Begrüßung durch Bürgermeister Benedikt Ruhmöller

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Bürgermeister Benedikt Ruhmöller

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Festversammlung!

Zwischen einem Kommunalbeamten wie mich und Leuten der Wirtschaft, zumal Unternehmern, gibt es bei aller Verbundenheit und zumeist sehr gedeihlichen Zusammenarbeit bisweilen gewisse Differenzen. Eine solche Spannung spüre ich, wenn die Rede auf Steuern, namentlich auf die Gewerbesteuer kommt. Denn niemand, auch nicht der erfolgreichste Unternehmer zahlt gerne solche Abgaben. Es tut weh, abgeben zu müssen. Deshalb reagieren Unternehmer manchmal etwas mürrisch, wenn ich im Gespräch die hohen Gewerbesteuer-Einnahmen unserer Stadt lobe und mich darüber freue.

Doch niemand kann mir darin widersprechen, dass die Gewerbesteuer, der Beitrag der Wirtschaft zur Finanzierung des Gemeinwesens, ein ausdruckstarker Indikator für die Entwicklung unserer Unternehmen ist. Die Höhe richtet sich nach der Ertragsstärke. Deshalb können wir uns doch eigentlich alle darüber freuen, wenn wir in Ahlen nun schon im dritten Jahr ein sehr üppiges Gewerbesteuer-Ergebnis erwarten dürfen. Ein Ergebnis, wie es vor vier oder fünf oder gar vor zehn Jahren nicht annähernd zu erwarten war, zumal nicht in den Jahren der akuten Finanzkrise, in denen wir alle einen schlimmen wirtschaftlichen Einbruch befürchteten.

Ein weiterer Indikator für die Leistungsstärke unserer Wirtschaft in Ahlen ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Was sich da tut, ist mir als Bürgermeister besonders wichtig, und wir können uns alle uneingeschränkt darüber freuen. Denn allein im letzten Jahr, von Januar bis Dezember 2011, verringerte sich die Arbeitslosigkeit in unserer Stadt um 14 Prozent. Dieser positive Trend hielt auch in den letzten Monaten an.

Zwar soll die Beschäftigung in nächster Zeit eher stagnieren, denn auch hier leidet die Wirtschaft – zumal die exportorientierte – unter der anhaltenden Euro-Krise. Aber wir können heute allseits erfreut und auch etwas stolz feststellen: Die Ahlener Unternehmenslandschaft, so real, diversifiziert, innovativ und exportorientiert, wie sie aufgestellt ist, hat sich in den letzten beiden Jahren prächtig entwickelt.

Dies ist ein sehr geeigneter Hintergrund für die heutige Veranstaltung, für die 7. Verleihung des Ahlener Wirtschaftspreises. Dazu begrüße ich Sie alle in unserer festlich geschmückten Stadthalle auch im Namen des Stadtrates, des Vorstandes von Pro Ahlen e. V., des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderungsgesellschaft sowie des Verleihungsausschusses. Dieses Gremium, davon bin ich überzeugt, hat mit der Auswahl des Preisträgers erneut sehr klug entschieden. Ich hoffe, dass Sie diese meine Überzeugung im Laufe dieser Feierstunde übernehmen werden.

In dieser Zuversicht möchte ich zuallererst die große Familie der Westfälischen Rohrwerke GmbH, der WRW, willkommen heißen. Namentlich begrüße ich die drei Gesellschafter und Geschäftsführer, die Herren Horst Aschentrop, Gerhard Auental und Edmund Pilarski. Ihre Anwesenheit ist uns eine große Freue und Ehre! Mein Willkommen gilt ebenso Ihren Angehörigen, Freunden, Weggefährten und Geschäftspartnern, die Ihnen auch heute Abend ihre persönliche Verbundenheit beweisen.

Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens sind hier, um in diesem festlichen Rahmen die WRW als Preisträger des Ahlener Wirtschaftspreises 2012 zu würdigen. Ihnen allen gilt mein herzlicher Gruß. Namentlich hervorheben möchte ich unseren Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum, die stellvertretende Landrätin Susanne Festge sowie die Wirtschaftsfördererin des Kreises Warendorf, Petra Michalczak-Hülsmann.

Mit großer Freude begrüße ich unseren Festredner: Den Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, Herrn Dr. Benedikt Hüffer. Sie, sehr geehrter Herr Präsident, sind dem Wirtschaftsstandort Ahlen auch durch Ihr eigenes verlegerisches Wirken sehr verbunden. Sie begleiten die Entwicklung unserer Stadt aufmerksam, bisweilen durchaus kritisch. Ihnen als IHK-Präsidenten sind die Stärke, Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit dieses traditionsreichen Industrie- und Handelsstandortes vertraut. Deshalb und vor allem in Ihrer Anerkennung für den Adressaten des Wirtschaftspreises 2012 übernehmen Sie heute die Festrede, wofür ich Ihnen sehr danke.

Mit Ihren begrüße ich den Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, Herrn Karl-Friedrich Schulte-Uebbing. Gerne erinnere ich mich daran, dass Sie 2006 in Ihrem ersten Jahr als IHK-Hauptgeschäftsführer bei unserer erstmaligen Verleihung des Wirtschaftspreises die Festrede übernommen haben. Dabei haben Sie diesen Wirtschaftsstandort so zutreffend gewürdigt, wie dieses sicher heute auch Ihrem Präsidenten gelingen wird.

Diese Verleihung des Ahlener Wirtschaftspreises, die siebte seit 2006, ist ja inzwischen eine recht traditionsreiche Veranstaltung. Deshalb freue ich mich darüber, dass ich heute mehrere Persönlichkeiten begrüßen kann, denen bereits das begehrte „Ahlener Mammut“ als Wirtschaftspreis überreicht worden ist. Sie alle, deren Unternehmen nach wie vor zum erfolgreichen Gedeihen des Wirtschaftsstandortes Ahlen beitragen, bekunden mit Ihrer Teilnahme Ihre fortwährende Verbundenheit zu dieser Stadt sowie auch Ihre Anerkennung für den heutigen Preisträger.

Der Wirtschaftspreis Ahlen, dessen Verleihung letztlich vom Rat unserer Stadt einstimmig beschlossen wurde, weshalb ich mich auch über die Anwesenheit vieler Ratsmitglieder sehr freue, ist letztlich ein Kind unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die bekanntlich von dem Verein „Pro Ahlen e. V.“ und von der Stadt gemeinsam getragen wird.

Deshalb begrüße ich abschließend gemeinsam mit dem Pro-Ahlen-Vorsitzenden Peter Schmidt auch unseren noch – fast – neuen WFG-Geschäftsführer Jörg Stegemann. Ich danke Ihnen, Herr Stegemann, sehr dafür, wie intensiv, umtriebig und versiert Sie sich inzwischen in unserem Wirtschaftsstandort eingefunden haben. Sie haben auch diese Veranstaltung gemeinsam mit Ihrem Team sehr umsichtig und ideenreich vorbereitet; wir dürfen uns noch auf einige Überraschungen freuen. Mit meinem Dank verbinde ich meine besten Wünsche für Ihr weiteres erfolgreiches Wirken für die Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing in Ahlen.

Der heutige Abend soll auch dazu dienen, das Miteinander zwischen Stadt und Wirtschaft, wie es gerade in unserer gemeinsamen WFG so überzeugend und erfolgreich zum Ausdruck kommt, zu erneuern und zu vertiefen. Dazu wünsche ich uns im Anschluss an den Festakt viele gute Gespräche und gesellige Stunden.

Bevor wir dazu kommen, überlasse ich das Mikrofon unseren Grußrednern: zunächst der stellvertretenden Landrätin Susanne Festge, dann dem Pro-Ahlen-Vorsitzenden Peter Schmidt und dem WFG-Geschäftsführer Jörg Stegemann, anschließend dem Festgast und Festredner, dem IHK-Präsidenten Dr. Benedikt Hüffer. „Glückauf“ für den heutigen Abend!