Das Format bietet eine sensible und tiefgründige Auseinandersetzung mit den erschütternden Ereignissen des Holocaust und trägt zur historischen Bewusstseinsbildung bei.
Ein erfahrener deutschsprachiger Guide erzählt live und führt die Teilnehmenden durch die ehemaligen Lager Auschwitz I und Birkenau. Multimedia-Materialien, Archivfotos, Dokumente, Zeugnisse und künstlerische Arbeiten ergänzen die Führung. Durch interaktive Elemente und eindrucksvolle Darstellungen werden die persönlichen Geschichten der Opfer lebendig und greifbar. Zudem ist es auch möglich, mit dem Guide zu kommunizieren und Fragen zu stellen.
Das Angebot richtet sich an Erwachsene, die sich mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges und des Holocaust auseinandersetzen. Für die Teilnahme stehen zwei Varianten zur Verfügung: Interessierte können entweder von zu Hause aus individuell an der Veranstaltung teilnehmen oder die Führung gemeinsam mit anderen Teilnehmenden im Filmsaal an der VHS Ahlen, im Alten Rathaus, erleben.
Die Gebühr beträgt 5,00 €. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen sind erhältlich auf der Homepage der VHS, in der VHS-Geschäftsstelle in Ahlen: vhs@stadt.ahlen.de oder unter 02382 59-436. Anmeldeschluss ist der 4. März.
Über das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte Vernichtungslager in der Nazi-Zeit. Es wurde 1940 im polnischen Dorf Oświęcim errichtet. Alle Lager und Außenlager wurden von den Nazis von der Außenwelt isoliert und mit einem Stacheldrahtzaun umgeben. Der erste Transport mit politischen Häftlingen kam am 14. Juni 1940 an. Die 728 polnischen Häftlinge bekamen die Nummern 31 bis 758 und wurden von SS-Hauptsturmführer Karl Fritsch mit den Worten begrüßt, sie seien nicht im Sanatorium und der einzige Weg nach draußen führe durch den Kamin. Bis 1945 wurden mehr als eine Million Menschen (davon Juden, Polen, Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene und weitere) in das Konzentrationslager deportiert. Die Häftlinge verloren ihr Leben aufgrund der unmenschlichen Bedingungen, Hunger, Zwangsarbeit, medizinischen Experimenten, Exekutionen und Vergasung. Die Zahl der Opfer beträgt ca. 1,1 Millionen.
