Die Konferenz zeigte konkrete Wege auf, wie zusätzliche Fördermittel für kulturelle Bildungsangebote nach Ahlen geholt werden können.
Erste Beigeordnete und Kulturdezernentin Stephanie Kosbab begrüßte die Anwesenden und betonte die große Vielfalt der Bildungs- und Kulturlandschaft in Ahlen. Eine zentrale Aufgabe sei es, junge Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern. Kulturvermittlung sei heute in vielen Familien nicht mehr selbstverständlich. Deshalb komme Schulen, Kultureinrichtungen und weiteren Bildungspartnern eine besondere Verantwortung zu, Interesse zu wecken und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.
Einen Schwerpunkt der Konferenz bildete die Vorstellung des Bundesförderprogramms „Kultur macht stark“. Sophia Roggenbuck von der Beratungsstelle Kulturelle Bildung NRW erläuterte die Möglichkeiten des Programms, das seit 2013 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit jährlich 50 Millionen Euro gefördert wird. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen zwischen drei und 18 Jahren, die nur eingeschränkten Zugang zu kulturellen Angeboten haben, neue Chancen auf kulturelle Bildung und gesellschaftliche Teilhabe zu eröffnen.
Voraussetzung für eine Förderung ist die Zusammenarbeit von mindestens drei lokalen Partnern aus den Bereichen Kultur, Bildung und Sozialraum. Diese schließen sich zu einem sogenannten Bündnis für Bildung zusammen und entwickeln gemeinsame Projektideen. Die Förderung erfolgt als Vollfinanzierung über einen der bundesweit 27 Programmpartner. Auch Schulen können Teil eines solchen Bündnisses werden und von der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern profitieren.
Wie erfolgreich solche Kooperationen sein können, zeigte Alexandra Peter vom Gustav-Lübcke-Museum in Hamm anhand praktischer Beispiele. Dort wurde unter anderem eine Schreibwerkstatt ins Leben gerufen. Es sei gelungen, mehr Jugendliche für das Museum zu gewinnen und es als Ort der Begegnung und Teilhabe erfahrbar zu machen. Teresa Künstler vom Kulturbüro Ahlen sieht in dem Förderprogramm großes Potenzial. „Die Teilnahme am Projekt kann überraschende Wege nehmen. Es führt Kulturpartner zusammen, die sich zwar kennen, aber bislang noch nicht richtig zusammengekommen sind“, sagte sie.
Über weitere Fördermöglichkeiten informierte Caroline Kirchner, Leiterin des Kulturbüros. Sie stellte den Heimat-Scheck NRW vor, mit dem Projekte von Heimat- und Brauchtumsvereinen sowie engagierten Einzelpersonen unterstützt werden können. Zudem verwies sie auf den Kultur-Scheck NRW, der kleinere Kulturveranstaltungen im öffentlichen Raum finanziell fördert.
Weitere Informationen zum Programm „Kultur macht stark“ erteilt die Beratungsstelle Kulturelle Bildung NRW unter Tel. 02191 794377 oder per E-Mail an info@kulturmachtstark-nrw.de.
