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Energiesparen ist leicht und macht Spaß

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Zu diesem Fazit kommen die teilnehmenden Schulen und Kindertageseinrichtungen der Stadt Ahlen nach der diesjährigen Teilnahme am Energiesparprojekt. Im Rahmen einer Prämierungsfeier in der Aula der Fritz-Winter-Gesamtschule wurden jetzt die Einrichtungen durch den stellvertretenden Bürgermeister Ralf Marciniak und die Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität ausgezeichnet.

„Heizung runterdrehen, Licht ausmachen, Wasserhahn zudrehen sind Dinge, bei denen man vielleicht nicht sofort denkt: Wow, da kann man richtig Spaß haben! Aber dass genau das Gegenteil der Fall ist, macht ihr uns bereits seit Jahren vor“, lobte Ralf Marciniak die anwesenden Delegationen der Schulen und Kitas.

Seit 2017 gibt es in Ahlen das Energiesparprojekt für die städtischen Schulen und Kitas. Jedes Jahr erreicht die Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität damit mehr als 5.000 Kinder, die so spielerisch lernen, wie Energie entsteht, wo sie gebraucht wird und vor allem: wie man mit ihr vernünftig umgeht.

Eine Erfolgsgeschichte, die sich an nachfolgenden Zahlen deutlich belegen lässt, so konnten in den Kitas im Durchschnitt 23,3 Prozent Wärme eingespart werden, in den Schulen sogar 26,8 Prozent. Auch beim Stromverbrauch gibt es Einsparungen: In den Kitas ging er um 23,3 Prozent, in den Schulen um 0,5 Prozent zurück.

Wichtiger sind aber durchaus die Dinge, die hinter diesen Zahlen stehen: Da werden Experimente gemacht. Es wird ausprobiert, was beim Lüften passiert. Es wird geschaut, wie man richtig heizt und wie viel Wasser eigentlich aus einem Wasserhahn läuft, wenn man ihn einfach mal eine Minute aufdreht. Es gibt Energie-AGs und Energiedetektive, die im Schulalltag ein Auge darauf haben, ob Licht, Heizung und Wasser vernünftig genutzt werden. Lehrkräfte und Hausmeister werden geschult, Gebäudebegehungen, regelmäßige Treffen, Energietipps und Newsletter runden das Engagement ab.

„Es geht nicht nur darum, ein paar Kilowattstunden einzusparen. Es geht darum, Bewusstsein zu schaffen“, bringt es Klaudia Froede, die Leiterin der Stabsstelle, auf den Punkt, „denn große Veränderungen beginnen häufig mit kleinen Dingen.“ Wenn ein Kind lernt, beim Verlassen des Klassenraums das Licht auszuschalten, ist das erst einmal eine kleine Sache. Wenn es dann zu Hause sagt: „Warum brennt denn hier eigentlich das Licht, obwohl niemand im Raum ist?“, dann wird aus einer kleinen Sache schon etwas Größeres. Deshalb sind solche Kleinprojekte gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Zudem habe die aktuelle Energiepreiskrise uns allen sehr deutlich vor Augen geführt, dass Energie eben nicht selbstverständlich und schon gar nicht kostenlos sei, so Ralf Marciniak. Da wird schnell klar: Energiesparen ist nicht nur gut für das Klima. Es kann auch ganz unmittelbar dabei helfen, Kosten zu reduzieren.

In den letzten Monaten sind im Rahmen des Projektes tolle Sachen passiert, so hatte die Kita Milchzahn beispielsweise das Umweltmobil aus Ennigerloh zu Gast, die Barbara-Schule hat eine ganze Projektwoche zum Thema Energie durchgeführt und die Marienschule praktizierte den „Warme-Pulli-Tag“  - Pulli an, Heizung ein bisschen runter, und schon ist etwas erreicht.

Als Anerkennung überreichten der stellvertretende Bürgermeister und die Stabsstelle neben den verdienten Urkunden zwei praktische Prämien: Nistkästen, die vom das-Phänomexx-Projekt gebaut wurden und Fairtrade-Fußbälle.

Ralf Marciniak bedankte sich abschließend bei allen, die das Energiesparprojekt in Ahlen tragen: Energiebeauftragte, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Hausmeisterinnen und Hausmeister und natürlich vor allem die Kinder. Seinen Wunsch für das nächste Jahr gab er allen Anwesenden mit auf den Weg: „Bitte nicht nachlassen!“
 


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