Erfahrungsberichte bisheriger Absolventen

Interview mit den Brandmeisteranwärtern Christoph Vieten und Sebastian Villinger im November 2010 (Beginn der Ausbildung am 01.04.2010)

  

Frage: Vor der Ausbildung zum Brandmeister ist eine dem Feuerwehrdienst förderliche Ausbildung zu absolvieren. Was habt Ihr vorher gemacht und welche Vorteile hat das für die jetzige Ausbildung?

Christoph: Ich habe eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker gemacht. Dies bringt natürlich Vorteile bei der Wartung und Reparatur der Fahrzeuge mit sich. Weiterhin helfen mir die erworbenen hydraulischen Kenntnisse und das technische Verständnis im Allgemeinen.

Sebastian:  Ich habe die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker abgeschlossen. Mir helfen ebenfalls die Hydraulik-Kenntnisse und das allgemeine technische Verständnis.

  

Frage: Wie seid Ihr auf den Beruf „Brandmeister“ gekommen?

Sebastian: Ich bin durch meinen Bruder, der ebenfalls Feuerwehrmann ist, auf den Beruf aufmerksam geworden und konnte so sehr viele Informationen dazu bekommen.

Christoph: Ich habe im Rahmen meines Zivildienstes im Rettungsdienst an der Feuerwache das Berufsbild kennengelernt und konnte mir so einen guten Überblick über den Alltag eines Brandmeisters verschaffen.

  

Frage: Was gefällt Euch besonders an diesem Beruf?

Christoph: Mir gefällt es durch meine Arbeit anderen Menschen helfen zu können. Weiterhin finde ich das familiäre Ambiente bei der Feuerwehr, das man auch schon bei der Ausbildung in Essen kennenlernt, und die Verlässlichkeit unter den Kollegen/innen sehr angenehm.

Sebastian: Hinzu kommt noch die Abwechselung. Bei einem Einsatz weiß man vorher nie was einen am Einsatzort erwartet. Das ist immer wieder spannend.

 

Frage: Welche Interessen/Fähigkeiten sollte man für diesen Beruf mitbringen?

Sebastian: Wichtige Eigenschaften sind u. a. volle Einsatzbereitschaft, körperliche Fitness, technisches Verständnis und Lernbereitschaft.

Christoph: Weiterhin muss man wegen des Schichtdienstes zeitlich flexibel sein. Wichtig ist auch im Team arbeiten zu können. Auch der beste Feuerwehrmann ist im Einsatz alleine machtlos.

  

Frage: Wie habt Ihr Euch auf den Einstellungstest vorbereitet?

Christoph: Für den Sporttest habe ich im Vorfeld viel trainiert. Den schriftlichen Test habe ich auf mich zukommen lassen.

Sebastian: Ich habe ebenfalls viel trainiert und mich beim schriftlichen Test auf meine Allgemeinbildung verlassen.

  

Frage: Im Rahmen der Ausbildung arbeiten wir mit der Feuerwehr Essen zusammen. Wie gefällt Euch die Ausbildung dort?

Christoph: Die Ausbildung in Essen ist im Vergleich mit anderen Ausbildungsträgern sehr praxisnah und gut organisiert. Zum Beispiel die Brandsimulation wird dort viel realistischer durchgeführt. Der Zusammenhalt bei den Anwärtern, aber auch mit den Ausbildern ist sehr gut.

Sebastian: Die Ausbilder sind fair und die Ausbildung fachlich sehr gut. Wir haben schon viele unterschiedliche Bereiche kennengelernt. Zum Beispiel Rettung aus Höhen oder bei Suizidversuch, aber auch der Geburtsfall wurde im Unterricht mit Ärzten und Hebammen behandelt.

  

Frage: Im Rahmen der Ausbildung sind verschiedene praktische Abschnitte zu durchlaufen. Was habt Ihr bisher gemacht?

Sebastian: Wir haben schon 5 Wochen Sanitäterschule und 4 Wochen Klinikpraktikum hinter uns. Derzeit sind wir im Rettungswachenpraktikum an der Wache in Ahlen.

Christoph: Weiterhin haben wir schon verschiedene Lehrgänge durchlaufen: u. a. Atemschutz, Sicherung in absturzgefährdeten Bereichen und ABC-Gefahrstoffe.

  

Frage: Der Arbeitseinsatz eines Brandmeisters in Ahlen besteht aus dem Rettungsdienst und dem Brandschutzdienst. Wie ist das prozentuale Verhältnis der beiden Bereiche und was ist derzeit für Euch interessanter?

Christoph: Das Verhältnis wird so ca. bei ¾ Rettungsdienst und ¼ Brandschutzdienst liegen. Da ich den Rettungsbereich von meinem Zivildienst her ja schon kenne, interessiert mich derzeit der Brandschutz mehr.

Sebastian: Da ich keine Vorkenntnisse im Rettungsdienst habe, ist dies derzeit besonders wichtig für mich.

 

DANKE für das Gespräch.