Abschluss des Sommerleseclubs

Oscars für kreative Leseratten - Sie musste sogar abends aus der Bücherei geschmissen werden, weil sie kein Ende gefunden hat. Inga Tripp hat beim Sommerleseclub als Vielleserin und in der Kategorie Online abgeräumt.

„Und der Oscar geht an…“. Mit diesem berühmten Spruch werden jedes Jahr unter anderem die besten Haupt- und Nebendarsteller gekürt. Oscars gibt es jedoch nicht nur auf der großen Filmbühne, sondern auch beim Sommerleseclub der Stadtbücherei Ahlen. Der fand in diesem Jahr in seiner 14. Auflage statt und wartete coronabedingt mit einigen Neuerungen auf.

„Wir hatten eine Mischung aus digitalen und analogen Formaten sowie kreativen Elementen“, betonte Kulturfachbereichsleiter Christoph Wessels  am Samstag bei der Abschlussveranstaltung. So gab es beispielsweise ein Online-Logbuch für die Gestaltung eigener Geschichten, Vorlesestunden via Facebook und verschiedene Hausaufgaben wie Bastelaktionen.

Eine Bremse für die Lust aufs Lesen? Nein, eher ein Beschleuniger: Denn mit 1629 Stempeln in den insgesamt 119 Logbüchern und 202 teilnehmenden großen und kleinen Leseratten übertrafen die Teilnehmer das Vorjahresniveau sogar noch.
 
Oscars in vier Kategorien

„Sie alle haben dafür gesorgt, dass es trotz der besonderen Umstände ein voller Erfolg geworden ist“, freute sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger über die Resonanz. Er übergab an die besten Teilnehmer in den vier Kategorien Vielleser, Logbuchgestaltung, Kreativität und Online die Oscars des Sommerleseclubs sowie Sachpreise von McDonalds.

Als Vielleserin tat sich Inga Tripp  (10) hervor. „Ich habe sie einmal sogar abends aus der Stadtbücherei geschmissen, weil sie kein Ende gefunden hat“, konnte Conny Davis den großen Leseeifer mit einem Augenzwinkern bestätigen.

Das schönste Logbuch hat Dilayla Peper (11) gestaltet. „Das Logbuch hat sie auf vielen Seiten mit Zeichnungen und Fotos gestaltet und das von allen Teilnehmern am konsequentesten gemacht“, begründete die Jury um Marita Junkmann, Ulrike Salisch und Gerd Kruse ihre Entscheidung.
 
Besonders kreative „Sommermäuse“

Als besonders kreativ entpuppte sich das Team „Sommermäuse“ bestehend aus den Geschwistern Lea (4), Finn (6), Leon (9) und Felix (10) Kummutat: Gleich eine ganze Kiste selbst gebastelter Gegenstände brachten sie in die Stadtbücherei.

Besonders kreativ im digitalen Bereich zeigte sich wiederum Inga Tripp, die aus mehreren bekannten Märchen der Gebrüder Grimm ein eigenes Märchen („Die verwunschenen Prinzessinnen“) entwickelte.

Anders als sonst konnte die Oscarverleihung in diesem Jahr nicht im Kino stattfinden, wo sonst immer eine zentrale Übergabe der Zeugnisse erfolgte und ein Film gezeigt wurde. Für kurzfristigen Ersatz sorgten jedoch Ingrid Ton, Franchisenehmerin der McDonalds-Filiale Ahlen, und ihre Restaurantmanagerin Anastasia Saitanidou, die die Sieger kurzerhand in ihr Restaurant einluden. Zu den weiteren Unterstützern gehörten zudem die Sparkasse Münsterland Ost, die Buchhandlung Mayersche Ahlen, das Lädchen am Pilz in Vorhelm sowie der Regionalverkehr Münsterland (RVM). Gefördert wurde der diesjährige Sommerleseclub zudem durch das Kultursekretariat Gütersloh und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

(Quelle: Ahlener Zeitung, Martin Feldhaus)

Die schönste Onlinegeschichte von Inga Tripp ist hier nachzulesen.

Die Oscarverleihung fand in diesem Jahr in der McDonalds-Filiale Ahlen statt.