Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Wärmeversorgung in Ahlen bis zum Jahr 2045 klimaneutral gestaltet werden kann. „Wie schaffen wir es, die Wärmeversorgung bis 2045 diesem Ziel folgend umzubauen?“ formulierte Klaudia Froede, Leiterin der städtischen Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität, die zentrale Herausforderung. Auf dem Weg dorthin sollen Öffentlichkeit und beteiligte Akteure kontinuierlich über gesetzliche Vorgaben, den Planungsstand und mögliche Maßnahmen informiert werden.
Die kommunale Wärmeplanung zeigt auf, welche Form der Wärmeversorgung in den einzelnen Stadtgebieten künftig sinnvoll ist. Während sich in manchen Quartieren ein Wärmenetz anbietet, könnten an anderer Stelle dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, Holzpellet-Heizungen oder Biogas die bessere Alternative sein. Gleichzeitig sollen Erfahrungen, Planungen und Ideen der lokalen Akteure in den Prozess einfließen. In den kommenden Monaten werden im Rahmen einer Bestands- und Potenzialanalyse Daten zu bestehenden Netzen, Energieverbräuchen, Abwärmequellen, möglichen Wärmepotenzialen sowie zu Sanierungs- und Versorgungskonzepten zusammengetragen. Auf dieser Grundlage entstehen ein Zielszenario und ein Maßnahmenkatalog für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045.
Der kommunale Wärmeplan muss spätestens bis zum 30. Juni 2028 vorliegen. Seine Ergebnisse werden für weite Teile des Stadtgebiets richtungsweisend sein. Im weiteren Verlauf der Planung werden die relevanten Informationen in enger Abstimmung mit den jeweiligen Fachakteuren erhoben. Geplant sind verschiedene Informations- und Beteiligungsformate, bei denen Fragen gestellt und Anregungen eingebracht werden können. Bevor der Wärmeplan beschlossen wird, werden die Entwürfe öffentlich ausgelegt. In dieser Phase besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, Stellung zu nehmen.
Wer mit seinem Fachwissen oder seiner Erfahrung den Prozess begleiten möchte, kann sich per E-Mail an die städtische Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität wenden (kwp@stadt.ahlen.de ).
