Übergang von Kita in die Grundschule: Abgestimmt und frei von Brüchen

Anfang der Woche fand der erste gemeinsame Fachtag für die Ahlener Kindertageseinrichtungen und Grundschulen im JuK-Haus statt. Das Ziel dieser systemübergreifenden Fortbildung mit fast 50 Teilnehmenden war es, sich auf die gemeinsame Gestaltung von Bildungsprozessen zu verständigen, um den Übergang von der Kita in die Grundschule möglichst bruchfrei gestalten zu können.

Was macht Kita? Was führt Schule weiter? An welchen Stellen bauen die Konzepte bereits aufeinander auf und wie können weitere gemeinsame Bausteine entwickelt werden? Diese Fragen standen im Fokus der ganztägigen Veranstaltung, die mit einem Fachvortrag zu den Bildungsgrundsätzen NRW startete. Prof. Dr. Timm Albers von der Universität Paderborn berichtete aus der Theorie und Praxis, was genau die Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren beinhalten und wie sie sich in Kita und Grundschule praktisch umsetzen lassen. Gleichzeitig ermutigte er das Ahlener Fachpublikum: „Die Zusammenarbeit fängt mit gegenseitigem Kennenlernen an. Das ist ein langer Prozess und kostet oft Überwindung. Doch am Ende profitieren alle davon.“ Dabei können die Bildungsgrundsätze, die durch das Familien- und Schulministerium beschrieben worden sind, als Kompass dienen und noch mehr Anlässe für praktische Zusammenarbeit bieten.

Das ließen sich die Ahlener Einrichtungen nicht zweimal sagen: An vier Stationen stellten sie ihre erprobten Konzepte und Methoden in Tandems „Kita-Grundschule“ gegenseitig vor. Dabei waren folgende Bildungsbereiche vertreten: Sprache und Kommunikation, naturwissenschaftlich-technische Bildung, Bewegung und Gesundheit sowie musisch-ästhetische Bildung. Ein weiterer Höhepunkt war der Erfahrungsbericht durch das Familienzentrum St. Ludgeri aus der Arbeit mit dem Programm „Papilio“ zur Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz. 

„Die Übergangszeit von der Kita in die Schule ist für viele Familien mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden. Die Ahlener Kitas als eine abgebende Institution und die aufnehmenden Grundschulen fühlen sich gleichermaßen für einen möglichst gelungenen Übergang verantwortlich und wollen durch noch mehr Zusammenarbeit den Kindern und ihren Eltern unterstützend zur Seite zu stehen“, so Marina Bänke, Koordinatorin der Ahlener Präventionskette. Bianca Tohermes, Leiterin der AWO-Kindertageseinrichtungen und Sprecherin der AG 2 der Präventionskette mit dem Schwerpunkt „Kita- und Grundschulalter“, moderierte den Fachtag und erklärte seine Entstehung: „Mit Beteiligung aller Kitas und Grundschulen hat die Stadt Ahlen im letzten Jahr ein einheitliches Verfahren für den Übergang Kita-Grundschule erarbeitet. Das neu strukturierte Übergangsmanagement mit seinen zwei zentralen Elementen - dem Kooperationskalender und dem Einschulungsprofil – wird nun im gesamten Stadtgebiet umgesetzt. Ein wichtiger Baustein des Übergangsmanagements sind die gemeinsamen Fortbildungen und Fachtage der Fachkräfte aus den beiden Systemen. Heute hatten wir eine gelungene Premiere.“ Die Organisatoren verabschiedeten die Teilnehmenden mit der Aussicht auf jährliche Fachveranstaltungen.

Foto: Die Vertreterinnen der Diesterwegschule erläuterten ihr Konzept zur Sprachförderung, insbesondere für Seiteneinsteiger.

Die Vertreterinnen der Diesterwegschule erläuterten ihr Konzept zur Sprachförderung, insbesondere für Seiteneinsteiger.


Foto: Um Zahlen und Mengen ging es an der Station mit dem Schwerpunkt „naturwissenschaftlich-technische Bildung“, die durch die Kita Beumers Wiese betreut wurde.

Um Zahlen und Mengen ging es an der Station mit dem Schwerpunkt „naturwissenschaftlich-technische Bildung“, die durch die Kita Beumers Wiese betreut wurde.


Foto: Für einen informellen Austausch gab es ausreichend Gelegenheiten beim Kaffee oder Mittagsimbiss.

Für einen informellen Austausch gab es ausreichend Gelegenheiten beim Kaffee oder Mittagsimbiss.