Im Mittelpunkt standen verkehrsrechtliche Anordnungen, die sowohl die Teilnehmenden der Umzüge als auch den übrigen Verkehr schützen sollen. Dabei machte die Verwaltung deutlich, dass Straßensperrungen nur in sehr geringen Ausnahmefällen notwendig seien. „Die gegenüber dem Vorjahr erfolgte Reduzierung von Sperrungen ist ein gutes Zeichen“, betonte Harman. In der Regel genüge es, an neuralgischen Punkten eine Handvoll Ordner einzusetzen, die den Verkehr mit Warnflaggen auf die Umzüge aufmerksam machen. Diese Ordner müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
Zudem ist vorgeschrieben, dass sich die Umzüge im öffentlichen Straßenraum stets zwischen zwei Fahrzeugen mit Rundumleuchten bewegen, um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten. Als besonders sensibel gelten etwa Einmündungen auf Hauptverkehrsstraßen, Kreisverkehre oder Ampelkreuzungen. Zur Unterstützung der Vereine hatten Straßenverkehrsbehörde und Ordnungsamt für jeden einzelnen Umzug individuelle Planskizzen erstellt. Darin sind mögliche Gefahrenstellen entlang der jeweiligen Zugstrecken markiert, die durch die Veranstalter entsprechend abgesichert werden müssen.
Zugleich unterstrich die Stadt, dass es sich bei den Regelungen nicht um starre Vorgaben handele. Vielmehr wolle man in dieser Saison praktische Erfahrungen sammeln. „Das ist ein Prozess, der sich weiterentwickelt“, sagte Harman. Ziel des Gesprächs sei es gewesen, Missverständnisse zwischen Verwaltung und Vereinen zu vermeiden. Die Schützenvereine nahmen das Gesprächsangebot dankend an und signalisierten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Nach Abschluss der Saison ist ein erneuter Austausch geplant, um die gesammelten Erfahrungen gemeinsam auszuwerten und die Abläufe gegebenenfalls weiter zu optimieren.
