In der aktuellen Förderrunde erhält die Stadt Ahlen jetzt über drei Jahre insgesamt 60.000 Euro für den weiteren Aufbau des ausgezeichneten Konzeptes für kulturelle Bildung. Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft, hat jetzt den Förderbescheid an Bürgermeister Matthias Harman überreicht.
Kulturministerin Ina Brandes: „Eine gute Bildung ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Leben. Dazu gehört auch eine fundierte Kulturelle Bildung. Mit unserem Landespreis unterstützen wir Städte und Landkreise dabei, Kinder und Jugendliche schon früh zu ermutigen, ihre eigenen Talente, Begabungen und Interessen zu entdecken und auszuprobieren. Das sind die besten Chancen, dass unsere Kinder zum Publikum von morgen werden. Damit stärken wir die gesamte Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen.“
Bürgermeister Matthias Harman: „Gerade in Zeiten struktureller und finanzieller Herausforderungen, wie wir sie aktuell erleben, ist diese Konzeptförderung ein wichtiges Zeichen. Sie schafft Verlässlichkeit, gibt Perspektive und unterstreicht, dass Investitionen in Kulturelle Bildung Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft sind.“
Die Stadt Ahlen wurde bereits 2011, 2015 und 2020 mit einem Kommunalen Gesamtkonzept ausgezeichnet. Sie hat in den vergangenen Jahren eine Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung gegründet und eine Kulturplanungskonferenz ins Leben gerufen. Als Einsatzstelle im Programm „Freiwilligendienste Kultur und Bildung“ bietet sie darüber hinaus jungen Erwachsenen die Möglichkeit, die kulturelle Bildungsarbeit mitzugestalten. In der dreijährigen Konzeptförderung will die ehemalige Bergbaustadt das Netzwerk der Kulturellen Bildung weiter ausbauen, um allen Kindern und Jugendlichen passende Angebote zu machen. Geplant ist etwa ein Projekt, um Kulturelle Bildung fest im Offenen Ganztag zu verankern: Die Albert-Schweizer-Grundschule und das Heimatmuseum bieten dabei gemeinsam Erkundungstouren in die Stadtgeschichte an. Die Stadt nimmt bereits teil an zahlreichen Landesprogrammen wie Kulturstrolche, Kulturknirpse oder Kulturrucksack und plant jetzt auch die Umsetzung von „Kultur macht stark“ und „Kukita – Künstlerinnen und Künstler in die Kita“.
Seit 2007 würdigt das Land mit dem Wettbewerb besonderes kommunales Engagement in der Kulturellen Bildung. Seither wurden 95 nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und kommunale Verbünde ausgezeichnet.
Insgesamt werden in diesem Jahr neben Ahlen sieben weitere Preisträger ausgezeichnet. Gefördert werden etwa Konzepte, die durch Vernetzung von Ämtern, freien Künstlerinnen und Künstlern sowie Kultur-, Jugend- und Bildungseinrichtungen an der Qualität ihrer kulturellen Bildungslandschaften arbeiten. Kindern und Jugendlichen soll so dauerhaft der Zugang zur Kulturellen Bildung ermöglicht werden.
