Familienzentren an Grundschulen

Im Herbst 2017 wurde das erste, kommunal finanzierte Familienzentrum zur modelhaften Erprobung an der Mammutschule eingerichtet. Aufgrund sehr positiver Erfahrungen und des bestehenden Bedarfes sollen nun mit der Zustimmung der Fachausschüsse und der Steuerungsgruppe der Präventionskette drei weitere Familienzentren in 2020 entstehen. Die ausgewählten Schulstandorte sind die Diesterwegschule, die Albert-Schweitzer-Schule und die Don-Bosco-Schule.

„Das Familienzentrum an der Mammutschule hat sich durch seine Arbeit für den Schulstandort und insbesondere für die Eltern als gewinnbringend und wirksam erwiesen. Es hat sich zu einem Ort der Begegnung entwickelt, an dem die Eltern Beratung und Unterstützung sowie einen Austausch untereinander finden“, resümiert Elke Walter, Schulleitung der Mammutschule, nach zwei Jahren. Hier finden Familienbildungs- und Beratungsangebote zu Erziehungsfragen, Haushaltsmanagement oder Gesundheitsförderung statt. Familien erfahren persönliche Begleitung, das bedeutet: Hausbesuche, Gesprächsangebote, konkrete Entlastung im Alltag, Begleitung zu Beratungsstellen und Ämtern, gemeinsames Ausfüllen von Anträgen und vieles mehr. Auch die Lehrkräfte der Schule erleben das Familienzentrum immer mehr als eine sehr hilfreiche und entlastende Brücke zu Elternschaft, so dass die schulischen Themen und Anliegen mit Eltern viel schneller kommuniziert und geregelt werden können.  

Diese Ressource soll nun drei weiteren Schulen zu Gute kommen. Die Diesterwegschule, die Albert-Schweitzer-Schule und die Don-Bosco-Schule beschulen Kinder, deren Familienleben zum größten Teil durch geringe finanzielle Mittel, Migrationshintergrund und Bildungsbenachteiligungen gekennzeichnet ist. Die Schulleitungen melden daher einen dringenden Bedarf nach einer noch intensiveren Elternarbeit, kombiniert mit entsprechenden Gruppen- und Familienangeboten.

Hilfreich ist es zudem, dass sich 10 Kommunen in NRW zu einer Initiative „Familienzentren an Grundschulen NRW“ zusammengeschlossen haben. Neben Ahlen gehören u.a. Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Bochum dazu. Die Initiative wurde durch die Wübben Stiftung initiiert, die Gelsenkirchen bereits vor einigen Jahren bei der Einrichtung der ersten Familienzentren an Grundschulen begleitete. Sie wird durch das Familien- und Schulministerium NRW unterstützt und hat das Ziel, den Prozess zu verstärken und das Thema weiter auf die (politische) Agenda zu setzen. Weitere Ziele sind:

  • Interkommunalen Austausch sowie Beratung und Wissenstransfer über Beispiele guter Praxis, Methoden und Finanzierungsmodelle zu fördern, 
  • Verständigung über die Grundidee und zentrale Elemente von Familienzentren an Grundschulen zu schaffen,
  • Entwicklung von Qualitätsrahmen zu initiieren,
  • Wirkung der Familienzentren sichtbar zu machen.
     
Foto: Denise Runge

Foto: Austausch Finanzierung

Foto: Wirkung und Evaluation

Foto: Struktur und Organisation