Weiter zum Inhalt

Gute Netzwerke in Ahlen fortführen

| Rathaus | Soziales

Zugleich Abschied und Neuanfang standen im Mittelpunkt eines Empfangs im Rathaus. Bürgermeister Matthias Harman hieß gemeinsam mit der Ersten Beigeordneten und Sozialdezernentin Stephanie Kosbab die neue Geschäftsführerin des AWO-Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems, Christine Scholl, willkommen. Gleichzeitig verabschiedeten sie Rainer Goepfert, der nach zehn Jahren an der Spitze der AWO-Geschäftsführung und insgesamt 39 Dienstjahren Ende März in den Ruhestand geht.

Christine Scholl bildet künftig gemeinsam mit Jens Degelmann das Führungsduo des Unterbezirks. Während Degelmann die inneren Dienste und die Unternehmenssteuerung verantwortet, übernimmt Scholl die Zuständigkeit für soziale Dienstleistungen, Verbands- und Gremienarbeit sowie die strategische Interessenvertretung. „Mit beiden haben wir wirklich gute Leute“, ist auch Burkhard Knepper, stellvertretender Vorsitzender der AWO Ruhr-Lippe-Ems, mit dem künftigen Personaltableau sehr zufrieden.

„Wir haben immer gut zusammengearbeitet“, dankte Goepfert den Vertretern der Stadt für die vertrauensvolle und intensive Kooperation der vergangenen Jahre. Besonders gern erinnere er sich an die Übernahme der Radstation am Bahnhof vor knapp einem Jahr. Das Angebot rund ums Fahrrad wird von der „DasDies Service GmbH“, einer AWO-Servicegesellschaft, betrieben und erfreut sich großer Nachfrage.

„Ich bin gern vor Ort und dankbar für Kontakte“, stellte sich Christine Scholl vor. Die gebürtige Wuppertalerin, für die die Sozialwirtschaft „ein Lebensthema“ sei, bringt Erfahrungen aus Stationen im Rheinland und zuletzt aus Bayern mit. Sie zeigte sich neugierig auf die Region, kulturell ebenso wie mit Blick auf aktuelle Herausforderungen. Entscheidend für erfolgreiche Angebote sei deren nachgewiesene Wirksamkeit. In diesem Punkt herrschte Einigkeit mit Sozialdezernentin Kosbab.

Bürgermeister Harman verwies auf schwierige wirtschaftliche Zeiten. Auch im sozialen Bereich müsse vieles auf den Prüfstand, „allerdings nicht mit dem Rasenmäher“. Wichtig sei eine enge Kommunikation mit den Trägern. Einig sind sich Stadt und AWO darin, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und zugleich Eigenverantwortung zu stärken. Doppelstrukturen gelte es zu vermeiden. „Wir müssen sorgfältig schauen, was wir uns noch leisten wollen und können“, so Harman.

Der AWO-Unterbezirk beschäftigt in den Kreisen Warendorf und Unna sowie in Hamm insgesamt rund 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa 100 in Ahlen. Hier liegt der Schwerpunkt in der Kindertagesbetreuung mit vier Kitas und der Offenen Ganztagsschule; zudem trägt die AWO Verantwortung in der Migrationsberatung. Rainer Goepfert räumte ein, dass der finanzielle Druck nicht nur in Ahlen groß sei. Sein Wunsch zum Abschied: die Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren. In sie müsse investiert werden. Ahlen, betonte er, verfüge dabei über gute Netzwerke, die fortzuführen seien. 
 


Redaktionelle Verantwortung: Redaktion Stadtportal Ahlen | Impressum