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Museumstag zeigt die kulturelle Vielfalt der Ahlener Ausstellungshäuser

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Sechs Museen und Ausstellungshäuser, ein gemeinsames Ziel: Kultur und Geschichte für alle erlebbar machen. Bereits zum 16. Mal lädt der Ahlener Museumstag am Sonntag, 17. Mai, von 11 bis 18 Uhr zu einer Entdeckungsreise durch die vielfältige Museumslandschaft der Stadt ein. Der Eintritt in allen beteiligten Einrichtungen ist frei. Ob Kunst, Stadtgeschichte, Industriekultur oder Sport: Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Ausstellungen, Führungen, Vorträgen und kreativen Mitmachaktionen für die ganze Familie. Besonders reizvoll ist, dass die einzelnen Programmpunkte zeitlich aufeinander abgestimmt sind, so dass sich problemlos mehrere Stationen miteinander verbinden lassen.

Ahlens Erste Beigeordnete und Kulturdezernentin Stephanie Kosbab würdigte das Engagement der zahlreichen Beteiligten. „Wenn viele Menschen gemeinsam dieselbe Idee tragen, entsteht ein echter ,Wir sind Ahlen‘-Moment. Das kann man nicht in Geld aufwiegen“, sagte sie bei der Vorstellung des Programms. Der Museumstag zeige eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig die Kulturszene der Stadt sei. Auch Caroline Kirchner, Leiterin des Kulturbüros, freut sich über die große Resonanz: „Schön, dass sich so viele Akteure beteiligen. Das macht Ahlen kulturell attraktiv.“ Gaby Moser-Olthoff vom Kulturbüro betonte zudem die enge Abstimmung zwischen den Häusern, damit Besucher möglichst viele Angebote wahrnehmen können.

Zwar ist für Sonntag durchwachsenes Wetter angekündigt, für den Museumstag empfiehlt sich jedoch die kulturelle Fahrradtour quer durch Ahlen. Einen entsprechenden Parcours zwischen den einzelnen Standorten hat das Kulturbüro vorbereitet. Der Auftakt des Museumstags erfolgt um 12 Uhr im Kunstmuseum Ahlen. Weitere Programmhöhepunkte folgen um 14 Uhr im Kunstmuseum und Grubenwehrmuseum, um 15 Uhr im Heimatmuseum sowie um 16 Uhr erneut im Kunstmuseum und Grubenwehrmuseum. Den Abschluss bildet die Führung in der Stadt-Galerie von 17 bis 18 Uhr. 

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Kunstmuseum Ahlen setzt auf Musik und Mitmachaktionen
Im Kunstmuseum Ahlen steht die Ausstellung „Aus Leidenschaft. Die Sammlung Maximilian und Agathe Weishaupt zu Gast“ im Mittelpunkt. Dagmar Schmidt wirbt für eine Schau, deren Werke nur selten öffentlich zu sehen seien. Ein besonderer Programmpunkt beginnt um 12 Uhr: Die Schule für Musik im Kreis Warendorf gestaltet einen musikalischen Rundgang durch die Ausstellung, moderiert von Dagmar Schmidt. Um 14 und 16 Uhr folgen Familienführungen unter dem Motto „Entdecken und Sammeln“. Dabei können Kinder und Erwachsene an verschiedenen Stationen selbst kreativ werden und eigene Eindrücke künstlerisch umsetzen.
Das Kunstmuseum ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Für die Führungen wird um vorherige Anmeldung gebeten (anmeldung@kunstmuseum-ahlen.de).

Neue Dauerausstellung im Jupp-Foto-Club
Der Jupp-Foto-Club eröffnet zum Museumstag seine neue Dauerausstellung „Der Weg der Kohle bis in Tante Friedchens Küche“. Anders als frühere Präsentationen setzt die Schau nicht mehr ausschließlich auf Fotografien, sondern kombiniert Bilder mit historischen Exponaten, Informationstafeln und interaktiven Elementen. Besonders eindrucksvoll dürfte eine virtuelle Grubenfahrt sein, die Besucher bis in 1000 Meter Tiefe führt und den Arbeitsalltag der Bergleute nachvollziehbar macht. Walter König vom Jupp-Foto-Club berichtet, dass die Ausstellung bereits im Vorfeld auf großes Interesse gestoßen sei.
Zusätzlich zeigt der Dolberger Schlepperstammtisch von 12 bis 15 Uhr historische Trecker auf dem Glückaufplatz. Die Ausstellung im Jupp-Foto-Club ist von 11 bis etwa 17 Uhr geöffnet. Die Räume im ersten Obergeschoss sind allerdings nicht barrierefrei erreichbar.

Kunstverein präsentiert „Fluidität“
In der Stadt-Galerie Ahlen zeigt der Kunstverein Ahlen die Ausstellung „Fluidität“ mit Arbeiten von Anica Hauswald und Arvid Boecker. Die Schau ist bereits Ende April eröffnet worden und kann am Museumstag von 11 bis 18 Uhr besucht werden. Zum Abschluss des Tages lädt der Kunstverein um 17 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung ein. Dabei soll nicht nur über Kunst gesprochen werden, auch der persönliche Austausch in entspannter Atmosphäre steht im Mittelpunkt. Gerd Buller vom Kunstverein kündigt „eine hochwertige Ausstellung zweier sehr unterschiedlicher künstlerischer Positionen“ an.

Heimatmuseum blickt auf die Gebietsreform zurück
Das Heimatmuseum widmet sich in einer Sonderausstellung der kommunalen Neugliederung und Gebietsreform vor 60 Jahren. Thematisiert werden die Entwicklungen in Vorhelm, Dolberg, Altahlen und Neuahlen. Besonders ausführlich beleuchtet wird die damalige Situation in Vorhelm. Um 15 Uhr hält Kreisarchivar Dr. Knut Langewand den Vortrag „Aus 5 mach 1. Wie Ahlen so groß wurde, wie es jetzt ist“. Darin zeichnet er die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen nach, die zur heutigen Stadtstruktur führten.
Josef Rehbaum, Vorsitzender des Heimatvereins Vorhelm, berichtet von intensiven Diskussionen, die die Neugliederung begleitet haben. „Es war erstaunlich zu sehen, wie emotional die Debatten damals geführt wurden“, sagt er. Letztlich hätten sich die Bürgerinnen und Bürger in einer Abstimmung jedoch deutlich für Ahlen ausgesprochen.

Sportmuseum dokumentiert Ahlener Sportgeschichte
Das Sportmuseum beziehungsweise Sportarchiv Ahlen präsentiert zahlreiche Zeugnisse der lokalen Sportgeschichte, darunter Trikots, Pokale, Urkunden, Sportgeräte und historische Zeitungsberichte. Besonders bemerkenswert: Das Museum gilt als das einzige ehrenamtlich geführte Sportmuseum Nordrhein-Westfalens. Besucher können zudem eigene Erinnerungsstücke und Exponate aus dem Ahlener Sport mitbringen. Werner Fechner-Dildrop weist vor allem auf die aus der Sammlung Hermann Vienhues stammenden gebundenen Sportberichte aus den Jahren 1985 bis 2024 hin, die einst in der Ahlener Volkszeitung und Ahlener Zeitung, später in den Westfälischen Nachrichten erschienen.

Grubenwehrmuseum vermittelt Untertagegefühl
Im Grubenwehrmuseum steht die Erinnerung an die Zeche Westfalen im Mittelpunkt. Nach der Schließung des Bergwerks wurde die frühere Begegnungsstätte von ehemaligen Bergleuten in ehrenamtlicher Arbeit zu einem Museum umgestaltet. Auch rund 25 Jahre später vermittelt die Ausstellung noch immer ein nahezu authentisches Untertageerlebnis. Am Museumstag werden familiengerechte Führungen angeboten. Zudem sind Führungen auf den Förderturm um 14 und 16 Uhr geplant – sofern das Wetter mitspielt. Das Grubenwehrmuseum öffnet von 12 bis 18 Uhr seine Türen.


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