Der Parcours, der die Kunstinteressierten in der Stadtgalerie erwartet, ist auch ein Spaziergang durch die Kunstgeschichte. Kunstepochen wie Kubismus, Pointillismus, Neue Sachlichkeit oder Futurismus reichen sich in der Ausstellung die Hand. Augenfällig die Präsenz des weiblichen Aktes, dem Eckhoff seine besondere Aufmerksamkeit schenkt. Der weibliche Körper ist für ihn eine ständige Quelle der Inspiration. Dazu arbeitet der Künstler mit Modellen. Vielfach werden die Körperformen so abstrahiert, dass sich die Assoziation an einen Akt nicht mehr automatisch einstellt. Gelegentlich entstehen auch Bilder nach Fotografien, so wie Polder 1 und Polder 2, die eine Frau in stimmungsvoller Atmosphäre am Meer zeigen.
Auch seiner Familie widmet sich Eckhoff in seiner Kunst: Sein Sohn als 17-jähriger Mofafahrer ist ebenso ein Motiv wie der Enkel und die Eltern des Künstlers.
Wer so eng mit dem Kunstverein Ahlen verbunden ist wie Klaus Eckhoff, kommt an dessen Geschichte nicht vorbei. Ein Schwarz-Weiß-Zeitungsfoto aus dem Jahr 1988 zeigt die Gründer des Vereins mit dem verstorbenen Bernhard Conrad als 1. Vorsitzendem beim Anschneiden der Torte.
Auch den zehn bislang zehn künstlerischen Leiter des Kunstvereins hat sich der Künstler angenommen, deren Linie mit Burkhard Leismann beginnt und dem aktuellen Sven Hendric Olde vorerst endet. Übrigens: Die Laudatio am Eröffnungstag hält mit Andrea Fink bei der Eröffnung auch eine ehemalige künstlerische Leiterin.
Mehr als ein Giveaway sind die Arbeiten in Spiegelschrift mit Zitaten, die zum Preis von zehn Euro mitgenommen werden können. Ein eigenwilliger Aufruf, sich wieder mit der Schrift zu beschäftigen.
Bei der Vorbesichtigung der von der Kulturgesellschaft der Stadt Ahlen veranstalteten Ausstellung hob Kulturdezernentin Stephanie Kosbab hervor, dass Klaus Eckhoff in seinen Bildern auch einen Blick in das gesellschaftliche Leben dieser Stadt werfe wie in zwei Werken mit dem Titel Jazz I und Jazz II, die bei Konzerten entstanden sind.
Die 1. Vorsitzende der Kulturgesellschaft Renate Franke bedankte sich bei Eckhoff für die bewährte Zusammenarbeit bei der Ausstellungsorganisation.
Nach der Ausstellungseröffnung in der Stadtgalerie am Samstag, 18. Juli, um 18 Uhr ist „Ich bin da“ bis zum 29. August zu sehen.
Öffnungszeiten:
Mittwoch, 15 bis 18 Uhr
Samstag, 11 bis 15 Uhr
Sonntag, 11 bis 17 Uhr



