronzeplastik des Künstlers Andrzej Irzykowski in der Form des eines Mammuts manifestiert wird.
• Die Mammutschule unterstützt die Ausstellung im Heimatmuseum mit zwei bunt angemalten Mammutplastiken.
• Innerhalb der Dauerausstellung im Heimatmuseum werden in Raum Nr.1 weitere originale Artefakte aus der Altsteinzeit präsentiert: ein originaler Mammutstoßzahn und zwei größere Backenzähne. Zudem gibt es Reste von weiteren Tieren aus der Altsteinzeit, also Lebensgenossen des Ahlener Mammuts: ein Unterkieferast vom Fellnashorn bzw. Wollhaarigem Nashorn und ein Horn von einem Wisent.
• Diverse Werkzeuge des Menschen aus dieser Zeit, wie z.B. Pfeilspitzen und Schaber, bezeugen die Jagd des Menschen auf diese Tiere, die als Nahrungsgrundlage des altsteinzeitlichen Menschen dienten. Der Mensch lebte in dieser Zeit als Jäger und Sammler. Da auch das gigantische Mammut mit derartigen Waffen vom Menschen gejagt (und zerlegt) wurde, wird durch die in ihrer vollen Größe aufgestellten Mammutknochen die Jagdleistung der Eiszeitmenschen, die tagtägliche Gefahr und der Überlebenskampf, dem der damalige Mensch ausgesetzt war, sicher für den heutigen Besucher der Ausstellung noch einmal bewusster, denn er steht unmittelbar vor den Knochen des Eiszeitgiganten.
• Die Sonderausstellung zum Ahlener Mammut richtet sich an alle interessierten Ahlener: Sowohl Einzelbesucher als auch Schulklassen, aber auch Familien sollen mit der Mammutausstellung angesprochen werden.

Lebendige Geschichte – das Heimatmuseum Ahlen

Lebendige Geschichte - das Heimatmuseum Ahlen

Geschichte ist spannend, besonders, wenn sie so präsentiert wird…

Das Ahlener Heimatmuseum bietet die Möglichkeit, die Vergangenheit der Umgebung einmal ganz anschaulich kennenzulernen. Das ist gleichermaßen unterhaltsam wie interessant und macht Geschichte zu einem regelrechten Freizeitvergnügen.

Der Peters´sche Hof ist ein Vierständerhaus aus dem 17. Jahrhundert und damit ein beeindruckendes Zeugnis der münsterländischen Ackerbürgerkultur, direkt im Herzen der Ahlener Altstadt. Einen Schwerpunkt legt das Heimatmuseum auf die Darstellung der Stadtentwicklung. Hier wird durch zahlreiche Objekte erläutert, wie sich die Stadt Ahlen entwickelt hat. Gezeigt werden erste steinzeitliche Artefakte aus dem Ahlener Raum, frühe Siedlungsspuren, mittelalterliche Stadtstrukturen und die Entwicklung der Ahlener Industrialisierung.

Der neu eingerichtete museumspädagogische Raum bietet Schulklassen die Möglichkeit, Stadtgeschichte an diesem außerschulischen Lernort intensiv und anschaulich zu begreifen.

Im Sonderausstellungsraum „Alte Deele“ werden immer wieder interessante und anschauliche Ausstellungen zur Ahlener Stadtgeschichte präsentiert.  Zudem bietet die ackerbürgerliche Flettküche mit ihrer alten Kaminanlage eine sehr ansprechende Atmosphäre als Veranstaltungsort für standesamtliche Trauungen.

Adresse
Heimatmuseum der Stadt Ahlen
Wilhelmstraße 12
59227 Ahlen
Telefon: 0 23 82 / 59-290 oder 0 23 82 / 59-529

Öffnungszeiten

Das Heimatmuseum ist derzeit nur zu Sonderöffnungszeiten (Ausstellungen usw.) geöffnet. Diese Öffnungszeiten sind in der jeweiligen Beschreibung einer Ausstellung angegeben.

Trauungen und Schulklassenführungen finden dort nach Absprache mit dem Standesamt bzw. dem Heimatmuseum auch weiterhin statt.