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Digitaltruck macht Digitalisierung in Ahlen erlebbar

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Forschung hautnah erleben, digitale Technologien ausprobieren und einen Einblick in die Wissenschaft von morgen gewinnen: Dazu hatten Schülerinnen und Schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule in Ahlen in der Woche vor den Herbstferien Gelegenheit. Die Stadt Ahlen und die Fritz-Winter-Gesamtschule hatten den blauen Digitaltruck „Lab on Tour“ auf das Gelände des Wersestadions eingeladen. Der imposante Sattelzug im futuristischen Design verwandelte sich vor Ort in ein mehr als 90 Quadratmeter großes mobiles Reallabor, ausgestattet unter anderem mit einem Fahrsimulator, einem Lichttunnel und einer Dachterrasse mit Blick auf das Spielfeld.

Organisiert wurde das Angebot im Rahmen des Projekts „Digitalise_SWF“, das die Fachhochschule Südwestfalen und die Hochschule Hamm-Lippstadt initiiert  haben. „Unser Ziel ist es, den Transfer digitaler Kompetenzen zu stärken und Impulse für den Umgang mit den Herausforderungen des digitalen Wandels zu setzen“, sagte die Strukturförderin der Stadt Ahlen, Karina Benjilany. Das mobile Wissenschaftslabor bringt dafür aktuelle Technologien wie Virtual Reality und interaktive Workshop-Formate direkt zu Schulen und Unternehmen.

Anschaulich wurde, welche Möglichkeiten digitale Technologien für Gesundheit und Rehabilitation eröffnen. Das Digitale Therapielabor der Hochschule Hamm-Lippstadt zeigte innovative Anwendungen im Truck. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Jan Spiekerhoff und Patrick Kohler aus dem Fachbereich Gesundheits-, Sport- und Ingenieurwissenschaften brachten der Sportklasse des Jahrgangs 10 sowie den Sport-Leistungskursen den Einsatz sogenannter Gamification-Ansätze bei der Therapie physiologischer und neurologischer Erkrankungen näher. Die Idee dahinter: Werden therapeutische Übungen spielerisch gestaltet, lassen sich Motivation und Ehrgeiz der Patientinnen und Patienten stärken. So verbindet sich die notwendige Wiederholung von Bewegungsabläufen mit einem positiven Erlebnis.

Die Jugendlichen erhielten einen Einblick in die erstaunlichen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns und lernten, welche Bedeutung Wiederholung und gezielte Reize für das Erlernen und Trainieren von Bewegungen haben. An professionellen Therapiegeräten und innovativen Prototypen, die von Studierenden der Hochschule Hamm-Lippstadt entwickelt wurden, probierten sie Anwendungen zur Rehabilitation von Fingern, Händen und Schultern sowie zum kognitiven Training aus. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Therapie und Spiel. Die Übungen erfüllen einen medizinischen Zweck und machen zugleich Spaß .

Dass aktuelle Forschung nicht allein in Hörsälen und Laboren stattfinden muss, machte Dr. Silke Glogowski deutlich. Sie verantwortet das Programm im Truck sowie die Koordination zwischen der Hochschule und den beteiligten Akteuren. Mit den Worten „Wir kommen zu euch,“ brachte sie den Gedanken des mobilen Wissenschaftslabors auf den Punkt: Wissenschaft soll dort erlebbar werden, wo junge Menschen lernen, Fragen stellen und eigene Interessen entdecken. Karina Benjilany hob den Wert der Zusammenarbeit hervor: „Es ist schön zu sehen, wie neugierig und offen die Schülerinnen und Schüler die Angebote annehmen. Mit dem Digitaltruck holen wir innovative Forschung direkt nach Ahlen und machen Zukunftsthemen ganz praktisch erlebbar. Solche Kooperationen zwischen Stadt, Schulen und Hochschulen sind besonders wertvoll, weil sie jungen Menschen neue Perspektiven eröffnen und ihnen zeigen, wie spannend Wissenschaft sein kann.“

Für die Jugendlichen bot der Besuch nicht nur die Gelegenheit, digitale Anwendungen selbst auszuprobieren. Sie erhielten zugleich einen Eindruck davon, welche Themen und Möglichkeiten ein Studium eröffnet und wie wissenschaftliche Erkenntnisse später in der Praxis eingesetzt werden können. Das Fazit fällt bei allen Beteiligten positiv aus: Der Digitaltruck verbindet aktuelle Forschung mit anschaulichem Lernen und schafft Begegnungen, die Interesse wecken und neue Perspektiven eröffnen. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf ein Wiedersehen: Für 2027 hoffen die Beteiligten auf einen erneuten Besuch des mobilen Wissenschaftslabors in Ahlen.


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