Kurze Wege, wenn es brennt

Wenn es in Ahlen brennt, ist die Feuerwehr schnell zur Stelle: Durch die enge Verzahnung von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr stehen sowohl Großgeräte als auch ausreichend Einsatzkräfte rasch zur Verfügung. Hiervon profitieren auch Unternehmen. Feuerwehr und Wirtschaftsförderung arbeiten zu diesem Zweck Hand in Hand.

Jörg Hakenesch, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, kennt die Bedürfnisse von Unternehmen, die sich ansiedeln oder erweitern möchten, aus der täglichen Arbeit: „Der Brandschutz spielt immer eine große Rolle“, schildert er. Ahlen bietet diesen Unternehmen einen großen Vorteil: „Als mittlere kreisangehörige Stadt verfügen wir zusätzlich zu unseren vielen ehrenamtlichen Kräften über eine Berufsfeuerwehr, die rund um die Uhr bereit steht“, schildert Walter Wolf, Leiter der Feuerwehr Ahlen. Konkret heißt das: Im Ernstfall ist die Feuerwehr mit ausreichend vielen Kräften und allen notwendigen Geräten innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort. Dadurch, dass viele der ehrenamtlichen Kräfte in den Unternehmen beschäftigt seien, sei die Kenntnis über die örtlichen Gegebenheiten in den meisten Fällen groß. „Die Angehörigen der freiwilligen Feuerwehr sind es auch oftmals, die direkt im Betrieb sofort eingreifen und so schon von vornherein größere Sachschäden verhindern können“, berichtet Wolf. Darüber hinaus fungieren sie in den Unternehmen häufig als Bandschutzhelfer oder -beauftragte.

Kurz sind die Wege zudem bei der Berücksichtigung von Brandschutzmaßnahmen bei einem Neu- oder Erweiterungsbau. Da die Feuerwehr innerhalb der Stadtverwaltung auch als Brandschutzdienststelle fungiert, ist sie für die Unternehmen direkter Ansprechpartner bei Bauvorhaben. „So lassen sich schon im Vorfeld einer Baumaßnahme viele Belange des Brandschutzes aus einer Hand abstimmen“, erklärt Wolf. Dadurch, dass die persönliche Nähe groß ist, ergäben sich zudem viele Kontakte: Die Feuerwehr ist häufig zu Begehungen und Übungen in den Unternehmen zu Gast. Wirtschaftsförderer Jörg Hakenesch betont noch einen weiteren Aspekt: „Für die Sachversicherer ist es nützlich zu wissen, dass eine Berufsfeuerwehr vor Ort vorhanden ist. Dieser Vorteil kann unter bestimmten Voraussetzungen in die Berechnung der Beiträge einfließen“, schildert er.

Foto: Jörg Hakenesch (l.) und Walter Wolf

Jörg Hakenesch (l.) und Walter Wolf