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Marktplatzpläne sind zu sehen: Bochumer Büro gewinnt Werkstattverfahren

Das Stadtfest 2018 feiern die Ahlener mit ihren Gästen auf einem runderneuerten Marktplatz. Wie dieser aussehen wird, können ab sofort Interessierte im Sitzungsfoyer des Rathauses und zusätzlich ab dem Wochenende in den Schaufenstern des Stadtwachtbüros an der Bahnhofstraße 8 sehen.

Dort ausgestellt sind bis zum 5. April die drei Entwürfe von Architekten und Landschaftsplanern, die im Werkstattverfahren zur Marktplatzneugestaltung entstanden sind. Der Siegerentwurf stammt vom Büro „Wbp Landschaftsarchitekten“ aus Bochum.  Die Planerinnen Christine Wolf und Rebekka Junge stellten ihre Ideen jetzt gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Stadtbaurat Andreas Mentz der Öffentlichkeit vor.

Es sei kein Zufall, dass die Entscheidung im Preisgericht einstimmig gefallen sei, verriet Bürgermeister Berger. Die Planerinnen hätten „aus unserer Sicht den Marktplatz am besten verstanden.“ Ihnen sei es zudem gelungen, die Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung aufzugreifen und weitgehend zu integrieren. Als bester Kompromiss verbinde der Entwurf „das Bewährte mit neuen Elementen“, meint Andreas Mentz, für den das Werkstattverfahren insgesamt „eine sehr spannende Veranstaltung“ gewesen ist. Alle drei Büros hätten unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, die jeweils etwas für sich gehabt haben. Von „städtisch, raumgreifend“ im Entwurf der „BBZ Landschaftsarchitekten Berlin“ bis zur Betonung des innenstädtischen Grüns in einer Baumallee („dtp Essen“) reiche die Spanne, von der sich die Bürgerinnen und Bürger nun einen eigenen Eindruck machen können.

Entwürfe für die Neugestaltung vorzulegen sei laut Siegerin Christine Wolf gar nicht einfach gewesen, habe sogar einiges Kopfzerbrechen bereitet. „Wir finden den Platz heute schon schön“, fehlt es ihr allerdings noch an der Alltagsfunktion, die er als Zentrum der Stadt brauche. „Nutzungsoffen und flexibel“ müsse der Platz sein, um sein ganzes Potenzial entfalten zu können. Schmalere Randbereiche, die Aufhebung von Fahrbahnraum und Gehwegen, sowie eine stärkere Verbindung in die Stadt hinein zeichnen den Entwurf aus. Nach Ausbau und Bearbeitung kann das grade geschnittene Pflaster wiederverwendet werden. Mehr Aufenthaltsqualität soll der Platz vor allem im Bereich der Kirche bekommen „mit konsumfreien Bänken und vielleicht einem Wasserspiel.“ Das Lichtkonzept sieht vor, Fassaden zu betonen und ansonsten eher zurückhaltend mit der Beleuchtung umzugehen. Wenig müsse, so Wolf, ergänzt werden. Erhalten bleibt auf jeden Fall die Mittelinsel. „Wir wollen die Insel“, haben Bürger immer wieder gefordert und in diesem Punkt keine Diskussion zugelassen.

Voraussichtlich über den Sommer 2017 laufen die Bauarbeiten zur Umgestaltung, schätzt Stadtbaurat Andreas Mentz vorbehaltlich der Fördersituation. Das Vorhaben erfordere eine enge Abstimmung mit den Anrainern, die man nicht aus dem Blick verlieren wolle. Mit Ver- und Entsorgern müsse der Bauplan eingetaktet werden, denn „wenn wir das machen, dann nur einmal.“ Das Stadtfest werde zwar nicht am gewohnten Ort in der „guten Stube“ stattfinden können, aber trotzdem im Innenstadtbereich. Die drei im Werkstattverfahren entstandenen Marktplatz-Entwürfe sind im Rathaus und ab dem Wochenende am Stadtwachtbüro zu sehen.

Zusammenstellung der drei Planungsentwürfe

Siegerentwurf vom Büro „Wbp Landschaftsarchitekten“ aus Bochum

Entwurf der „BBZ Landschaftsarchitekten Berlin“

Entwurf der „dtp Essen“

Foto: Der Siegerentwurf stammt vom Büro „Wbp Landschaftsarchitekten“ aus Bochum

Der Siegerentwurf stammt vom Büro „Wbp Landschaftsarchitekten“ aus Bochum


Foto: Christine Wolf und Jasmin Fischer stellten ihren Siegerentwurf im Rathaus (v.l.) gemeinsam mit Andreas Mentz, Dr. Alexander Berger und Fachbereichsleiter Markus Gantefort vor.

Christine Wolf und Jasmin Fischer stellten ihren Siegerentwurf im Rathaus (v.l.) gemeinsam mit Andreas Mentz, Dr. Alexander Berger und Fachbereichsleiter Markus Gantefort vor.