Der Bürgermeister betonte dabei die Bedeutung verlässlicher Partner für das Gemeinwesen. „Die Stadt braucht starke Partner, um das Leben in Ahlen wertvoll zu gestalten“, sagte Harman. Die Caritas sei seit vielen Jahren fest im sozialen Leben der Stadt verwurzelt. Heinrich Sinder nannte als Beispiele unter anderem die Mitarbeit im Stadtteilforum und die vielfältigen Angebote für unterschiedliche Zielgruppen.
Der Caritas-Geschäftsführer sicherte der Stadt weiterhin die Unterstützung des Verbandes zu. Mit seinen Angeboten von der Kindertagesbetreuung über den Offenen Ganztag bis hin zu Beratungsdiensten leiste die Caritas einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt. Dazu gehören unter anderem der Fachdienst Integration und Migration, die ambulante Pflege, die Quadro-Sucht- und Drogenberatung, Sozialberatung sowie der „Warenkorb“.
Ein Beispiel für praktische Hilfe im Alltag ist auch das Projekt SocialBike. Seit 2018 werden dort gespendete Fahrräder aufbereitet und zu günstigen Preisen weitergegeben. Gleichzeitig laden gemeinsame Reparaturaktionen dazu ein, sich einzubringen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Projekt fördert damit sowohl nachhaltige Mobilität als auch soziale Integration.
Ein weiteres Thema des Gesprächs war der demografische Wandel. Sabine Holzkamp und Bürgermeister Harman waren sich einig, dass die Alterung der Gesellschaft künftig noch stärker in den Fokus rücken werde. Holzkamp plädierte dafür, präventive Ansätze nicht aus dem Blick zu verlieren. Freie Träger und Wohlfahrtsverbände seien häufig „Seismographen“ für gesellschaftliche Entwicklungen und könnten frühzeitig auf Probleme aufmerksam machen.
Harman unterstrich zugleich seine Offenheit für Ideen aus der Stadtgesellschaft: „Egal von wem eine Idee stammt: ich unterstütze sie, wenn sie zum Besten der Stadt führt.“ Zugleich ermutigte er die Caritas ausdrücklich, sich weiterhin einzumischen und ihre Stimme einzubringen.
Der Bürgermeister verwies jedoch auch auf die schwierige finanzielle Lage praktisch aller Kommunen, die auch Ahlen betreffe. Bei der Haushaltskonsolidierung sei vieles auf den Prüfstand zu stellen. „Das wird Folgen haben, die uns alle betreffen“, sagte Harman und betonte zugleich, dass dies mit Sorgfalt und Umsicht geschehen müsse. „Wir wissen, was wir an unseren freien Trägern haben.“
Heinrich Sinder bat Politik und Verwaltung, die Bedeutung der Sozialen Arbeit zu berücksichtigen, wenn über Sparmaßnahmen gesprochen werde. Die Caritas beobachte, dass immer mehr Menschen auch in Ahlen in existenzielle Not geraten. Ursache sei unter anderem die Inflation, die sich besonders bei Lebensmitteln bemerkbar mache.
Der Caritasverband ist in den Städten Ahlen, Drensteinfurt und Sendenhorst mit rund 330 Beschäftigten tätig. Etwa 140 Ehrenamtliche engagieren sich in verschiedenen Projekten und Angeboten. Weitere Mitstreiter sind jederzeit willkommen.
