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Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz ist jetzt ein lebendiges Zentrum

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Mit Ansprachen und der Präsentation zahlreicher Vereine und Initiativen ist jetzt der neu gestaltete Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz eröffnet worden. Bürgermeister Matthias Harman zeichnete die Entwicklung des Areals eindrücklich nach. Noch vor zwei Jahren habe es vor allem „Fantasie“ gebraucht, um sich an gleicher Stelle einen lebendigen Ort vorstellen zu können. Heute genüge ein Blick, um zu erkennen, was gemeinsames Engagement bewirken könne.

Harman würdigte die Umgestaltung als tiefgreifenden Wandel: Aus einer „Blech- und Staubwüste“ sei ein grüner, offener Raum für Begegnung, Gemeinschaft und Veranstaltungen entstanden. Der Platz verbinde künftig historische Erinnerung mit einer lebendigen Zukunft und solle bewusst als Ort des Miteinanders genutzt werden. Besonders hob er hervor, dass zahlreiche Anregungen aus der Bürgerschaft in die Planung eingeflossen seien. Der Platz sei „mit den Menschen gemeinsam entstanden“.

Ausgangspunkt sei ein Wettbewerb gewesen, aus dem das Berliner Büro Reschke Landschaftsarchitektur einstimmig als Sieger hervorgegangen sei. Harman erinnerte auch an die außergewöhnlichen Umstände der Jurysitzung während eines Wintereinbruchs, die schließlich dennoch zum gewünschten Ergebnis geführt habe. Das Konzept setze klare Schwerpunkte: Parkflächen wurden an den Rand verlagert, während sich das Leben in der Mitte mit Aufenthalts- und Aktionsflächen sowie Möglichkeiten für Gastronomie entfalten soll.

Mit rund zweieinhalb Hektar Fläche habe der neue Platz bewusst Parkcharakter. Über 120 neu gepflanzte Bäume, multifunktionale Freiflächen und ein verbessertes Regenwassermanagement machten die Anlage zugleich ökologisch zukunftsfähig. Große Veranstaltungen wie die Mai- und Herbstkirmes könnten weiterhin stattfinden.

Die Umgestaltung des rund 23.000 Quadratmeter großen Areals zählt zu den bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekten der vergangenen Jahre. Mehr als 5,5 Millionen Euro wurden investiert, ein Großteil davon stammt aus Fördermitteln von Bund, Land und Europäischer Union wie dem Fördermittelprogramm der EU – EFRE/JTF NRW „Wohnviertel im Wandel“. Harman betonte in diesem Zusammenhang die hohe Förderquote von 85 Prozent und dankte insbesondere der Bezirksregierung sowie allen Beteiligten aus Planung, Verwaltung und Bürgerschaft.

Lukas Rauch vom Büro Reschke unterstrich den planerischen Anspruch und attestierte der Stadt Ahlen Beherztheit. Es sei nicht selbstverständlich, mit innerstädtischen Flächen dieser Größe so mutig umzugehen. Der Platz sei als sich entwickelnder Raum gedacht, dessen Begrünung weiter wachse und sich mit der Zeit verdichte.

Stadtbaurat Thomas Köpp zeigte sich erfreut darüber, dass der Platz bereits vor der offiziellen Eröffnung stark frequentiert gewesen sei. Kaum seien die Absperrungen entfernt worden, seien die Sitzbänke belegt gewesen. Sein besonderer Dank galt dem städtischen Grünflächenleiter Jörg Pieconkowski, der das Projekt maßgeblich gesteuert habe. Für ihn ist es zugleich das letzte große Vorhaben vor dem Ruhestand. Auch der stellvertretende Landrat Winfried Kaup lobte die Neugestaltung: Der Platz werde den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht und setze wichtige Impulse für die Stadtentwicklung im Ahlener Südosten.


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