Einen Schwerpunkt setzte der Impulsvortrag von Franca Börsch vom „Zukunftsnetz Mobilität NRW“. Im Zusammenhang mit dem schulischen Mobilitätsmanagement griff sie unter anderem den 2024 in Ahlen durchgeführten Fußverkehrscheck (FVC) auf. Nach Ansicht vieler Teilnehmer sei es sinnvoll, sogenannte „Mini-FVCs“ künftig gezielt an Kindergärten, Schulen oder Senioreneinrichtungen durchzuführen. Auch nächtliche Kontrollen der Beleuchtungssituation seien zu überlegen, um Gefahren in der dunklen Jahreszeit frühzeitig zu erkennen.
Großen Raum nahm in der Diskussion die Problematik der sogenannten Elterntaxis an Grundschulen ein. Mobilitätsmanager Henning Kellermann kündigte an, dass deren Praxis näher untersucht werden soll. Bereits jetzt gebe es Begehungen des Schulumfeldes und Gespräche mit Schulleitungen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass über bestehende Lösungen wie sogenannte Kiss-&-Go-Zonen geteilte Ansichten bestehen.
Auch die Stadtschulpflegschaft erkennt Handlungsbedarfe. Nach einer Befragung von Eltern und Lehrkräften gehören mehr Querungshilfen, bessere Beleuchtung sowie freigeschnittene Sichtachsen an Straßen zu den wichtigsten Wünschen. Der ADFC bestätigte viele dieser Punkte aus eigenen Fahrklimatests. Kritisiert wurde zudem, dass zahlreiche Verkehrsverstöße inzwischen als „normal“ wahrgenommen würden, weil Kontrollen nur sporadisch stattfänden.
Beim Thema Schulbusverkehr berichtete Andreas Havers von der RVM über gefährliche Situationen an Schul-Bushaltestellen. Gleichzeitig verwies er auf neue Informationsflyer für Schülerinnen und Schüler sowie auf Angebote wie „Busschulen“ und Rollator-Trainings. Auf großes Interesse stieß der Vortrag über „Fußverkehrsecken“, wie sie in manchen Großstädten schon für Sicherheit sorgen. Für den Bereich Weststraße/Westfalendamm/Richard-Wagner-Straße werde eine solche Lösung derzeit geprüft, berichtetet die Stadt Ahlen. Ziel sei es, den Einmündungsbereich für Autos einzuengen und Fußgängern das Queren zu erleichtern.
Die von der städtischen Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität organisierte Verkehrssicherheitskonferenz tagt jährlich. Sie versammelt verschiedene Institutionen, die sich für die Verkehrssicherheit in Ahlen stark machen. So bspw. die Polizei, den ADFC, die RVM, Schulen, Elternvertretungen und die Stadt Ahlen.
