Ahlen nimmt am 17. Lernnetzwerktreffen teil

Am 13. September kamen 40 Programmkommunen aus ganz NRW in Köln zusammen, um bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr am Lernnetzwerktreffen teilzunehmen. Intensiver Fach- und Erfahrungsaustausch sowie die Zukunft der Landesinitiative standen ganz oben auf der Tagesordnung. Umso positiver wurde die Videobotschaft vom Staatssekretär Andreas Bothe aufgenommen, in der er die Fortführung des Programms bis zunächst Ende 2018 bestätigte.

Der Septembertag in der Stadt „der tausend Gesichter“ war regnerisch und stürmisch, so wie der Frühsommer für die 40 beteiligten Kommunen. Denn nach den Landtagswahlen bestanden einige Unsicherheiten darüber, wie es mit der Landesinitiative zum Aufbau der kommunalen Präventionsketten weitergehen würde. Ilona Heuchel, geschäftsführender Vorstand des Instituts für Soziale Arbeit (ISA) betonte in ihrer Begrüßung jedoch: „Der Stellenwert präventiver Arbeit ist unbestritten hoch. Viele Kinder und Jugendliche benötigen weiterhin unsere gemeinsamen Anstrengungen, frühzeitig die Weichen für nötige Unterstützung zu stellen.“ Diese Position teilten zweifelsohne auch alle Anwesenden. Als Gastgeber begrüßte Dr. Ralf Heinen, Bürgermeister der Stadt Köln, die Gäste und stellte heraus, dass die Arbeit an der Präventionskette in Köln ein wichtiger Baustein des gesamtstädtischen „Reformvorhabens“ sei, wobei unter anderem „eine Neuorientierung und Neustrukturierung der Hilfesysteme im Ganzen“ auf der Agenda stehe. Ahlen und Dinslaken – als zwei der 18 neu geförderten Programmkommunen – gaben anschließend einen Einblick in die konkrete Arbeit vor Ort. Marina Bänke, die Koordinatorin der Ahlener Präventionskette, und Holger Mrosek, ihr Kollege aus Dinslaken, lieferten praxisnahe Beispiele und gaben ein ebenso authentisches wie anschauliches Bild von der Bedeutung und Situation in der jeweiligen Kommune. So unterschiedlich die Ausgangsbedingungen und Handlungsstrategien auch seien, es gibt eine gemeinsame Zielrichtung und einen gemeinsamen Grundsatz - kein Kind zurückzulassen.

Auch der Staatssekretär Andreas Bothe betonte, dass beste Zukunftschancen für alle Kinder – unabhängig von der sozialen Herkunft – selbstverständlich auch das Ziel dieser Landesregierung seien: "Wir wollen die Prävention stärken, hin zu einer flächendeckenden Verbesserung der Zukunftschancen von Kindern."  Am Nachmittag fanden vier Arbeitsgruppen zum interkommunalen Austausch statt. Hierzu gab es Kurzreferate aus den Kommunen sowie viel Raum für Anregungen und Rückfragen. Marina Bänke stellte im Rahmen einer Arbeitsgruppe die Steuerungsstruktur der Ahlener Präventionskette vor, die sich besonders durch die Intersektoralität, Fachlichkeit und die Hochrangigkeit in der Besetzung auszeichnet.

Foto: Marina Bänke

Foto: Holger Mrosek und Marina Bänke

Gruppenfoto

Foto: Videobotschaft vom Staatssekretär Andreas Bothe