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Schild erinnert an bedeutende Ordensgründerin

Kultur-Fachbereichsleiter Christoph Wessels sagte es kurz, knapp und zutreffend: „Elisabeth Tombrock, das war eine ganz tolle, hat sich verdient gemacht und kam aus Ahlen“. So sehr verdient machte sie sich um die Armen und Kranken weltweit, dass der Hauptausschuss 1980 eine Straße nach der Lehrerin und Ordensgründerin benannte.

Im Herzen des im Ahlener Westen seinerzeit entstehenden Wohngebietes befindet sich seit nunmehr über drei Jahrzehnten die „Elisabeth-Tombrock-Straße“.

Seit Mittwoch gibt ein Zusatz am Straßenschild Auskunft über Leben und Werk der gebürtigen Wersestädterin. Möglich gemacht hat das Erläuterungsschild privates Engagement. Wessels dankte dem Goldschmied Werner Fischer und der Bürgerstiftung Ahlen für die großzügige Unterstützung. Auf die Initiative Fischers und des Freundeskreises „Kiek es drin“ ging bereits die Anbringung einer Erinnerungstafel in der Oststraße zurück. Am Standort des heutigen Geschäftshaus „H&M“ stand das Haus, in dem die Ahlenerin 1887 zur Welt kam. Eine Erinnerungsplatte an der Fassade würdigt das Werk Elisabeth Tombrocks.

Auch für jüngere Menschen sei es wichtig, über solch öffentliche Erläuterungen etwas über ihre Heimatstadt zu erfahren, meinte Christoph Wessels, der für dieses Jahr („monatlich eine Straße“) noch elf weitere Zusatzschilder mit Bezug zu örtlichen Namenspatronen ankündigte. Der Impuls dazu sei wesentlich vom Heimatförderkreis und von der Initiative Dieter Massins ausgegangen, über die Namensgeber Ahlener Straßen die Öffentlichkeit zu informieren.

Auszug aus der Begründung zur Namensgebung im Jahre 1980:

Die am 14. November 1887 in Ahlen geborene und aufgewachsene Lehrerin Maria Gertrud Elisabeth Tombrock - gestorben am 23. April 1938 in New York, USA, - wurde nach ihrer wunderbaren Heilung in Lourdes von einer lebensbedrohenden Kehlkopf-, Lungen- und Knochentuberkulose Gründerin und spätere Generaloberin der Ordensgemeinschaft der „Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis“.

Trotz zarter Konstitution und später schwerster körperlicher Gebrechen stellte sie ihr Leben selbstlos und aufopfernd in den Dienst der Armen in Brasilien und Nordamerika. Hilfe, Erziehung und Ausbildung der Jugend war ihr besonderes Anliegen und Schwerpunkt ihrer Tätigkeit. Unter ihrer Ordensführung wurden 23 Waisenhäuser, Schulen, Akademien und Hospitäler gebaut und werden heute noch von ihrem Orden neben weiteren 34 ähnlichen Einrichtungen in aller Welt betreut. Durch diese Werke vorbildlicher Nächstenliebe zählt Elisabeth Tombrock zu den bedeutendsten Frauengestalten Westfalens.

Foto: Das Zusatzschild...

Das Zusatzschild...


Foto: ...enthüllten (v.r.) Christoph Wessels, Werner Fischer, Stadtchronist Jürgen Rheker, Udo Wagener (Heimatkreis für Westfälische Tradition) und Dieter Massin (Autor des Buches „Ahlen wegweisend“)

...enthüllten (v.r.) Christoph Wessels, Werner Fischer, Stadtchronist Jürgen Rheker, Udo Wagener (Heimatkreis für Westfälische Tradition) und Dieter Massin (Autor des Buches „Ahlen wegweisend“)