Auf einer Länge von knapp vier Kilometern wird die Bundesstraße grundlegend umgestaltet. Der betroffene Abschnitt reicht von der Kreuzung Beckumer Straße/Kleibrinkstiege bis zum Kreisverkehr an der K 25. Neben der dringend notwendigen Fahrbahnsanierung entsteht erstmals ein baulich getrennter Geh- und Radweg. Bislang misst die Straße mit Mehrzweckstreifen und Banketten rund 14 Meter Breite. Künftig soll die Fahrbahn auf acht Meter reduziert werden. Ergänzt wird der neue Querschnitt durch einen 1,75 Meter breiten Trennstreifen sowie einen 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg. Ziel der Maßnahme ist es vor allem, den zunehmenden Radverkehr sicherer zu machen.
Auch die Bushaltestellen entlang der Strecke werden barrierefrei ausgebaut. Zusätzlich entsteht im Bereich der Kruppstraße ein neuer Kreisverkehr, der die geplante Osttangente anbinden soll. Im Bereich Pullort wird außerdem eine Querungshilfe für Radfahrer eingerichtet. Dort gilt künftig Tempo 70. Auf den übrigen Abschnitten bleibt die bisherige Geschwindigkeitsregelung bestehen.
Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten. Zunächst werden unter laufendem Verkehr die Bushaltestellen gebaut. Parallel entsteht der Kreisverkehr an der Kruppstraße. Währenddessen wird der Verkehr mithilfe einer Ampel halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt. Im zweiten Bauabschnitt folgt die Vollsperrung der B 58 zwischen der Kruppstraße und dem Kreisverkehr am Bauende. Dort wird die Fahrbahn grundlegend erneuert. Abschließend wird auch der Bereich zwischen Kleibrinkstiege und Kruppstraße voll gesperrt. Die Bauarbeiten sollen bis Weihnachten erledigt sein.
Die Umleitungen wurden laut Straßen.NRW gemeinsam mit dem Kreis Warendorf und der Stadt Ahlen abgestimmt. Der Verkehr soll über die Ahlener Straße sowie nördlich über Bergeickel geführt werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 7,5 Millionen Euro. Davon übernimmt die Stadt Ahlen etwa 1,6 Millionen Euro für den Bau des Kreisverkehrs. Die übrigen Kosten trägt der Bund.
Ahlens Bürgermeister Matthias Harman sieht in dem Projekt vor allem Vorteile für Berufspendler: „Mit dem E-Bike direkt von Ahlen nach Beckum zu gelangen, ist für die Mobilität von großem Vorteil.“ Auch Beckums Bürgermeister Michael Gerdhenrich begrüßt die Pläne. Die bauliche Trennung von Rad- und Autoverkehr mache die Strecke insgesamt sicherer. Für Manfred Ransmann verbindet die Maßnahme gleich mehrere Ziele: Neben dem Erhalt der wichtigen Verkehrsachse entstehe eine attraktive Alternative zum Auto, insbesondere für Pendler zwischen Ahlen und Beckum.

