Im Gespräch mit Familienstaatssekretär Andreas Bothe

Auf Einladung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration fand am 9. November ein Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus 40 nordrhein-westfälischen Kommunen statt. Auch Ursula Woltering, die Fachbereichsleitung Jugend, Soziales und Integration der Stadt Ahlen, und Marina Bänke, kommunale Koordinatorin, machten sich auf den Weg nach Düsseldorf.

Bei dem zweistündigen Gespräch ging es vor allem um die Bilanz der beteiligten Modellkommunen sowie um die Hinweise und Anregungen zu Möglichkeiten und Herausforderungen in Bezug auf die Gestaltung der zukünftigen kommunalen Präventionsarbeit und die Unterstützung des Landes.  

Die Landesregierung möchte allen Kindern in Nordrhein-Westfalen beste Zukunftschancen bieten – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Dabei sollen kommunale Präventionsketten helfen, vorhandene Angebote aus den Bereichen Soziales, Gesundheit und Bildung enger miteinander zu verknüpfen und zu verbessern. Diesen Weg will die Landesregierung künftig eng mit Kommunen, Verbänden und Wissenschaft entwickeln. „Wir müssen den negativen Folgen von Kinderarmut entschieden und gemeinsam entgegentreten. Dazu gibt es an unterschiedlichen Stellen viel Wissen und Erfahrungen, die wir nun in einem strukturierten Prozess zusammenführen und auswerten wollen. Ziel dieses Prozesses ist die im Koalitionsvertrag angekündigte landesweite Stärkung von Prävention“, erklärte der Familienstaatssekretär Andreas Bothe. Nötig sei mehr konkrete und wirkungsvolle Unterstützung für Familien in NRW. Die Landesregierung hat deswegen im Haushaltsentwurf 2018 eine Verdreifachung der Mittel zum Aufbau kommunaler Präventionsketten vorgesehen.

Das Treffen im Familienministerium diente einer ehrlichen Bilanz des erreichten Standes des ehemaligen Modellprojekts „Kein Kind zurücklassen!“ der Vorgängerregierung. Auf dieser Grundlage und einer wissenschaftlichen Auswertung der bisherigen Erfahrungen sollen 2018 Entscheidungen darüber getroffen werden, wie Prävention ab 2019 flächendeckend und nachhaltig verankert wird.

Ein Interview mit Staatssekretär Bothe am Rande des Treffens mit den Kommunen finden Sie hier.

Foto: Familienstaatssekretär Andreas Bothe, Ursula Woltering, Marina Bänke

Familienstaatssekretär Andreas Bothe, Ursula Woltering, Marina Bänke


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