Ahlener Erfahrungen helfen Land bei Präventionsarbeit

Allen Kindern und Jugendlichen gleiche Chancen beim Aufwachsen zu bieten, ist Anliegen der Ahlener Präventionskette. Ihren Aufbau unterstützt das das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI). In Ahlen ist die Präventionskette seit zwei Jahren eines der wichtigsten sozialpolitischen Vorhaben.

Sie führt Angebote und Maßnahmen für Kinder und Familien zusammen, um von der Schwangerschaft bis zum Berufseintritt der Kinder für gute Bedingungen zu sorgen. „Das ist natürlich mit einem hohen Abstimmungs- und Koordinationsaufwand verbunden, um alle Angebote miteinander zu vernetzen und Versorgungslücken aufzuspüren“, sagt Ursula Woltering, zuständige Fachbereichsleiterin der Stadt Ahlen. Neue Impulse für diese Aufgabe holte sie sich nun in Düsseldorf, konnte dort aber auch über die Erfolge in Ahlen berichten. 

Woltering war beim MKFFI zu einem Workshop über die Neuausrichtung des Präventionsansatzes in NRW eingeladen. Miteinander ins Gespräch kamen dabei neben den beteiligten Ministerien Vertreter von sieben Städten und weitere Akteure. So wie auf kommunaler Ebene müssen auch auf Landesebene verschiedene Ressorts, sprich Ministerien, eng zusammenarbeiten, um die Prävention voranzutreiben. „Ich habe mich gefreut, in dieser hochkarätigen Veranstaltung die kommunale Perspektive vertreten zu dürfen.“ Ahlen sei mit „unserer guten Arbeit hier vor Ort“ positiv aufgefallen. Woltering konnte dabei viele Erfahrungen aus der Praxis einbringen. Was ihr noch wichtiger ist: „Unsere Vorstellungen zu notwendigem Förderbedarf fand ich durch die anderen Kommunen voll bestätigt.“ Unterstützung erfuhr ihre Positionen hinsichtlich einer kontinuierlichen Förderung der Geschäftsstelle für Präventionsketten. Zustimmung auch zu ihrem Plädoyer für ein ungeplantes kleineres Budget, das befähigen soll, Arbeitsansätze zu erproben. Ihre dritte Forderung betraf die Förderung von gezielten Maßnahmen auf Grundlage von Anreizsystemen und fortlaufenden Zertifizierungen nach Vorbild der Kita-Familienzentren. „Ich bin gespannt, was am Ende davon bei uns an der Basis ankommen wird.“

Foto: Ulla Woltering im Gespräch mit Manfred Walhorn, Leiter der Abteilung Kinder und Jugend im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI).

Ulla Woltering im Gespräch mit Manfred Walhorn, Leiter der Abteilung Kinder und Jugend im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI).