Neuer Geschäftsführer kommt, Bewährtes bleibt

Einer der ersten Termine führte den hauptamtlichen Geschäftsführer des neu gegründeten AWO Unterbezirks Ruhr-Lippe-Ems gleich nach seiner Berufung ins neue Amt nach Ahlen. Im Rathaus nahm Rainer Goepfert die Glückwünsche von Bürgermeister Dr. Alexander Berger entgegen, der dem 59-jährigen Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Ralf Topp „viel Erfolg und immer ein offenes Ohr für Ahlen“ wünschte.

Der neue Unterbezirk umfasst das Gebiet der Kreise Unna, Warendorf und der Stadt Hamm. Er entsteht aus der Fusion der Unterbezirke Unna und Hamm-Warendorf, zu dem Ahlen bislang gehörte. Die Altbezirke werden zum 31. Dezember aufgelöst.

Rainer Goepfert ist seit Anfang 2016 Geschäftsführer des Unterbezirks Unna. Zuvor war er bereits seit 29 Jahren in unterschiedlichen beruflichen Funktionen für die AWO im Unterbezirk Dortmund tätig. Vor der Tendenz, Untergliederungen von Verbänden aus wirtschaftlichen Gründen zusammenzulegen, habe auch die AWO sich nicht verschließen können. Die Fusion der Unterbezirke Hamm-Warendorf und Unna habe sich angeboten, „weil die Angebotsstrukturen in beiden Räumen vergleichbar sind“, so Goepfert. Auf die Arbeit der Beschäftigten in den Ahlener AWO-Einrichtungen soll sich die Zusammenlegung nicht auswirken. Bedenken des Bürgermeisters, die AWO könne ihre Präsenz in Ahlen reduzieren, zerstreute der Geschäftsführer: „Die Geschäftsstelle in Ahlen bleibt bestehen, und auch die personelle Kontinuität bleibt mit hier bekannten Gesichtern gewahrt.“

Die AWO sei seit Langem für die Stadt Ahlen ein guter Partner, befand die Leiterin des Fachbereichs für Jugend, Soziales und Integration, Ulla Woltering, im Gespräch mit Goepfert. Nicht nur als Trägerin von Kindertagesstätten und der Sozialstation, auch in der ambulanten Familienhilfe, in der Integrationsagentur und in Projekten wie „Demokratie leben“ und „Jugend stärken im Quartier“ sei die soziale Kompetenz der Arbeiterwohlfahrt für die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Bürgermeister Berger lud den neuen Geschäftsführer ein, sich aktiv an der Sozialraumanalyse im Ahlener Südosten einzubringen. „Dort müssen wir die Trägerlandschaft so aufstellen, dass Doppelstrukturen aufgedeckt und zurückgefahren werden.“ Auf einer sozialen Stadtrundfahrt will Ulla Woltering Rainer Goepfert demnächst die Wersestadt nahebringen. Glücklich mit seinem Nachfolger und dem abgeschlossenen Fusionsprozess zeigte sich Ralf Topp. Er sei zufrieden, dass vor allem eines zu erreichen war: „Kein Abbau von Arbeitsplätzen, außer meinem.“

Über den Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems:
Der Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems verantwortet die hauptamtliche Arbeit von rund 2.000 Mitarbeitenden der AWO und ihrer Tochtergesellschaften Bildung + Lernen gGmbH, „DasDies“ Service GmbH und AWO Gebäudeservice GmbH in der Stadt Hamm sowie in den Kreisen Unna und Warendorf.
Die Kindertagesbetreuung mit 45 Kindertageseinrichtungen und Familienzentren sowie 30 Offene Ganztagsschulen bilden aktuell die größten Aufgabenbereiche. Die ambulanten und stationären Betreuungs- und Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen, Wohn- und Serviceangebote für Senioren und pflegebedürftige Menschen sowie Inklusionsbetriebe sind weitere wichtige Tätigkeitsbereiche. Darüber hinaus reichen die Angebote von beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen über Beratungsangebote, Sprach- und Integrationskurse bis hin zu Radstationen und Secondhand-Kaufhäusern.

Foto: Zum ersten Mal im Ahlener Rathaus war Rainer Goepfert (2.v.l.). Ihn begrüßten Ralf Topp, Dr. Alexander Berger und Ulla Woltering.

Zum ersten Mal im Ahlener Rathaus war Rainer Goepfert (2.v.l.). Ihn begrüßten Ralf Topp, Dr. Alexander Berger und Ulla Woltering.