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Alles rund ums Osterei: Kaufen, lagern, färben, ersetzen

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Ostern naht – und damit die Zeit für bunte Eier, süßes Gebäck und kreative Bastelideen. Doch worauf sollten Sie bei gefärbten Eiern achten? Wie lange sind bunte Eier haltbar? Und wo lässt sich rund ums Fest ein Ei ersetzen? Ein Überblick der Verbraucherzentrale NRW.

Ostern naht – und damit die Zeit für bunte Eier, süßes Gebäck und kreative Bastelideen. Doch worauf sollten Sie bei gefärbten Eiern achten? Wie lange sind bunte Eier haltbar? Und wo lässt sich rund ums Fest ein Ei ersetzen? Ein Überblick der Verbraucherzentrale NRW. 
 
Gefärbte Eier aus dem Handel 
Bunt gefärbte Eier haben bei vielen Familien Tradition. Wer sie hart gekocht im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt kauft, findet auf der Verpackung das Mindesthaltbarkeitsdatum, Angaben zu Farbstoffen sowie Name und Anschrift des Anbieters. Allerdings gelten hier andere Kennzeichnungspflichten als bei rohen Eiern: Gekochte Eier müssen keinen Stempel mit Herkunfts- und Haltungskennzeichnung tragen. Wer Wert auf regionale Ware oder bestimmte Haltungsformen wie Bio oder Freiland legt, sollte gezielt auf entsprechende Angaben achten, sagt Judith Spittler, Leiterin der Beratungsstelle im Kreis Warendorf. Bei bunten Eiern, die lose auf Wochenmärkten oder im Einzelhandel verkauft werden, muss wiederum kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben sein. Hier weiß man nicht, wie lange sie noch haltbar sind. 
 
Eier selbst färben 
Wer auch zu Ostern Wert auf regionale Eier und eine artgerechte Tierhaltung legt, färbt selbst – so weiß man genau, was auf dem Frühstückstisch landet. Neben klassischen Färbetabletten lassen sich auch Naturmaterialien verwenden: Rotkohlblätter tönen weiße Eier blau, Kurkumapulver färbt intensiv gelb. Zwei Esslöffel Kurkuma in einen Topf mit Wasser geben und die Eier in dem gelben Sud zehn Minuten kochen. Rote Zwiebelschalen und Rote Bete färben dezenter und ergeben warme Rottöne. Die klein geschnittenen Pflanzenteile in Wasser etwa eine halbe Stunde auskochen und anschließend ab sieben. Die hart gekochten Eier dann im Farbsud ziehen lassen. Je länger, desto intensiver wird die Farbe. Wer der bunten Schale Glanz verleihen will, kann das Ei mit etwas Speiseöl einreiben. Wer ausgeblasene rohe Eier bemalen möchte, sollte die Eier vor dem aus pusten mit warmem Wasser und etwas Spülmittel abwaschen und mit einem Hilfsmittel (z.B. einem Strohhalm) auspusten, um wegen möglicher Krankheitserreger den direkten Kontakt mit dem Mund zu vermeiden. Vor dem Verzieren jetzt nur noch die ausgeblasenen Eier mit Wasser innen und außen reinigen und vorsichtig mit Küchenpapier trocken tupfen. 
 
Tipps zur Haltbarkeit 
Rohe Eier sind nach dem Legen mindestens vier Wochen lang haltbar und sollten im Kühlschrank gelagert werden. Hart gekochte, abgeschreckte Eier sind im Kühlschrank zwei Wochen haltbar. Am längsten halten sich nicht abgeschreckte Eier: Diese kann man auch nach vier Wochen noch essen, wenn die Schale unversehrt ist. Bei Rissen in der Schale gilt: Kühl lagern und schnell verbrauchen, da Erreger in die Eier gelangen können, die die Haltbarkeit reduzieren. Auch deshalb ist das Anpieksen vor dem Kochen nicht empfehlenswert. Rohe Eier bewahrt man am besten im Karton auf, denn nur dort ist das Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt. 
 
Eier ersetzen 
Beim Frühstücksei ist es schwierig, aber Möhrenkuchen, Osterzopf oder gebackenes Osterlamm lassen sich gut ohne Eier zubereiten. Wer auf Eier verzichten möchte, kann viele Klassiker problemlos abwandeln. Beim Backen können einzelne Eier einfach weggelassen oder durch zwei bis drei Esslöffel Apfelmus oder eine halbe zerdrückte Banane ersetzt werden. Aber: Beim Ersetzen von Eiern ist etwas Experimentierfreude gefragt. Der Ersatz sollte geschmacklich mit dem Rezept harmonieren. Das Ergebnis kann, je nach Rezeptur, etwas anders ausfallen als mit Eiern, schmeckt aber bestimmt. Einfacher gelingt das Ei-Ersetzen, wenn man ein Ei-Ersatzprodukt aus dem Handel verwendet.

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