Fachgespäch mit Ahlener Schulen

Am 20. September - knapp drei Wochen nach dem Beginn des neuen Schuljahres - nahmen sich die Schulleitungen zwei Stunden Zeit, um sich konkret mit der Präventionskette zu beschäftigen. Die Schulen und ihre Partner sowie das verwaltungsinterne Managementteam diskutierten über die Rolle und die gezielte Einbindung der Schulen in die Umsetzung der Ahlener Präventionskette. Die zweistündige Veranstaltung fand in den Räumen der Familienbildungsstätte statt.

Übergänge gestalten, Elternarbeit verstärken, Vernetzung ausbauen und Bildung fördern - die Ahlener Schulen und die schulischen Partner, wie z.B. OGS-Träger, arbeiten Hand in Hand an den mit der Präventionskette gesetzten Zielen. Sie verbinden ihren Bildungsauftrag mit den vielfältigen Maßnahmen in den Bereichen Medienerziehung, Sprachförderung oder Stärkung sozialer Kompetenzen und verbessern dadurch die Entwicklungs- und Bildungschancen unserer Kinder. Deshalb ist die aktive Beteiligung der Schulen am Aufbau der Präventionskette von zentraler Bedeutung. „Gerade in dieser Anfangsphase müssen wir alle wichtigen Partner mitnehmen, ihnen zuhören, Wünsche und „Sorgen“ wahrnehmen, Impulse aus der Praxis aufnehmen, aber auch um Mitwirkung werben und Mitwirkungsmöglichkeiten schaffen. Wenn wir uns den vielfältigen Herausforderungen im Sozial- und Bildungsbereich erfolgreich stellen, zeitgemäße Ansätze und nachhaltige Strategien zu deren Bewältigung gemeinsam entwickeln und dies als ein gemeinschaftliche Aufgabe verstehen wollen, dann können die einzelnen Institutionen und Systeme nicht (mehr) in sich geschlossen arbeiten,“ betonte Marina Bänke, die Koordinatorin der Ahlener Präventionskette.

Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte Ursula Woltering, die Fachbereichsleitung Jugend, Soziales und Integration, die Anwesenden und stellte heraus, warum wir ein gesamtstädtisches Präventionskonzept mit Beteiligung aller brauchen. Anschließend skizzierten Brigga Kazmierczak von der Schulverwaltung und Markus Beckmann, der Jugendhilfeplaner der Stadt Ahlen, in den kurzen Impulsen den aktuellen Sachstand und Perspektiven zu den Themen, wie Schulsozialarbeit, Digitalisierung der Schulen und Übergangsmanagement an den Grundschulen. Diese sowie weitere aktuellen Themen und Projekte wurden zum Gegenstand einer kurzen, moderierten Gesprächsrunde.

Interaktiv und partizipativ ging es dann auch weiter mit der Bedarfsanalyse. Marina Bänke wollte wissen: Welche Themen sind für die Ahlener Schulen besonders wichtig? Was wollen sie anpacken? Und unter welchen Rahmenbedingungen wären sie bereit, an der Lösung aktiv mitzuarbeiten und die Prozesse voranzutreiben?

Am Ende stand die Pinnwand voll - mit über 15 Moderationskarten und Themen, die den Anwesenden unter den Nägel brennen. Dazu gehören beispielsweise die Erreichbarkeit der Eltern, Arbeit der Integrationshelfer, Sprachkompetenz der Schüler, OGS-Räume, Absprachen zwischen Primär- und Sekundarstufe  - die aufgestellten Themenpakete gehen nun als Arbeitsaufträge in die vier Arbeitsgruppen der Präventionskette. Viele der Anwesenden sind selbst in den AGs aktiv und werden die weitere Bearbeitung der Fragestellungen unmittelbar begleiten.

Foto: Brigga Kazmierczak



Foto: Michael Beckmann