Kinderbetreuung: Stadt sucht in Dolberg Räumlichkeiten für eine Großtagespflegestelle

„Lieber heute als morgen“, antwortet André Deppe auf die Frage, wann er die Großtagespflegestelle für Kinder in Dolberg errichten möchte. Erfreulich viele Mädchen und Jungen im Vorschulalter leben im Ahlener Ortsteil und sollte in absehbarer Zeit auf „Hases Wiese“ ein neues Baugebiet entstehen, dürften vermutlich weitere Kinder über kurz oder lang in die Tagesbetreuung drängen.

Was den zuständigen Gruppenleiter im Ahlener Jugendamt einerseits freut, bereitet ihm andererseits „leises Kopfzerbrechen“, wie Deppe sagt.

Die Kapazitäten zur Betreuung von Kindern sind in Dolberg nämlich bis zum Anschlag ausgeschöpft. Ein neuer Kindergarten käme frühestens, wenn das Baugebiet entwickelt wird. Bis dahin muss die Stadt die Zeit mit einer qualifizierten Zwischenlösung überbrücken. Eine Großtagespflegestelle arbeitet im Prinzip ähnlich wie ein Kindergarten. „Nur ist die Anzahl der Kinder deutlich geringer“, spricht Deppe von maximal neun Kindern je Einrichtung, die von höchstens drei Tagespflegepersonen betreut werden. Betrieben werden soll die Großtagespflegestelle in Dolberg von einem anerkannten Träger der Jugendhilfe. Im gesamten Stadtgebiet von Ahlen sind derzeit vier Großtagespflegestellen in Betrieb.

Benötigt wird in Dolberg nun eine große Wohnung oder ein leerstehendes Ladenlokal. Verfügen muss die Liegenschaft über einen Spielraum mit Küchenzeile oder separater Küche, einen Ruheraum und einen Sanitärbereich mit der Möglichkeit zum Wickeln. Je nach Zuschnitt kann eine Größe von rund 75 Quadratmeter aufwärts in Frage kommen. Für Deppe wäre ein Außenbereich zum Spielen im Freien „zwar schön, der ist aber nicht zwingend erforderlich.“ Über geeignete Raumangebote würde sich der Gruppenleiter sehr freuen.

Weitere Informationen gibt es bei André Deppe unter Tel. 02382 59708 (deppea@stadt.ahlen.de).

Foto: Luftbild Dolberg

Luftbild Dolberg