Hausärztlichen Notdienst in vollem Umfang erhalten

Widerstand hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger gegen die Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) angekündigt, den Umfang des hausärztlichen Notdienstes in Ahlen zu reduzieren. „Es kann für ein Mittelzentrum wie Ahlen nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger in eine Nachbarstadt fahren müssen, wenn sie gesundheitliche Probleme haben“, erklärte Berger am Dienstag.

Erst am Wochenende wurde er darüber in Kenntnis gesetzt, dass die KV die Sprechzeiten der im St.-Franziskus-Hospital untergebrachten ambulanten Notfallpraxis reduzieren möchte.

Die Pläne der KV sehen vor, das ambulante Angebot der niedergelassenen Ärzte am Montag, Dienstag und Donnerstag geschlossen zu lassen. Begründet wird die Einschränkung mit zu geringer Nachfrage. Im Schnitt würden an den betroffenen Tagen nur zwei Patienten pro Stunde behandelt. „Das aber darf kein Kriterium dafür sein, den Hilfe suchenden Menschen trotz ihrer Beschwerden eine lange Anfahrt zuzumuten“, gibt sich der Bürgermeister verständnislos. Er werde im Rahmen seiner Möglichkeiten darauf drängen, an dem bestehenden Angebot keine Abstriche vorzunehmen, kündigt Berger ein Schreiben an die KV an. Er begrüße und unterstütze jeden kreativen Protest, den die Ahlener Ärzteschaft gegen die patientenunfreundliche Entscheidung führen wird.

Montags, dienstags und donnerstags steht die ambulante Notfallpraxis derzeit von 18 bis 22 Uhr zur Verfügung, wenn Erkrankte einen Arzt benötigen und nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können. Von der angekündigten Schließung nicht betroffen sind die Sprechzeiten am Mittwoch und Freitag (13 bis 22 Uhr), sowie am Samstag, Sonntag und an Feiertagen (8 bis 22 Uhr).

Im St.-Franziskus-Hospital ist die ambulante Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte untergebracht.

Foto: Im St.-Franziskus-Hospital ist die ambulante Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte untergebracht.

Im St.-Franziskus-Hospital ist die ambulante Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte untergebracht.