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Klimafolgenanpassung

Mehrmals im Monat bietet das Projekt "Mehr Grün am Haus" der Verbraucherzentrale NRW kostenlose Online-Seminare an. Verbraucher:innen können sich hier beispielsweise informieren, wie sie eine eigene Dachbegrünung anbringen, warum die Fassadenbegrünung ihren Wohnkomfort erhöht oder welche Pflanzen sich für einen insektenfreundlichen und pflegeleichten Vorgarten eignen.

Anmeldungen und Termine

 

August 2025 - Juli 2028 Energiesparprojekt an Schulen und Kitas

Das Energiesparprojekt für städtische Schulen und Kitas läuft seit 2017. Betreut wird es vom Energiebüro e&u, der Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität sowie dem Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Ahlen. Neben Schulungen, Schulaktionen und monatlichen Energiespartipps werden jedes Jahr ausgewählte Einrichtungen gezielt auf ihre Einsparpotenziale hin überprüft. 

Bei diesem Projekt machen alle städtische Kindertagesstätte sowie alle städtischen Schulen mit. In den vergangenen Jahren konnten so Energieeinsparungen in den Einrichtungen erzielt werden. Jedes Jahr erreichen die Aktionen und Maßnahmen über 5.000 Kinder in Ahlen. Sie lernen nachhaltig das richtige Lüftungsverhalten, wie sie Strom und Wärme einsparen ohne zu frieren und kennen sich mit den Stromeinstellungen ihrer technischen Geräte aus.

Weitere Informationen: Stadt Ahlen: Bildungsprojekte

2026 – 2028 Stadt Ahlen bleibt Fairtrade-Stadt

Die Stadt Ahlen hat erfolgreich alle Kriterien für die Fortführung des Titels „Fairtrade Town“ erfüllt und darf sich weiter Fairtrade-Stadt nennen. Seit über acht Jahren ist Ahlen nun Vorzeigestadt in Sachen „Fairer Handel“. Mit dem Kauf von fairen Produkten setzt man sich für gerechtere Arbeitslöhne, für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und gegen Kinderarbeit ein. 

Koordiniert wird die Fairtradebewegung der Stadt durch die Steuerungsgruppe, die sich einmal pro Quartal trifft und verschiedene Projekte und Aktionen (z.B. Filmvorführungen, Vorträge, Infostände) plant. Die Steuerungsgruppe besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Ahlen, der Verbraucherzentrale NRW, der Kirchenverbänden, Parteimitgliedern, aus dem Weltladen Ahlen, aus der Gastronomie und der Bevölkerung. 

Das Stadtoberhaupt Matthias Harman dankte bei der Re-Zertifizierungsfeier allen, die die erneute Auszeichnung möglich gemacht haben. Dazu zählen die Mitglieder der Steuerungsgruppe, aber auch alle Verbraucher, die bewusst fair einkaufen. Ebenso gelte der Dank allen, die sich sichtbar oder im Hintergrund für eine gerechtere Welt einsetzen. Besonders erwähnte er das Team des Weltladens mit seinem bald fünf Jahrzehnte währenden Engagement für fairen Handel, Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen zeige der Weltladen, dass eine kleine Stadt wie Ahlen einen echten Beitrag zu globaler Gerechtigkeit leisten könne.

Weitere Informationen: Stadt Ahlen: Fairtrade-Stadt Ahlen

2026

Januar

Im Rahmen des städtischen Energiesparprojekts an Kitas und Schulen lernten die Drittklässler der Albert-Schweizer-Schule im Sachunterricht, wie sie richtig heizen und lüften. So staunten die Kinder bei einem spannenden Experiment, dass Wärme sich unterschiedlich anfühlen kann. Dazu hielten sie die linke und rechte Hand gleichzeitig in Schüsseln mit warmem und kaltem Wasser, um sie anschließend gemeinsam nur in kaltes oder warmes Wasser zu tauchen. Außerdem lernten sie, wie die Temperatur der Heizung sinnvoll reguliert wird und welchen Unterschied Kipp- und Stoßlüften machen. 

Künftig wollen die Jungen und Mädchen besonders darauf achten, dass ihre Lehrer und Lehrerinnen richtig stoßlüften, um das Klassenzimmer mit genügend Sauerstoff zu versorgen. 

Februar

Mit dem Fairbruary ruft Fairtrade Deutschland deutschlandweit dazu auf, einen Monat lang fair einzukaufen und Fairtrade-Produkte zu entdecken: Von Schokolade, Kaffee, Bananen, Blumen über Kleidung.

Als Fairtrade-Stadt macht Ahlen 2026 zum zweiten Mal mit unterschiedlichen Aktionen beim Fairbruary mit.

  • Die faire Kita Beumers Wiese backte mit dem Bürgermeister Matthias Harman faire Bananenbrote. Die Kinder lernten, was faire und regionale Produkte sind. Die Kita Beumers Wiese ist selbst Fairtrade Kita und bringt den Kindern regelmäßig mit verschiedenen Aktionen den Fairtrade Gedanken näher.
  • Am Valentinstag wurden faire Rosen an Kundinnen und Kunden des Weltladens verschenkt.
  • Gemeinsam mit dem Bioladen Grasgrün lud der Weltladen Ahlen zu einem gemeinsamen Frühstück ein. Im Fokus stand der gemütliche Austausch bei fairen und bio Produkten.
  • Die Verwaltungsmitarbeitenden der Stadt Ahlen wurden über Fairtrade und über die Möglichkeiten auch in der Arbeitswelt faire Produkte zu kaufen aufgeklärt. 

An den städtischen Schulen werden im Rahmen des Energiesparprojektes die Heizungseinstellungen zusätzlich regelmäßig vom Energiebüro E&U überprüft und bei Bedarf optimiert. Denn sobald neue technische Geräte angeschafft oder Räume anders genutzt werden, müssen auch die Einstellungen der Anlagen angepasst werden. In diesem Jahr standen die Therese-Münsterteicher-Gesamtschule junior, die Overbergschule sowie das Städtische Gymnasium im Fokus.

Gemeinsam mit den Hausmeisterinnen und Hausmeistern, den Energiebeauftragten der Schulen sowie Thomas Kaller, zuständig für Haustechnik und Energie bei der Stadt, Klaudia Froede, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität, und Linda Sauer, städtische Klimaschutzmanagerin, nahm Sergej Menke vom Energiebüro e&u die Heizungsanlagen und technischen Einstellungen unter die Lupe. Im Anschluss erhielten die Schulen und die Stadt einen detaillierten Bericht, auf dessen Grundlage weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung vereinbart werden.

Allerdings lassen sich nicht alle Klassenräume zentral optimal steuern. So kann es vorkommen, dass einzelne Räume zu warm oder zu kühl sind. Dann sind individuelle Lösungen gefragt. Bei den Begehungen wird deshalb genau geprüft, wo nachjustiert oder umgestellt werden muss. „Energiesparen ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem viele Fachbereiche Hand in Hand arbeiten“, betont Thomas Kaller.

Zum ersten Mal fand im Kreis Warendorf eine gemeinsame Sanierungswoche mit allen Städten und Gemeinden des Kreises statt. Verschiedene Veranstaltungen zum Thema energetische Sanierung wurden von allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden organisiert. Ziel der Aktionswoche ist es, Bürgerinnen und Bürger über die Bedeutung des Sanierens zu informieren und ungenutzte Einsparpotenziale in Wohngebäuden aufzuzeigen.

In Ahlen fanden in dem Zeitraum folgende Aktionen statt:

  • 24.02.2026    Präsenz-Vortrag Gebäudesanierung
  • 26.02.2026    Energieberatungen
  • 04.03.2026    Online-Vortrag Photovoltaik & Balkonkraftwerk
  • 05.03.2026    Energieberatungen
  • 05.03.2026    Präsenz-Vortrag Heizungstausch: Wärmepumpe und Alternativen

März

16 Nistkästen, die für den Einsatz in städtischen Kindertagesstätten gedacht sind, haben Sos Unanian und Kiril Krapivin während ihres Praktikums in der Werkstatt des Vereins PhänomexX gefertigt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Reinhardt Böhm brachten sie den Kindern auf anschauliche und spielerische Weise die Lebenswelt von Blau- und Kohlmeisen näher, die schon bald in den neu geschaffenen Behausungen brüten könnten.

Die Kindertagesstätte Lilienthalweg erhielt als erste Einrichtung vier der Nistkästen. Begleitet wurde die erste Aktion von der Stabstelle Klimaschutz und Mobilität, die die Materialkosten für den Bau der Nistkästen übernommen hatten.

Die Kita muss nun geeignete Standorte auszuwählen: Die Kästen sollten in etwa zwei Metern Höhe angebracht und mit der Öffnung nach Osten ausgerichtet werden, wie die Kinder nun dank der pädagogischen Fachkräfte wissen. Mit etwas Glück werden die neuen Nistplätze schon in diesem Jahr bezogen und die ersten Meisenküken könnten am Lilienthalweg und in den anderen Einrichtungen schlüpfen.

Die Ahlener Umweltbetriebe riefen 2026 nach sechsjähriger Pause wieder zur Müllsammelaktion „Ahlen putz(t) munter“ auf. Teilnehmen durfte jede und jeder. Und alle konnten sich das passende Equipment wie Zangen, Handschuhe und Müllbeutel bei der Stadt Ahlen ausleihen. Schulen und Kitas hatten die Möglichkeit schon in der Woche davor im Rahmen der Aktion Müll zusammen, sodass die Schülerinnen und Schüler während der Schulzeit etwas für den Umweltschutz tun konnten.

Viele Ahlener Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich bei der Aktion, sodass das Ahlener Stadtbild großflächig von Müll befreit werden konnte. Auch die Stabstelle Klimaschutz und Mobilität sammelte zusammen mit dem Bündnis Plastikfrei Müll ein. Der größte Fund waren vier Autorreifen, die in der Langst abgestellt worden. Sie waren nicht die einzigen mit großen Funden. Auch Fahrräder und anderer Sperrmüll wurden von anderen Gruppen gefunden.

Als Dankeschön erhielten alle Freiwilligen im Anschluss eine warme Mahlzeit auf dem Gelände der Ahlener Umweltbetriebe.

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Ehrenbotschafter des Fairen Handels, Manfred Holz, den Titel Fairtrade-Stadt für weitere zwei Jahre an die Wersestadt. „Damit spielen Sie weiter in der Champions League, zusammen mit Amsterdam, London, Paris, Madrid, Rom, Brüssel oder Dortmund, die auch alle zertifizierte Fairtrade Städte sind“, so Holz in seiner Rede in der Aula der Therese-Münsterteicher-Gesamtschule.

Linda Sauer als Koordinatorin und Meinolf Thiemann als Sprecher der Steuerungsgruppe für den fairen Handel vor Ort stimmten die Anwesenden mit einem Rückblick auf die jüngsten Aktionen zu Beginn der Feierstunde ein. Ob das gemeinsame faire Frühstücken, die Kooperation mit dem Weltladen, das Verteilen fair gehandelter Orangen oder Rosen, die Bildungsarbeit mit der Volkshochschule, u.a. mit der Kinovorführung der beklemmenden Dokumentation „Welcome To Sodom“, oder das faire Bananenbrotbacken mit dem Bürgermeister in der Kita Beumers Wiese: Alle Aktionen sind Beweise für die Unterstützung aus Stadt und Zivilgesellschaft, freute sich das Duo über den großen Zuspruch in Ahlen. Die „FairBuddys“ der Therese-Münsterteicher-Gesamtschule ergänzten den Vortrag durch Beispiele schulischer Aktionen wie das Bemalen der Schulwände mit den 17 SGDS, Verkauf von fairen Rosen u.v.m..

„Die wiederholte Auszeichnung als Fairtrade-Stadt ist ein riesiges Dankeschön an uns alle“, so Matthias Harman, „Und es ist gleichzeitig ein Versprechen: Wir hören hier nicht auf. Denn bekanntlich hängt die Zukunft davon ab, was wir heute tun.“ Fairtrade klinge manchmal abstrakt, aber es zeige sich ganz praktisch: im Rathaus bei einer Tasse fair gehandeltem Kaffee, in der Schule bei einem Stück fairer Schokolade, beim Einkauf, wenn bewusst zu Produkten gegriffen wird, die unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurden, konkretisierte der Bürgermeister weiter.

April

Die „Warendorfer Mischung" sorgt für bunte Vielfalt. Glockenblume, Wiesenflockenblume, Wegwarte, Wiesen-Margerite, Königskerze, rote Lichtnelke und viele weitere Pflanzenarten erfreuen das Auge und besonders Wildbienen und Schmetterlinge. Die ein-, zwei- und mehrjährigen Pflanzen der speziell für den Kreis Warendorf konzipierten Mischung sind gebietsheimisch. Das heißt, dass Sie in unserer Region erzeugt wurden und auch hier natürlicherweise vorkommen. So treffen unsere heimischen Insekten auf genau die Pflanzenauswahl, die sie benötigen.

Es gibt Insekten, die weniger wählerisch sind und über mehrere Pflanzenarten verfügen, von denen sie Nektar und Pollen als Nahrung nutzen können. Und es gibt spezialisierte „Gourmets“, die ausschließlich Pollen einer ganz bestimmten Pflanze sammeln. Oft sind Rüssel oder Mundwerkzeuge genau für die Blütenform dieser einen Pflanze angepasst. Fehlt die Pflanze, kann das Insekt in der Region nicht leben. 

Daher ist es wichtig, der Tierwelt mit vielen heimischen Pflanzen passende Nahrung und geeigneten Lebensraum zu bieten. Denn an den Pflanzen finden Insekten und Vögel nicht nur Nahrung, sondern viele Arten überwintern auch an Pflanzen oder in den Stängeln und legen ihre Eier dort ab. Hilfreich ist es, wenn Pflanzen und Stängel in einem Bereich des Gartens über den Winter stehen bleiben. Dort können sich dann Insekten zurückziehen. Denn wenn die Tiere keinen Schutz finden, verschwinden sie still und lautlos.

Mit einer Tüte „Warendorfer Mischung“, die für ein bis zwei Quadratmeter reicht, schafft man schon ein Stück Insektenparadies im Garten. Ein geeigneter Aussaatzeitpunkt für die Mischung ist im Frühjahr bis Mai sowie der Spätsommer von August bis September. Zu Beginn benötigt die Fläche, gerade bei einem trockenen Frühjahr, eine ausreichende Wasserversorgung. Nach dem „Anschub“ wurzeln viele der Pflanzen jedoch tief, so dass Sie zukünftig ohne weitere Wassergaben auskommen sollten.

Die Saattütchen der „Warendorfer Mischung“ werden traditionell um den April bei den Ahlener Umweltbetrieben, solange der Vorrat reicht, ausgegeben. Der Kreis Warendorf verschickt im Vorfeld die Tütchen an die Stabstelle Klimaschutz und Mobilität, die die Kollegen und die Ahlener Umweltbetriebe versorgt.


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