Das Bühnenstück „Die Chinesische Mauer“ von Max Frisch spielt im „Reich der Mitte“ vor dreitausend Jahren zur Zeit des ersten erhabenen Kaisers Hwang Ti, genannt der „Himmelssohn“. Dieser lässt die Große Mauer errichten, um sein Reich vor äußeren Feinden zu schützen und seine Herrschaft für die Ewigkeit zu sichern.
Doch plötzlich geraten die Ordnungen von Zeit und Geschichte aus den Fugen. Zwei Zeitreisende, die Heutigen, treffen am Hof des Kaisers auf berühmte historischen Gestalten aus verschiedenen Jahrhunderten. Sie diskutieren über Macht, Krieg, Fortschritt und die Verantwortung des Menschen. Während der Kaiser versucht, die Kontrolle zu bewahren und seine bröckelnde Herrschaft mit allen Mitteln zu sichern, wird immer deutlicher, dass sich die Menschheit trotz aller Erfahrungen der Geschichte immer wieder denselben Gefahren aussetzt.
Max Frisch (1911-1991), einer der einflussreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts, hat mit Humor, Ironie und nachdenklichen Momenten ein ebenso zeitloses wie unterhaltsames Theaterstück geschaffen. Er selbst verstand sein Werk als dichterische Absage an die Gewalt und die Tyrannei – und als Plädoyer für die Wahrheit und die Gerechtigkeit.
Die beiden Aufführungen finden am Montag, 6. Juli, sowie am Mittwoch, 8. Juli, um jeweils 19 Uhr in der Aula des Städtischen Gymnasiums statt.
Der Eintrittspreis beträgt 4 € für Schülerinnen und Schüler und 7 € für Erwachsene. Karten sind vormittags im Foyer vor der Aula des Gymnasiums sowie an der Abendkasse erhältlich.
