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Fit mit dem Rollator - Training am Seniorenzentrum „Hugo Stoffers“

| Mobilität | Soziales

Mobilität ist für jeden wichtig! Die Bewohner des „Hugo-Stoffers-Seniorenzentrums“ hatten jetzt die Möglichkeit, mit dem Rollator oder Rollstuhl das Ein- und Aussteigen am Bus üben. Die Stabsstelle Klimaschutz- und Mobilität der Stadt Ahlen hatte jetzt zu einem Rollatortraining an einer Haltestelle der Richard-Wagner-Straße eingeladen.

Der „Rollatortrupp“ startete erstmal mit einer gemütlichen Kaffeerunde und lauschte dabei interessiert dem Trainer des Regionalverkehr Münsterland Hermann-Josef Tönjann. In einer theoretischen Einstimmung gab er vorab zahlreiche Tipps zur Sicherheit am Rollator, Rollstuhl oder anderen Bewegungshilfen. Bei dem Übungsleiter waren auch Fragen an der richtigen Adresse.

Danach ging es los mit dem praktischen Training. In mehreren Gruppen wurde das richtige Verhalten im und am Bus geübt. Interessiert wurde den Erklärungen von RVM-Rollator-Trainer Tönjann gefolgt. Am Bus wurden das Ein- und Aussteigen, die richtige Befestigung und sicheres Bewegen während der Busfahrt geübt. Das meiste war tatsächlich neu für die Teilnehmenden und wurde dankbar angenommen.

„Vor der Nutzung ist es wichtig, sich bemerkbar zu machen“, so Tönjann. Geht die Tür auf, sollten anwesende Fahrgäste darum gebeten werden, die Rampe herunterzuklappen, die in allen Linien-Fahrzeugen des RVM vorhanden sei. Das funktioniere in 90 Prozent der Fälle, versichert der Fachmann. Findet sich kein Helfer, sei der Busfahrer verpflichtet zu helfen.

Wichtig sei es, um Hilfe zu bitten. Der Fahrer dürfe nicht ungefragt eingreifen, so Tönjann. Schließlich gebe es auch Rollatorfahrende, die allein zurechtkommen.

Beim Einstieg ist Eile nicht erforderlich. Die Türen schließen nicht, während jemand einsteigt. Eine Lichtschranke bietet eine zusätzliche Sicherheit. „Alle Fahrgäste sollten Verständnis haben und Geduld aufbringen, sowohl für Rollator- und Rollstuhlfahrende als auch Mütter mit Kinderwagen“, bittet Tönjann. Im Bus sollte die Bremse festgestellt, der Rollator mithilfe eines Klemmgurtes gesichert und dann auf einen Sitzplatz gewechselt werden. Der sicherste Platz ist entgegen der Fahrtrichtung, da man bei einem Bremsmanöver in den Sitz gedrückt wird und nicht nach vorne fällt. Ältere Menschen sollten dabei keine Scheu haben, einen Anwesenden zu bitten, einen Platz freizumachen, so Tönjann.

Viele Infos waren neu und wurden bei den Übungen mit viel Spaß gerne in die Praxis umgesetzt. „Auch wir haben heute wieder viel gelernt“, zieht Frank Buntrock von der Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität ein Resümee und bedankt sich bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit.

Zur Erinnerung und für besseres Gesehen werden im Dunkeln, wurden die Teilnehmenden schließlich noch mit Reflektorbändern belohnt, die Steffi Prosek von der Stabsstelle überreichte. Björn Lindner von der RVM übergab an das Seniorenzentrum noch Merkblätter mit Tipps zum sicheren Benutzen der Busse.

Das Rollatortraining wurde unterstützt vom Kreis Warendorf, vom kommunalen Verkehrsunternehmen Regionalverkehr Münsterland (RVM), dem Seniorenzentrum „Hugo Stoffers“ und der Stabsstelle Klimaschutz- und Mobilität der Stadt Ahlen.


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