Grußwort von Peter Schmidt, Vorsitzender Pro Ahlen e.V.

Foto: Peter Schmidt, Vorsitzender Pro Ahlen e.V.
Peter Schmidt, Vorsitzender Pro Ahlen e.V.

Einen schönen Abend sehr geehrter Herr Bürgermeister Ruhmöller,
Frau stellv. Landrätin Festge,
Herr Dr. Hüffer,
aber natürlich ganz besonders den Preisträgern der Westfälischen Rohrwerke,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

aller guten Dinge sind 3, so sagt man doch. Ich komme gerade aus Montabaur und darf in diesem Jahr bereits das 3. Mal für Pro Ahlen auf dieser Bühne stehen und den mittlerweile traditionellen Wirtschaftspreis der Stadt Ahlen – das Ahlener Mammut – mit überreichen! Und dies ist für mich eine ganz besondere Preisverleihung.

In diesem Jahr fiel es mir besonders schwer, die passenden Worte für mein Grußwort zu finden. Und das lag natürlich nicht daran, dass ich nichts über die WRW erzählen könnte. Nein beileibe nicht! Das Gegenteil ist der Fall! Bei den Westfälischen Rohrwerken weiß ich überhaupt nicht, wie und wo ich anfangen darf!

Ich habe mich gefragt, was würden die Herren Auental, Pilarski oder Aschentrup sagen? Die würden sagen:
Sprich von den Mitarbeitern! Lobe deren Einsatzfreude, deren Loyalität und Fachwissen!
Sprich von den tollen Produkten! Wir haben fantastische Rohre, die mit der neuesten Technik angefertigt werden.
Sprich von denen, die uns unterstützt haben! Die waren alle ganz, ganz wichtig!
Sprich bloß nicht von uns! Das wollen wir nicht. So wichtig sind wir gar nicht!

Und da ist ja auch viel Wahres dran!
Auch diese sympathische Einstellung, diese Mitarbeiter und diese Rohre haben die Westfälischen Rohrwerke heute hierher gebracht.
Aber die Gründer haben Mut bewiesen! Haben alles gesetzt! Haben manche Nacht mit Sorgen verbracht. Haben gezweifelt und überlegt!
Und meines Erachtens bis heute damit alles Richtig gemacht!

Mir möge ein kurzer Rückerblick zustehen.
Zurück in das Jahr 2003 oder 2004.
(genau kann ich das nicht mehr sagen, meinen damaligen Terminkalender habe ich nicht mit zur Volksbank genommen….) Ich sehe die Situation noch wie heute vor mir:
Die Herren saßen vor meinem damaligen Chef Norbert Wallkötter und erzählten von der großen Idee, eine neue Firma zu gründen die ein wesentliches Ziel haben soll:
Wir wollen die besten Rohre fertigen und möglichst schnell die Arbeitsplätze wieder schaffen, die durch den Weggang einer anderen Firma verloren gegangen waren.
Wir kennen den Markt, wir kennen die Technik und das ganze Team steht hinter uns und wird dann wieder zu uns zurückkehren. Außerdem haben wir schon eine Halle und der Vermieter unterstützt uns.
Etwas schüchtern, aber bestimmt! Nicht so laut, sondern sicher! Nicht überheblich, sondern sympathisch. Nicht blauäugig, sondern gut vorbereitet.

Da standen wir Banker und schluckten ganz kurz!
Schnell wurde klar, dass die Idee bestechend und die Chancen realistisch waren! Ein Risiko, aber vertretbar. Wir haben zu den handelnden Personen schnell Vertrauen gefasst und sind den langen steinigen Weg der Existenzgründung mit den Herren der WRW gegangen.
Herr Auental, Herr Pilarski, Herr Aschentrup, ich denke, Sie wissen noch, dass ich Ihnen damals versprach, dass Sie mich in dem ganzen Verfahren auch hin und wieder verfluchen würden (natürlich nicht persönlich gemeint). Aber die Momente waren sicherlich auch da!

Aber los ging es.
Halle gemietet, Maschine gekauft. Machen!
Die WRW hatten in den Jahren danach auch schwere Zeiten. Der Umzug in die eigene Halle, Maschine 2, Maschine 3 usw.
Dann die Finanzkrise! Nicht einfach.

Aber nicht zuletzt aufgrund des Zusammenhaltes im Gründerteam, der absoluten Loyalität und Motivation der Mitarbeiter und der starken Bindung zu Kunden und Zulieferern, haben die WRW auch diese Schwierigkeiten meistern können.

Heute ist das Unternehmen sehr gut aufgestellt und schaut auf eine deutliche positive Zukunft. Die Produkte sind noch besser als vor 8 Jahren, die Technik ist weiterentwickelt, sie haben Ihre Mannschaft an Bord!

Wenn mir jemand in 2004 gesagt hätte, dass die WRW bereits in 2012 das Ahlener Mammut bekommen würde, ich wäre – vorsichtig ausgedrückt – nicht davon überzeugt gewesen.
Mit dem Wirtschaftspreis der Stadt Ahlen stellen Sie sich in eine Reihe mit den Großen der Ahlener Wirtschaft. Sie repräsentieren damit, auch wenn Sie das sicher nicht so gerne hören, eine der tollen Erfolgsgeschichten Ahlener Unternehmen. Sie sind Vorbilder in unserer Stadt!
Wie Herr Fischer es letztes Jahr so treffend beschrieb:
Sie sind jetzt MAMMUTIANER!!!!

Herr Auental, Herr Pilarki, Herr Aschentrup, ich gratuliere von Herzen! Sie wissen, wie stolz ich auf Ihre und die Leistung Ihrer Mitarbeiter und all derer bin, die Sie unterstützt haben.
Sie mögen es mir verzeihen, aber irgendwie fühle ich mich, als wenn ein Patenkind die Volljährigkeit erreicht hat und gut aufgestellt in die große weite Welt entlassen wird.

Im Namen meiner Vorstandskolleginnen und Kollegen von Pro Ahlen wünsche ich Ihnen, Ihren Familien, Mitarbeitern, Freunden und Geschäftspartner alles Gute! Gesundheit, Erfolg, das notwendige bisschen Glück, ein gutes Maß an Ehrgeiz und ganz viel Zufriedenheit über das Erreichte.

Uns allen wünsche ich einen tollen Abend und später noch gute Gespräche bei geistreichen Getränken.

Glück auf Ahlen.