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Arbeitsgemeinschaft bündelt Kräfte für Medienschutz an Ahlener Schulen

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Handyregeln, Mediensucht, Cybermobbing und der Umgang mit sozialen Medien: Die Themen rund um den Medienschutz beschäftigen zunehmend Schulen, Familien und Fachkräfte. In Ahlen sollen diese Herausforderungen nun gemeinsam angegangen werden. Dazu startete die neue Arbeitsgemeinschaft „Medienschutz an weiterführenden Schulen“ im Rahmen der Ahlener Präventionskette, die für ein Jahr bis zum Sommer 2027 angelegt ist.

In dieser Zeit sollen verschiedene Beteiligungsformate für Jugendliche, Eltern und Fachkräfte geschaffen und erprobt werden. „Ziel der AG Medienschutz ist die Abstimmung beziehungsweise Erarbeitung verschiedener Medienschutzbausteine für Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen in Ahlen, um den Themen rund um den Medienschutz bestmöglich zu begegnen“, erklärt Sandra Holtmann, Koordinatorin der Ahlener Präventionskette.

Eine Besonderheit der neuen Arbeitsgemeinschaft: Erstmals sind in einer Arbeitsgruppe der Ahlener Präventionskette mit Jugendlichen, Eltern und Fachkräften alle drei zentralen Zielgruppen vertreten. Auch Schülerinnen und Schüler wirken aktiv mit. „Das ist ein großer Entwicklungsschritt für den Aufbau der künftigen Arbeitsgruppen und ermöglicht es, präventive Themen und Angebote möglichst passgenau für Kinder, Eltern und Fachkräfte in Ahlen zu entwickeln“, so Holtmann. Dass der direkte Austausch einen Mehrwert bietet, zeigte sich bereits beim ersten Treffen. „Die ersten positiven Effekte des direkten Austauschs aller drei Zielgruppen waren schon in der ersten Gruppenübung zu spüren“, berichtet Jugendmedienschutzbeauftragter Pascal Bovée.

Dabei seien unterschiedliche Perspektiven deutlich geworden. Für die Schülervertretung der Fritz-Winter-Gesamtschule ist beispielsweise der soziale Druck zur Nutzung sozialer Medien ein wichtiges Thema. Bei den Fachkräften steht dagegen unter anderem die Prävention und der Umgang mit Cybermobbing im Mittelpunkt.

Zwei Pilotschulen beteiligt
Die Overbergschule und die Fritz-Winter-Gesamtschule fungieren als Pilotschulen. Dort sollen unterschiedliche Beteiligungsformate für Kinder, Jugendliche und Eltern erprobt werden. Gleichzeitig werden Strategien im Bereich Medienschutz entwickelt und aufeinander abgestimmt. Beteiligt sind unter anderem Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter der Overbergschule, die Ausbilderinnen und Ausbilder der Medienscouts, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtschulpflegschaft. Hinzu kommen Mitarbeitende der Schulverwaltung, die Leitung der Suchtberatungsstelle und des Bürgerzentrums, Mitarbeitende des Medienkompetenzzentrums Warendorf, eine Präventionsmitarbeiterin der Polizei im Kreis Warendorf sowie das Planungsteam der Stadt Ahlen.

Zum Planungsteam gehören der Jugendmedienschutzbeauftragte, der Jugendhilfeplaner und die Koordinatorin der Ahlener Präventionskette. Ein erstes gemeinsames Projekt ist bereits auf den Weg gebracht: „Im ersten Schritt haben wir mit der AG eine Befragung für Eltern an weiterführenden Schulen entwickelt, die Ende September 2026 startet“, so Jugendhilfeplaner Markus Beckmann.

Fachtag im Dezember geplant
Auch für Fachkräfte ist ein eigenes Angebot vorgesehen. Am 10. Dezember soll ein großer Fachtag zum Thema Medienschutz an weiterführenden Schulen stattfinden. Geplant sind unter anderem Fachvorträge und Workshops mit verschiedenen Akteuren. „Von Anfang an Familien in Ahlen präventiv gut im Bereich Medienschutz zu begleiten und zu stärken, ist eines unserer obersten Ziele“, betont Jugendmedienschutzbeauftragter Pascal Bovée.

Eine besondere Rolle nehmen die drei Schülerinnen Anna-Lena Hainke, Mia Wegner und Noemi Voß ein, die als Schülervertreterinnen die Perspektive der Jugendlichen in die Arbeitsgemeinschaft einbringen. Damit wird erstmals in einer Arbeitsgruppe der Ahlener Präventionskette die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern fest verankert. „Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Eltern wollen wir weiter ausbauen und so passgenaue präventive Angebote für Familien in Ahlen gestalten“, sagt Sandra Holtmann.

Weitere Informationen zur Arbeit der AG Medienschutz sowie zu geplanten Beteiligungsformaten und Informationsveranstaltungen gibt es über den Familienwegweiser. Fragen zum Thema Medienschutz an weiterführenden Schulen beantwortet das Planungsteam der AG Medienschutz unter Praeventionskette@stadt.ahlen.de .


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