In Ahlen war Schmuck, der von allen „Wiggerl“ genannt wurde, häufig und gern gesehener Gast. Zahlreiche Aufenthalte führten ihn im Rahmen von Städtepartnerschaftsbesuchen ins Münsterland, wo er sich stets wohlfühlte und es genoss, unter Freundinnen und Freunden zu sein. Seit 1990 war Ludwig Schmuck Mitglied des Stadtrats und brachte sich von Beginn an mit großem Engagement ein. „Mit seiner leidenschaftlichen, zugleich stets sachlichen Art, seiner großen Erfahrung und seinem Blick für das Machbare war er ein geschätzter Ratgeber und verlässlicher Kollege“, heißt es im Nachruf der Stadt Penzberg. Auch über die Stadtgrenzen hinaus übernahm er Verantwortung: Von 2002 bis 2008 sowie 2014 bis 2020 im Kreistag und zwölf Jahre lang als Dritter Bürgermeister. Penzbergs frühere Bürgermeisterin Elke Zehetner bezeichnete Schmuck anlässlich seines 70. Geburtstages als „Unikat und Bürgermeister der Herzen“.
Bürgermeister Matthias Harman sprach Schmucks Familie im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ahlen, von Rat und Verwaltung sowie ganz persönlich sein Beileid aus und erinnerte an den jüngsten Wahlerfolg, „der so eindrucksvoll belegte, wie beliebt und anerkannt der liebe Verstorbene in der Stadt Penzberg war.“ Mit Schmuck verliere die Partnerstadt „eines der bekanntesten Gesichter, die uns Penzberg und seine Menschen so sympathisch machen.“ Offenheit und Humor seien bezeichnend gewesen für den „Botschafter oberbayerischer Lebensart.“ Für die innige Städtepartnerschaft zwischen Penzberg und Ahlen habe er einen unschätzbaren Anteil geleistet. „Ich erinnere mich an manches fröhliches Beisammensein und werde ihn vermissen!“
