Krankenpflegeschüler warten auf Erlaubnis zur Einreise

In einem Schreiben an Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Behördenleitungen setzte sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger dafür ein, dass sieben qualifizierte Anwärter aus dem Kosovo in Kürze ihre Ausbildung an der St.-Franziskus-Krankenpflegeschule beginnen können.

Durch die Corona-Krise und dem damit verbundenen Einreisestopp nach Deutschland sitzen die angehenden Auszubildenden in der Hauptstadt Pristina bei Verwandten und Freunden fest. Alle verfügen über unterschriebenen Ausbildungsverträge mit der Krankenpflegeschule in Ahlen.

„Ich wende mich an Sie mit einer dringlichen Bitte“, heißt es in dem Brief, der unter anderem an die Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker (CDU) und Bernhard Daldrup (SPD) adressiert ist. Berger weist auf die Situation der Auszubildenden hin, die das Direktorium des St.-Franziskus-Hospitals Ahlen nach erfolgreichen Bewerbungsgesprächen im Kosovo gewinnen konnte. „Vor dem Hintergrund, dass wir in Deutschland dringend medizinisches und pflegerisches Personal zur Unterstützung brauchen, wir sowieso schon unter einem Pflegepersonalmangel leiden, in Pristina motivierte Auszubildende sitzen, bei denen sämtliche Voraussetzungen für den Ausbildungsbeginn in Deutschland erfüllt sind, unterstütze ich nachdrücklich die Bitte des Direktoriums, die Einreise der Auszubildenden zu gewährleisten.“

Berger ersucht die Angeschriebenen, alles in ihrer Macht stehende dafür zu tun, den jungen Menschen – „auf deren Hilfe wir existenziell angewiesen sind“ – die Einreise zu ermöglichen. Ahlens Bürgermeister hofft auf Ausnahmetatbestände, die die Einreise im Rahmen humanitärer Hilfe bzw. zur Unterstützung medizinischer Infrastrukturen ermöglichen.

Foto: Auszubildende der Ahlener Krankenpflegeschule

Auszubildende der Ahlener Krankenpflegeschule