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Wohnbauflächenzielkonzept

Der Rat der Stadt Ahlen hat am 15.12.2015 im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung erstmals das Wohnbauflächenzielkonzept mit Text- und Kartenteil als Leitfaden und Entscheidungsgrundlage für die kurz- bis mittelfristige Entwicklung weiterer Wohnbauflächen innerhalb des gesamten Stadtgebietes beschlossen.

Ziel des Konzeptes war es, unbebaute Flächen und Baulücken innerhalb des bebauten Siedlungsgebietes für eine bauliche Entwicklung zu mobilisieren und damit der Nachverdichtung und Innenentwicklung gerecht zu werden. Dies erfolgte insbesondere vor dem Hintergrund der Vorgabe des Baugesetzbuches, mit Grund und Boden schonend umzugehen. Ausreichend verfügbare Flächen im Innenbereich sowie ökologische, ökonomische aber auch soziale Gründe führten zu dieser Vorgehensweise. Vorrangig zu mobilisierende Flächen wurden bestimmt, eine Erschließung neuer Baugebiete an den Siedlungsrändern hatte keine Priorität.

Auf Grundlage des Ziels der Innenentwicklung konnten zahlreiche Flächen innerhalb des Stadtgebietes in Nutzung gesetzt bzw. durch Abbruch von Gebäuden neue und teilweise sogar deutlich mehr Wohneinheiten geschaffen werden.

Am 08.07.2019 wurde die Fortschreibung des Konzeptes durch den Rat der Stadt Ahlen beschlossen. Demnach ist auch die weitere Entwicklung neuer Wohnbauflächen anhand einer Prioritätenliste der Potenzialflächen auszurichten.

Neben der Mobilisierung verfügbarer, sofort bebaubarer Baulücken sowie größerer innerstädtischer Flächen im Norden, Osten und Südwesten der Kernstadt soll auch eine größere Wohnbaufläche im Westen der Kernstadt angeboten werden, die hier aufgrund fehlender Flächenpotenziale im Innenbereich nur am Siedlungsrand liegen kann. Dabei handelt es sich um die Fläche ‘Hohle Eiche‘.

Auch zukünftig ist zu beachten, dass kein signifikanter Leerstand auftritt bzw. auch kurz- bis mittelfristig nicht zu erwarten sein wird. Die Bestandspflege und -entwicklung der Wohnquartiere ist von der Verwaltung zu fördern, indem Leerstände und Baulücken beobachtet werden und über die Ansprache der Eigentümer zu mobilisieren sind.

Das Zielkonzept stellt kein statisches Gebilde dar. Es zeigt, wie alle vergleichbaren Untersuchungen eine Momentaufnahme d. h., einen Bestand zu einem bestimmten Zeitpunkt, der sich sowohl bis zu diesem als auch danach kontinuierlich verändert. Gleichwohl bietet es einen Orientierungsrahmen für die künftige Planung und ist wie jedes vergleichbare Konzept durch Fortschreibungen regelmäßig anzupassen. Demzufolge werden die Karten 13 und 14 Kategorisierung der Potenzialflächen – Kernstadt – sowie - Vorhelm und Dolberg-  des Wohnbauflächenzielkonzeptes entsprechend angepasst. Weitere Potenzialflächen im Außenbereich bzw. am Siedlungsrand sind i. d. Regel erst dann zu entwickeln, wenn die Potenziale im Innenbereich bebaut oder auch für eine Wohnbauentwicklung nicht verfügbar sind oder Angebot und Nachfrage sich nicht mehr decken.

Ansprechpartnerin:

Frau Dorothea Sachs


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