Ambulant Erzieherische Maßnahmen

               

 

Es gibt einen ganzen Katalog von „ambulant erzieherischen Maßnahmen“,
die im Folgenden näher erläutert werden:

Sozialstunden

Sozialstunden werden sowohl in Diversionsverfahren, wie auch in Gerichtsverhandlungen als Auflagen verhängt, um den Jugendlichen und Heranwachsenden ihr begangenes Unrecht deutlich vor Augen zu führen.
Hierbei handelt es sich um gemeinnützige Arbeit, die in Einsatzstellen wie z.B. Jugendhäusern, Kindergärten, Schulen etc. abgeleistet werden.

 
Gruppensozialdienst

Im Gruppensozialdienst werden die Jugendlichen und Heranwachsenden bei der Ableistung ihrer Sozialstunden von fachlich qualifizierten Honorarkräften angeleitet. Es werden dabei Aufträge gemeinnütziger Träger und öffentlicher Einrichtungen ausgeführt. Die Koordination der Einsätze und die Vermittlung der Jugendlichen in das Projekt obliegt der Jugendgerichtshilfe.

Ladendiebstahlkurs

Die Jugendlichen und Heranwachsenden werden zu einem Gruppennachmittag zum Thema Ladendiebstahl eingeladen. Im Vordergrund stehen die persönlichen und strafrechtlichen Konsequenzen der bereits begangenen Ladendiebstähle. Aber auch Reaktionen von Familie und Freundeskreis werden erörtert und der Ablauf der weiteren Strafverfahren und die Folgen bei erneuter Auffälligkeit sind Gegenstand des Kurses.

Verkehrserziehungskurs

Die Jugendgerichtshilfe bietet Jugendlichen und Heranwachsenden, die im Straßenverkehr auffällig geworden sind, in Zusammenarbeit mit der Fahrschule Pahl, die Möglichkeit an, durch Teilnahme an einem Verkehrserziehungskurs die Gesamtzusammenhänge und die damit verbundenen Konsequenzen zu erlernen.

Soziale Trainingskurse

Die Jugendgerichtshilfe führt verschiedene Soziale Trainingskurse durch, zum Teil in Kooperation mit Pari Sozial und der Radiowerkstatt der Volkshochschule Ahlen, zu folgenden Themen:

Gewalt und Sucht 
Im Namen der Ehre
Fussball-Fanverhalten
Gewalt im Rahmen eines Radioprojektes
Mobbing
Konfliktverhalten

Diese Kurse werden je nach Bedarf entwickelt und durchgeführt.

               

Betreuungsweisung

Die Betreuungsweisung ist eine intensive längerfristige Einzelbetreuung für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende, die sich in einer besonders schwierigen Lebenslage befinden und wiederholt wegen nicht unerheblicher Delikte aufgefallen sind. Vorrangiges Ziel der Betreuungsweisung ist es Hilfestellung in Konfliktsituationen bei familiären und sozialen Schwierigkeiten zu geben.

Täter-Opfer-Ausgleich

in Kooperation mit dem SKM (Sozialdienst katholischer Männer)
Der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) ist ein Verfahren bei dem Täter und Opfer einer Straftat mit Hilfe eines Vermittlers versuchen, sich über die Wiedergutmachung eines materiellen oder immateriellen Schadens zu einigen.