Der Ahlener gehört dem Beirat bereits seit zwei Jahren an und setzt sich nach eigenen Angaben insbesondere dafür ein, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen weiter zu verbessern. Senlik vertritt im Gremium den Verein Pro Retina, der Menschen mit Netzhauterkrankungen unterstützt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und zugleich die Forschung fördert. Darüber hinaus ist Senlik politisch für die SPD aktiv und wirkt als sachkundiger Bürger im Sozialausschuss mit. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde erneut Manuela Esper gewählt, die dieses Amt bereits in der vergangenen Wahlperiode innehatte.
Inhaltlich befasste sich der Beirat in seiner ersten Sitzung unter neuer Leitung mit einer Reihe aktueller Themen. Klimamanager Henning Kellermann stellte den Stand beim Ausbau barrierefreier Wege im Stadtgebiet vor. So ist unter anderem der Kreisverkehr an der Hansastraße mit taktilen Führungslinien ausgestattet worden. Zudem berichtete er über den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen, der systematisch im Stadtgebiet stattfindet. Auf positive Resonanz stieß die Erneuerung des Straßenpflasters in Hellstraße und Im Kühl, das dank schmalerer Fugen besser für geh- und sehbehinderte Menschen geeignet ist.
Weitere Maßnahmen sind in Planung: So soll der Ampelübergang in der Fußgängerzone an der Kreuzung Oststraße/Gerichtsstraße in absehbarer Zeit schwellenfrei umgebaut werden. Zudem prüft die Stadt die Einrichtung eines Zebrastreifens auf der Kampstraße.
Mit Nachdruck appellierte der Beirat an die Stadt, bestehende barrierefreie Elemente konsequent nutzbar zu halten. Insbesondere taktile Leitsysteme auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone würden immer wieder durch Außengastronomie oder Werbeaufsteller blockiert. Diese Bodenmarkierungen sind für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen von zentraler Bedeutung, da sie über fühlbare Strukturen Orientierung und Sicherheit im öffentlichen Raum bieten.
Ein weiteres Thema war die geplante Umgestaltung der Stadtbücherei. VHS-Leiterin Nadine Köttendorf stellte die Planungen vor, wonach künftig auch Teile der Volkshochschule in das Gebäude integriert werden sollen. Der bisherige barrierearme Zugang über das Kellergeschoss entfällt. Stattdessen soll ein zweiter Treppenturm reaktiviert werden, über den der Aufzug ebenerdig erreichbar ist. Der Beirat begrüßte die vorgestellten Pläne, äußerte aber auch den Wunsch, weiterhin eng eingebunden zu werden. Dies gelte insbesondere für Fragen der barrierefreien Gestaltung, etwa bei der kontrastreichen Farb- und Signalgebung im Gebäude.

