Das „Ahlener Mammut“ war ein Publikumsmagnet

Sonderausstellung ist beendet: „Unser Mammut kehrte zurück“… für eine kurze Stippvisite ins Heimatmuseum

Mit einem nochmaligen Besucherrekord ist die Sonderausstellung zum Ahlener Mammut im Heimatmuseum der Stadt zu Ende gegangen. 568 Besucherinnen und Besucher nutzen am letzten Tag die Gelegenheit, das Originalskelett eines vor 41.000 Jahren in Ahlen beheimateten Wollhaarmammuts zu sehen.

Das 1910 in einer Tongrube am heutigen Mammutpfad entdeckte Skelett hat damit während der zweimonatigen Ausstellung exakt 5219 Menschen angezogen. „Ein absoluter Spitzenwert in der Geschichte aller Ausstellungen, die wir bislang im Heimatmuseum gezeigt haben“, zeigt sich Kulturfachbereichsleiter Christoph Wessels mit dem öffentlichen Zuspruch „mehr als zufrieden.“

Eingetreten sei das, was Bürgermeister Dr. Alexander Berger schon bei der Ausstellungseröffnung prophezeit habe. „Die Identifikation der Ahlener mit ihrem Mammut wird durch die Ausstellung noch stärker“, war Ahlens Bürgermeister überzeugt. Dazu beigetragen habe auch die Präsentation einer umfangreichen Dokumentation, die die Geschichte des Mammuts seit seinem Fund belegte. Stadtchronist Jürgen Rheker trug zahlreiche zeitgenössische Zeitungsartikel und Veröffentlichungen zusammen, die zeigten, wie wechselvoll über mehr als ein Jahrhundert der Umgang mit den Knochenresten war. „Diese Geschichten waren vielen Besuchern gar nicht bekannt und haben immer wieder zu regen Diskussionen Anlass gegeben“, hatte Wessels bei verschiedenen Führungen festgestellt. Überwiegend Heiterkeit haben rückblickend die viele Jahrzehnte zurückliegenden Versuche ausgelöst, dem Mammut bzw. einer Nachbildung zu dauerhaftem Ruhm in Ahlen zu verhelfen.

In den nächsten Tagen wird das Mammutskelett wieder fachmännisch zerlegt und in Kartons verstaut. Wann es wieder in der Pracht der letzten zwei Monate zu sehen sein wird, ist unklar. Seit seinem Fund vor einhundertacht Jahren ist das Münsteraner Geomuseum Eigentümerin des Skeletts, hat wegen der sich seit zehn Jahren hinziehenden Umbauarbeiten der Museumsräume aber derzeit keine Möglichkeit, das Prunkstück der Sammlung zu zeigen. Nur dank dieser Umstände wurde die Sonderausstellung in Ahlen möglich.
 
Ausdrücklich danken will Christoph Wessels seinen Mitarbeiterinnen Gabriele Moser-Olthoff und Petra Schäfer, die sich nicht nur während der Ausstellung, sondern schon bei ihrem Zustandekommen „mit viel Herzblut engagiert haben.“ Unzählige Besuchergruppen seien von Moser-Olthoff durch die Ausstellung geführt worden und haben dabei auch viel über die Lebensweise der eiszeitlichen Menschen erfahren. „Vor allem die Kinder- und Schülergruppen waren immer wieder baff, wenn sie vor dem über drei Meter großen Riesen standen.“ Für Christoph Wessels steht nach der erfolgreichsten Ausstellung, die das Heimatmuseum je gezeigt hat, fest: „Wer das Mammut sah, den hat es nicht kalt gelassen.“ Die Präsentation werde noch sehr lange im Gedächtnis der Ahlener Menschen bleiben.

Lebendige Geschichte – das Heimatmuseum Ahlen

Lebendige Geschichte - das Heimatmuseum Ahlen

Geschichte ist spannend, besonders, wenn sie so präsentiert wird…

Das Ahlener Heimatmuseum bietet die Möglichkeit, die Vergangenheit der Umgebung einmal ganz anschaulich kennenzulernen. Das ist gleichermaßen unterhaltsam wie interessant und macht Geschichte zu einem regelrechten Freizeitvergnügen.

Der Peters´sche Hof ist ein Vierständerhaus aus dem 17. Jahrhundert und damit ein beeindruckendes Zeugnis der münsterländischen Ackerbürgerkultur, direkt im Herzen der Ahlener Altstadt. Einen Schwerpunkt legt das Heimatmuseum auf die Darstellung der Stadtentwicklung. Hier wird durch zahlreiche Objekte erläutert, wie sich die Stadt Ahlen entwickelt hat. Gezeigt werden erste steinzeitliche Artefakte aus dem Ahlener Raum, frühe Siedlungsspuren, mittelalterliche Stadtstrukturen und die Entwicklung der Ahlener Industrialisierung.

Der neu eingerichtete museumspädagogische Raum bietet Schulklassen die Möglichkeit, Stadtgeschichte an diesem außerschulischen Lernort intensiv und anschaulich zu begreifen.

Im Sonderausstellungsraum „Alte Deele“ werden immer wieder interessante und anschauliche Ausstellungen zur Ahlener Stadtgeschichte präsentiert.  Zudem bietet die ackerbürgerliche Flettküche mit ihrer alten Kaminanlage eine sehr ansprechende Atmosphäre als Veranstaltungsort für standesamtliche Trauungen.

Adresse
Heimatmuseum der Stadt Ahlen
Wilhelmstraße 12
59227 Ahlen
Telefon: 0 23 82 / 59-290 oder 0 23 82 / 59-529

Öffnungszeiten

Das Heimatmuseum ist derzeit nur zu Sonderöffnungszeiten (Ausstellungen usw.) geöffnet. Diese Öffnungszeiten sind in der jeweiligen Beschreibung einer Ausstellung angegeben.

Trauungen und Schulklassenführungen finden dort nach Absprache mit dem Standesamt bzw. dem Heimatmuseum auch weiterhin statt.