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Linde, Eiche, Hainbuche: Rekordverdächtiger Zuwachs im Langstwald

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Im Bürgerwald Langst sind am Dienstag zahlreiche neue Bäume gepflanzt worden. Die Stadt dankte dabei den Baumpatinnen und -paten, die mit ihren Spenden und ihrem Engagement zur Erweiterung des Waldes beigetragen haben. „Diesmal rekordverdächtig“, freute sich der städtische Gärtnermeister Andreas Lammerding-Genau, „53 Bäume, die mit einer Spendensumme von über 8.000 Euro gepflanzt werden konnten, hatten wir bis dato noch nie.“

Die meisten Spenderinnen und Spender waren der Einladung gefolgt und erlebten eine Veranstaltung, die ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit und persönlicher Verbundenheit stand. Stellvertretender Bürgermeister Ralf Marciniak würdigte die Bedeutung der Aktion: „Ein Baum ist mehr als nur eine Pflanze. Er steht für Leben, für Beständigkeit und für Hoffnung.“ Sein besonderer Dank galt den Patinnen und Paten, die die Pflanzung erst möglich machten. „Mit Ihrer Spende und Ihrem Engagement zeigen Sie besondere Verbundenheit mit unserer Stadt und unserer Natur“, betonte Marciniak. Gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen durch Klimawandel und Artenverlust sei jede einzelne Pflanzung von großer Bedeutung. Die neu gesetzten Bäume sollen künftig Schatten spenden, Lebensräume für Tiere schaffen und den Langstwald als Naherholungsgebiet weiter aufwerten.

Jeder Baum habe eine persönliche Geschichte, hob Marciniak hervor: „Manche von Ihnen haben einen Baum aus Freude gestiftet, andere zum Gedenken an einen lieben Menschen. So wird dieser Bürgerwald auch zu einem Ort voller Erinnerungen.“ Während der Pflanzung wurde deutlich, man kommt hier ins Gespräch und tauscht sich über persönliche Beweggründe aus: Da ist der Baum, der für einen neuen Erdenbürger gepflanzt wurde, dort einer, der aus Anlass des 60. Hochzeitstages nun in der Langst zu finden ist oder ein anderer, der als Dank nach überstandener Krankheit gespendet wurde.

Möglich gemacht hat das Andreas Lammerding-Genau von den Ahlener Umweltbetrieben (AUB), der mit seinem Team die Pflanzaktion organisiert hatte. Die Art der Bepflanzung des Bürgerwaldes erfolgte in enger Rücksprache mit dem Revierförster. „Wir haben uns mit Linde, Eiche, Hainbuche und Vogelkirsche dabei für die typischen alten Waldcharakterbäume entschieden“, erläuterte der Gärtnermeister die ausgewählten Baumarten und deren Bedeutung für das Ökosystem. Dabei wurde darauf geachtet, die Bäume mit großzügigen Abständen anzupflanzen. „Das ermöglicht künftig das Bummeln durch den Wald und natürlich das leichtere Wiederfinden des grünen Patenkindes“, so Andreas Lammerding-Genau.

Dass das zuletzt sonnige Frühlingswetter aktuell eine kleine Pause macht, kommt ihm dabei gerade recht, das tue den frisch gepflanzten Bäumen richtig gut. „Ich wünsche mir, dass Sie immer wieder hierher zurückkehren, um Ihren Baum wachsen zu sehen“, sagte Ralf Marciniak, während er die Patenschaftsurkunden aushändigte. „Vielleicht stehen Sie eines Tages mit Ihren Enkeln hier und können sagen: Diesen Baum habe ich gepflanzt.“

Aufgrund der erfreulich hohen Nachfrage ist die Fläche des Bürgerwaldes in der Langst nun bereits komplett gefüllt. Aktuell ist noch keine andere Fläche in Sicht, um weitere Baumpatenschaften zu pflegen. Wer aber grundsätzlich daran interessiert ist oder Fragen hat, sollte Andreas Lammerding-Genau von den Ahlener Umweltbetrieben (AUB) per E-Mail unter lammerding-genaua@stadt.ahlen.de oder Tel. 0 23 82 59 92 05 ansprechen.
 


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