Direkt im Anschluss startet ein vierstündiges, abwechslungsreiches Programm, getragen von Vereinen, Initiativen und Einrichtungen aus dem Stadtteil. Ob Mitmachaktionen, spannende Einblicke an Infoständen oder kulinarische Angebote: der neue Platz soll von Beginn an mit Leben gefüllt werden und seine ganze Vielfalt zeigen.
So informiert die Stadtschulpflegschaft anschaulich über Kinderrechte und lädt insbesondere junge Besucherinnen und Besucher sowie ihre Familien dazu ein, sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Sportlich wird es beim Petanque-Club „La Difference“, der gemeinsam mit der SINN-Gruppe das Boule-Spiel vorstellt und zum Ausprobieren einlädt. Die städtische Stabsstelle Klima und Mobilität präsentiert sich zusammen mit der Stabsstelle Strukturförderung und gibt Einblicke in aktuelle Projekte rund um Radtouristik, Umwelt- und Klimaschutz. Passend dazu informieren die Radsportfreunde an einem eigenen Stand über ihre Arbeit und zeigen verschiedene Fahrräder, die vor Ort begutachtet werden können.
Für Bewegung und Spaß sorgt die Jugendförderung mit einem sogenannten Menschenkicker, bei dem Teamgeist und Geschick gefragt sind. Die Judosportgemeinschaft stellt ihre Angebote vor und informiert über Trainingsmöglichkeiten und Vereinsarbeit. Auch der Schachverein ist vertreten und lädt unter dem Motto „Schach für alle“ dazu ein, sich am Brett zu versuchen, unabhängig von Alter oder Vorkenntnissen. Ein Höhepunkt des Tages ist der um 14 Uhr startende Spendenlauf des TV Einigkeit Ahlen zugunsten von Menschen aus der unter dem Krieg leidenden ukrainischen Stadt Khotyn, bei dem sportliches Engagement mit sozialem Einsatz verbunden wird. Kulinarisch bereichert wird das Programm durch den Förderverein für Frauen- und Mädchenfußball von RW Ahlen, der neben einer Schussgeschwindigkeitsmessung frisch zubereitete Kartoffelspiralen anbietet.
Technikinteressierte kommen beim Modellflugclub auf ihre Kosten: Neben einer Ausstellung gibt es Informationen rund um den Modellflug sowie die Möglichkeit, Flugsimulationen auszuprobieren. Die DLRG informiert über ihre Arbeit und bietet das „Wasser-Kibaz“ an, ein Bewegungsangebot speziell für Kinder. Auch soziale Themen finden Raum: Innosozial stellt seine Arbeit vor und steht für Gespräche zur Verfügung. Die Tischtennisabteilung der Ahlener Sportgemeinschaft präsentiert sich mit einem Infostand und lädt mit Mini-Tischtennisplatten zum Mitspielen ein.
Für gastronomische Vielfalt sorgt die Ditib-Gemeinde mit türkischen Spezialitäten, während ein Imbisswagen klassische Angebote wie Pommes und Bratwurst bereithält. Das Stadtteilbüro informiert über Projekte und Angebote im Quartier und steht als Anlaufstelle für Fragen und Anregungen bereit. Die Fritz-Winter-Gesamtschule gibt Einblicke in die Arbeit ihrer Schülerfirmen und bietet verschiedene selbst hergestellte Produkte an. Für die notwendige Infrastruktur ist ebenfalls gesorgt: Ein barrierefreier Toilettenwagen steht den Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung, und das Deutsche Rote Kreuz begleitet die Veranstaltung, um im Bedarfsfall schnelle Hilfe leisten zu können.
Insgesamt erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm, das den neuen Platz mit Leben füllt und die Vielfalt des Quartiers eindrucksvoll widerspiegelt.
Hintergrund:
Aus einer zuvor wenig einladenden Schotterfläche mit Parkplatz ist ein lebendiger, parkähnlicher Raum entstanden, der künftig als zentraler Treffpunkt im Quartier dienen soll. Die Planung für die Neugestaltung entwickelte das Berliner Büro „Franz Reschke Landschaftsarchitektur“, das sich in einem Wettbewerb gegen sieben weitere Entwürfe durchsetzen konnte. Ziel war es, die in die Jahre gekommene Fläche grundlegend aufzuwerten und einen attraktiven Aufenthaltsort mit ganzjährig vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen.
Im Mittelpunkt des Konzepts steht eine klare Neuordnung der Flächen: Die Parkplätze wurden an den nördlichen Rand verlegt, während großzügige Aufenthalts- und Aktionsbereiche nun das Zentrum bilden. Zusätzliche Grünflächen, schattenspendende Bepflanzung sowie Maßnahmen zur Klimaanpassung – etwa zur Versickerung von Regenwasser – tragen zu einer spürbar höheren Aufenthaltsqualität bei. Auch zahlreiche Ideen aus der Bürgerschaft sind in die Planung eingeflossen und prägen das neue Erscheinungsbild des Platzes maßgeblich.





