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Keine Macht der Ohnmacht – Wie wir Krisen bewältigen und uns gegen Faschismus wehren

| Politik | Soziales | Demokratie leben!

Steigende Preise, Kriege, Klimakrise und ein spürbarer politischer Rechtsruck prägen eine Gegenwart, in der viele Menschen den Eindruck gewinnen, gesellschaftlichen Entwicklungen zunehmend ausgeliefert zu sein.

Doch was zunächst wie ein individuelles Gefühl der Überforderung erscheint, hat auch eine politische Dimension: Wer überzeugt ist, ohnehin nichts verändern zu können, zieht sich möglicherweise zurück, während andere ihre Wut in politische Aktivität übersetzen. Mit der Frage, wie Krisenerfahrungen unser Denken und Handeln verändern und was daraus für die Demokratie folgt, beschäftigt sich der Soziologe und Rechtsextremismusforscher Prof. Dr. Matthias Quent beim nächsten „Talk am Donnerstag“ der VHS Ahlen. Am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Heimatmuseum Ahlen, Wilhelmstraße 12, stellt er sein Buch „Keine Macht der Ohnmacht“ vor.

Dr. Prof. Matthias Quent beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Rechtsextremismus, Rassismus und den Bedingungen demokratischer Gesellschaften. Als Gründer des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft hat er früh untersucht, wie antidemokratische Einstellungen entstehen und welche gesellschaftlichen Entwicklungen ihnen Vorschub leisten. Heute lehrt er Soziologie an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und ist regelmäßig als Sachverständiger mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Demokratie befasst. Mit seinem neuen Buch wendet er sich nun einem Thema zu, das die politische Debatte ebenso berührt wie den persönlichen Umgang mit einer zunehmend krisenhaften Gegenwart.

In „Keine Macht der Ohnmacht“ richtet Quent den Blick auf die Frage, wie Menschen Krisen erleben und welche Folgen daraus für das gesellschaftliche Zusammenleben entstehen können. Anhand aktueller Daten und konkreter Fallgeschichten untersucht er, warum Menschen auf Verunsicherung und Krisen so unterschiedlich reagieren und wie politische Kräfte das Gefühl der Ohnmacht für ihre Zwecke nutzen können. Zugleich geht es um die Frage, wie Menschen und Gesellschaft wieder handlungsfähig werden und welche Rolle demokratisches Engagement dabei spielt. Damit berührt Quents Buch eine Debatte, die angesichts des gesellschaftlichen Rechtsrucks weit über die individuelle Erfahrung von Ohnmacht hinausweist.

Im "Talk am Donnerstag" werden aktuelle Themen aufgegriffen und mit Bürgerinnen und Expertinnen diskutiert. Nach einem einführenden Beitrag haben Bürger*innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit unserem Expert*innen zu diskutieren. Das Moderatoren-Team, bestehend aus der Journalistin Maria Kessing und dem Journalisten Dierk Hartleb, fragt nach und lässt Bürger*innen zu Wort kommen. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit! Die Veranstaltung ist gebührenfrei und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". 

Um Anmeldung wird gebeten unter www.vhs-ahlen.de oder telefonisch in der VHS-Geschäftsstelle: 02382 59-436.

 


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