Die Steuerungsgruppe befürwortet die Umsetzung des sozialräumlichen Präventionsmonitorings

„Mit dem Konzept der Ahlener Präventionskette wird das Ziel verfolgt, alle notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit alle Kinder und Jugendlichen in Ahlen gesund aufwachsen können und gute Zukunftsperspektiven haben. Dieser Auftrag ist ohne das datenbasierte Wissen nicht zu erreichen“, dies machte Marina Bänke, die Koordinatorin der Ahlener Präventionskette auf der Sitzung der Steuerungsgruppe am 3. Dezember klar.

Um zielgerichtet planen und handeln sowie konkrete Ergebnisse erzielen zu können, muss zunächst die Frage nach Aufwachsbedingungen und Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in Ahlener Sozialräumen beantwortet werden. Eine objektive Abbildung der Lebenssituationen von Familien ist für die Sozialplanung maßgeblich. Das Präventionsmonitoring ist hierfür ein passendes Analyseinstrument. Dies bestätigten auch Dr. Heinz-Jürgen Stolz, wissenschaftlicher Bereichsleiter Prävention von der Landeskoordinierungsstelle „Kommunale Präventionsketten NRW“ aus Münster und Norbert Wörmann, Geschäftsführer von der Fachstelle für sozialraumorientierte Armutsbekämpfung aus Gelsenkirchen, die an der Sitzung der Steuerungsgruppe als Experten teilnahmen.

Jährliche Sozialberichterstattung liefert die Datenbasis für die strategische Sozialplanung in der Kommune - weg von gefühlten Problemlagen hin zu den Fakten: Wo innerhalb der Stadt haben wir eine Häufung von prekären Lebenslagen? Geht das Geld in die richtigen Quartiere? Bei welchen Hilfearten haben wir besonders hohe Fallzahlen, welche sind besonders teuer? Und schließlich: Was heißt das für unsere Steuerung und was muss getan werden, um optimale Rahmenbedingungen für gutes und gesundes Aufwachsen zu schaffen? Ein kleinräumiges Monitoring ist somit für eine passgenaue Maßnahmenplanung unverzichtbar. Es bringt verschiedene Fachplanungen zusammen und ermöglicht, in Sozialräumen nach Prioritäten zu handeln. Zugleich machte Marina Bänke deutlich, mit welchem Aufwand die Umsetzung für alle Beteiligten verbunden ist. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe signalisierten ihre Mitwirkungsbereitschaft, denn der Mehrwert und Nutzen wären enorm.

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